Politische Kunst?

Das Verdikt über die documenta 14 ist gesprochen und fällt ziemlich einhellig aus: »Sie ist in ihrer präpotenten Rechtschaffenheit über weite Strecken langweilig« (Welt vom 7. April). »Immer wieder instrumentalisiert sie historisches Unrecht, um daraus ein wohlfeiles Plädoyer abzuleiten, für mehr Menschenliebe, besseren Minderheitenschutz oder die Abkehr von Nationalismus« (Zeit vom 14. Juni). »Die abgrundtiefe Sehnsucht der documenta 14, moralisch richtig zu liegen, ist ihre größte Schwäche« (FAZ vom 9. Juni). »Die Politisierung, mit der sich fast alle legitimieren zu müssen glauben, inflationiert das Genre, seine Hervorbringungen wirken schnell produziert, illustrativ und seltsam zahnlos« (taz vom 9. Juni). Sprich: Die documenta 2017 ist eine ausgesprochen politische, und deswegen zeigt sie über weite Strecken auch schlechte Kunst. Was aber ist überhaupt »politische Kunst«?

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