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Aktuelle Ausgabe

Österreich, wie es ist

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von Peter Stachel

Die österreichische Geschichte weist nur wenige Ansätze zur Entwicklung eines klassischen bürgerlichen Selbstbewusstseins auf und kein einziges Beispiel einer gelungenen Revolution: Welche langfristigen Folgen dies für die Gesellschaft, das Politikverständnis und die Mentalitäten innerhalb bestimmter Gesellschaftsgruppen des Landes bis heute hat, ist nicht einfach zu beantworten. Stellt sich dabei zum einen das Problem, inwieweit eine »gelungene Revolution« (...lesen)

Korrekt, oder? Ai Weiwei und die Fußball-EM

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von Matthias Dell
Dissidenz sieht nur aus der Ferne richtig gut aus. Das lehrt, als jüngeres Beispiel, die hiesige Rezeption des chinesischen Künstlers Ai Weiwei. Die Popularität, die Ai beim deutschen Kulturjournalismus genoss, erreichte ihren Höhepunkt im Frühjahr 2011, als der Künstler nicht nur in China lebte, sondern dort ein paar Monate im Gefängnis saß. Und sie ist rasant abgeebbt, seit Ai im (...lesen)

Hans Robert Jauß. Kleine Apologie

von Hannelore Schlaffer
Hans Robert Jauß ist eine der unproblematischsten Bekanntschaften mit einem Mann, die ich je hatte. Ich will dies beschreiben, gerade weil er mittlerweile zu einem der problematischsten Wissenschaftler der deutschen Nachkriegsgeschichte geworden ist. Das Bild, das sich die Literaturwissenschaft und die Öffentlichkeit von dem Hauptmann der Waffen-SS hergestellt haben, trübt meine Erinnerung an ihn nicht, denn sein Dasein war ein ( öffnen ...)

Praktische Gerechtigkeit

von Bernhard Schlink
»Es gibt kein richtiges Leben im falschen« meinte Adorno in den Minima Moralia und beschloss damit eine Reflexion, die sich ausdrücklich nur gegen das Wohnen und Besitz- und Eigentum-Haben als Illusion oder vielmehr als Ideologie des Bei-sich-Seins richtete. Tatsächlich zielte sie auf alle Vorhaben, mit denen Menschen in der schlechten Welt mit schlechtem Gewissen das Ihre gestalten und behalten wollen. ( öffnen ...)

Auch in der aktuellen Ausgabe:

Frühere Ausgaben

Aus dem Archiv

Austromanie oder der antifaschistische Karneval

von Rudolf Burger
I Bei Gelegenheit einer von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften veranstalteten Debatte zu Fragen des »Anschlusses« vom März 1938 äußerte der deutsche Historiker Hans Mommsen die Vermutung, daß die österreichische Nationsbildung noch nicht abgeschlossen sei. Das war anläßlich des fünfzigsten Jahrestages der Annexion (...lesen)

Michel Foucault und die serielle Geschichte

von Claudia Honegger
Die deutsche Foucault-Rezeption hatte sich lange Zeit in ein eintöniges Hin und Her eingependelt: mit Schwung dafür, mit Leidenschaft dagegen. Daran mag die manichäische Begrifflichkeit des Autors nicht ganz unschuldig gewesen sein: Die Aufregung über seinen Denk- und Schreibstil erschwerte den unbefangenen Zugang zu seinen eigentlichen Neuerungen ( öffnen ...)