Über meinen Lehrer Hans Blumenberg

Nachteil des Alters: Man kann nichts mehr werden – Ausnahmen wie der erste Bundeskanzler bestätigen die Regel. Durch Einverständnis lässt sich das Manko ins Gegenteil verkehren (nolentem trahunt, volentem ducunt fata)Vorzug des Alters: Man will nichts mehr werden – außer noch älter; nicht zuletzt davon hängt die Alterszufriedenheit ab. Man steht nicht mehr unter dem Druck, dem die jungen Kollegen, die noch etwas werden wollen, ausgesetzt sind, nämlich anderen etwas beweisen zu müssen; man muss niemandem mehr etwas beweisen als allenfalls sich selbst, nämlich dass – und was – man noch schafft: in körperlicher Hinsicht eine bestimmte Anstrengung wie zum Beispiel vier Kilometer am Stück zu schwimmen, in geistiger, dass man noch ein Buch zustande bringt in der restlichen Zeit. Je weniger einem davon bleibt, je kürzer die Ausblicke nach vorne hin werden, umso mehr schaut man zurück in die immer tiefer werdende Vergangenheit und auf die immer reicheren Erfahrungen, die man gemacht hat.

(Der Text ist im Oktoberheft 2020, Merkur # 857, erschienen.)

Das nicht nur aus nostalgischen Gründen, sondern auch, um besser zu verstehen, wie man der geworden ist, der man ist. Man beschäftigt sich mit seinen Eltern und Großeltern und wird dabei gewahr, was und wie viel man von ihnen mitbekommen hat. In der Jugend ist man Existenzialist, weil man glaubt, aus nichts heraus sich selbst erschaffen zu können, im Alter wird man Fatalist – was nicht unbedingt mit Resignation einhergehen muss, wohl aber mit der Einsicht, dass man nur zu geringerem Teil aus Ureigenem, zum größeren aber aus Ererbtem gemacht ist. Das gilt wie in biologischer so auch in geistiger Hinsicht. Daher nimmt die Erinnerung an die geistigen Väter und Mütter, die prägenden Erzieher und Lehrer immer mehr Raum ein; mein wichtigster Lehrer war Hans Blumenberg.

Ich lernte ihn kennen, als er seit drei Jahren in Münster lehrte, der letzten und längsten Station seiner akademischen Karriere. Er war ein Repräsentant der alten Ordinarienuniversität und betrachtete die Reformen, denen diese seit den späten sechziger Jahren fortlaufend unterzogen wurde, als verhängnisvoll. Auf die Frage des legendären Fragebogens im FAZ-Magazin, welche Reform er am meisten bewundere, antwortete er 1982: »Die ums Jahr 1995 fällige Wiederherstellung der deutschen Universität.« Darin täuschte er sich gründlich. Statt wiederhergestellt zu werden, wurde die deutsche Universität mit dem Bologna-Prozess, der wenige Jahre nach Blumenbergs Tod – er starb 1996 – einsetzte, radikaler als durch alle Reformen zuvor abgebaut. Gegen jenen Sturm, der die alte Humboldt-Universität hinwegfegte, waren diese bloß ein Windhauch. Mit ihr verschwand auch der Typ des charismatischen Lehrers, bei dem die Wissenschaft, die er vertritt, mit seiner Persönlichkeit eine unauflösliche Einheit eingeht. Zumal in der Philosophie lassen sich die beiden Seiten, die wissenschaftlich-objektive und die persönlich-subjektive, gar nicht voneinander trennen, aber die Verschulung des Philosophiestudiums durch einen festen Lehrplan und damit seine Reduktion auf Philosophiewissenschaft bringen es mit sich, dass die objektive Seite immer mehr dominiert und die subjektive dabei untergeht.

Als ich studierte, war das noch anders. Natürlich musste man sich auch damals einen Grundstock an philosophischem Wissen aneignen; aber das konnte – und kann – man auch aus Büchern, und nicht selten besser als aus langweiligen Vorlesungen. Ebenso relevant – und jedenfalls viel interessanter als das, was man studierte – war: bei wem. Und da hatte ich das Glück, zum richtigen Zeitpunkt auf den besten Lehrer zu treffen, dem ich in meinem nicht gerade kurzen Studium begegnet bin: auf den charismatischen Lehrer Blumenberg, eine Ausnahmeerscheinung im akademischen Lehrbetrieb.

Nietzsche bedauerte, dass er seinen Lehrer Schopenhauer nur im Buch – der Welt als Wille und Vorstellung – kennengelernt habe. Umgekehrt bin ich froh, Blumenberg zuerst in seinen Veranstaltungen begegnet zu sein. Ich glaube nicht, dass ich über seine Bücher denselben Zugang zu ihm gefunden hätte; sie hätten mich eher abgeschreckt, und noch heute habe ich bei der Lektüre nicht selten erhebliche Verständnisschwierigkeiten – obwohl er immer wieder als außerordentlicher Stilist gepriesen wird, zuletzt anlässlich des 2019 aus dem Nachlass herausgegebenen Buchs Die nackte Wahrheit. Mit dem Sigmund-Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa wurde ihm diese Qualität von der Darmstädter Akademie für Sprache und Dichtung offiziell bestätigt. Seinerzeit war Blumenberg ein Liebling der Feuilletons, vor allem der FAZ und der NZZ. Sibylle Lewitscharoff hat ihn zum Protagonisten ihres preisgekrönten Romans Blumenberg gemacht. In einem ihm gewidmeten Film wird er als »Dichterphilosoph« apostrophiert – ich halte das für abwegig. Wer Blumenberg leicht liest, der verfügt über eine Kompetenz, die die meine weit überragt – oder er liest ihn nicht genau. Er pflegte einen Nominalstil, den er auch an Benn schätzte. Das brachte ihn zu Neologismen, die unter ästhetischem Aspekt nicht immer gelungen sind, so etwa, wenn er aus einem Adjektiv durch Anhängen von »machung« ein Substantiv bildet; »Unvergeßlichmachung« zum Beispiel ist gewiss keine Zierde des deutschen Wortschatzes.

Mehr fällt allerdings ins Gewicht, dass er dem Leser damit das Verständnis oft unnötig erschwert, weil die Beziehungen in einer Serie von Substantiven, die nur durch Genitive oder Präpositionen aufeinander bezogen sind, mühsam rekonstruiert werden müssen oder im Unklaren bleiben; das trifft vor allem dann zu, wenn ein Genitiv an ein zusammengesetztes Nomen angehängt wird und man nicht weiß, ob er sich auf den ersten oder den zweiten Teil des Kompositums bezieht. Da werden Phrasen zu Rätseln: »die Passion ist der Gattungsakt der Erneuerung des Eigentums durch Gehorsam; darin die rechtsverbindliche Verbürgung für den Gehorsam«. Eine sprachliche Unsitte Blumenbergs ist es, dass er Um-zu-Konstruktionen mit wechselnden Subjekten bildete. »Was dadurch an deren [gemeint sind die Archonten in Platons Staat] Stellung in der Polis bestimmt wird, umgeht die Forderung nach den besonderen Eigenschaften, die sie haben müssen, um sie zu Philosophen zu machen.« Das »sie«, das die Archonten vertritt, ist zuerst Subjekt, dann Objekt, umgekehrt sind die »Eigenschaften«, auf die sich der Relativsatz bezieht, darin Objekt und in der Um-zu-Konstruktion Subjekt. Blumenberg schrieb seine Texte nicht, sondern diktierte sie. Wenn er vortrug, konnte er durch Betonung Beziehungen verdeutlichen; dass diese Möglichkeit beim Schreiben entfällt, mochte ihm beim Diktieren bisweilen entgehen.

Ich kam zu Blumenberg, weil ich einen Zweitgutachter für meine Dissertation brauchte; ich hatte ein Studium der Germanistik mit dem Magister abgeschlossen und wollte nun in Philosophie promovieren – ich war also eigentlich kein Student mehr beziehungsweise als solcher in einem hohen Semester. Damals, Anfang der siebziger Jahre, gab es eine Reihe von Schulen in der Philosophie – die Erlanger Schule, die Ritter-Schule, die Heidegger-Schule, die Frankfurter Schule etc. Verbreitet war das Philosophieren in Positionen und von Positionen aus: beispielsweise einer kantianischen, logisch-positivistischen, sprachphilosophischen, einer geschichtsphilosophischen, die sich in eine idealistisch-hegelianische und eine marxistische unterscheiden ließ, wobei es hier wieder orthodoxe Marxisten und Neomarxisten gab. Beliebt war, Positionen gegeneinander auszuspielen oder auch miteinander und mit anderen geisteswissenschaftlichen Methoden zu kombinieren, also zum Beispiel den Marxismus mit der Psychoanalyse, oder soziologische, linguistische, strukturalistische Ansätze in die Philosophie zu integrieren. Habermas machte es vor, und mein Münsteraner Doktorvater, ein Provinz-Habermas gleichsam, es ihm nach.

Unter den Schulen stand, zumal bei den Studenten der achtundsechziger Bewegung, die Frankfurter mit ihren Exponenten Adorno /Horkheimer und Herbert Marcuse besonders hoch im Kurs. Dialektik der Aufklärung und Triebstruktur und Gesellschaft wie Der eindimensionale Mensch waren Kultbücher, deren Thesen man herbeten konnte, im Falle der Dialektik der Aufklärung in wörtlichen Zitaten, damit man sich nicht den Vorwurf zuzog, die dialektische Subtilität Adornos grob zu vereinfachen. Bei dem Gedanken, dessen ausgefeilte Formulierungen in der Wiedergabe mit einem falschen Ton zu versehen, sah man förmlich, wie sich Adornos empfindsame Physiognomie schmerzhaft verzerrte. Wollte man Adorno folgen, musste man das ganze Leid der Welt auf seinen philosophischen Schultern lasten fühlen und bereit sein, dafür Verantwortung zu übernehmen. Entsprechend gedrückt lief man durch die Gegend, wenn man nicht, was wahrscheinlich der häufigere Fall war, in seinem privaten Leben Adorno Adorno sein ließ und dem Hedonismus frönte, der der achtundsechziger Bewegung auch eigen war.

Bei Blumenberg lernte ich eine andere, für mich neue Haltung zur Philosophie und einen anderen Stil des Philosophierens kennen. Die gesellschaftlich-politische Relevanz, die für die Frankfurter Schule so wichtig war, spielte keine Rolle. Auch mit der Berufung auf die aktuell führenden Autoritäten konnte man bei ihm nicht punkten. Damals gaben sich die selbsternannten Vertreter des Fortschritts, der nur links sein konnte, betont antiautoritär, hatten aber ihre eigenen Autoritäten, auf die sie sich ständig beriefen. Als jemand im Seminar einen Einwand mit der Bemerkung vorbrachte, Habermas habe doch gesagt, war Blumenbergs mild ironische Reaktion bloß: »So, hat er das gesagt?« Beide, Blumenberg und Habermas, gehörten zu den prominenten philosophischen Autoren des Suhrkamp Verlags, dessen geisteswissenschaftliches Profil sie auch durch Beratertätigkeit für den Verlagsinhaber Unseld und als Herausgeber der Theorie-Reihe mitprägten. Diese Zusammenarbeit war freilich nicht von Dauer, dafür waren die beiden in ihrer Stellung zum Zeitgeist zu unterschiedlich, ja gegensätzlich: Habermas war – und ist – stets zeitgeistnah, Blumenberg dagegen war Nonkonformist, der sich dem Zeitgeist und intellektuellen Moden verschloss. Auf die Frage eines Seminarteilnehmers nach seinem Verhältnis zu Habermas antwortete er: »Mein Verhältnis zu Habermas ist gut.« Das war zunächst keine Antwort, sondern die Abweisung der Frage. So plump durfte man ihm nicht kommen. Aber man sollte auch die Ironie darin nicht übersehen.

Die Themen, die er in seinem Kolloquium behandelte, lagen weit ab von aller Politik; es waren vor allem Themen aus dem Umkreis der Phänomenologie, immer wieder Husserl, freilich mit immer anderen Bänden aus der endlos langen Reihe der Husserl-Ausgabe, die damals noch nicht abgeschlossen war (ob sie es heute ist, weiß ich nicht); Merleau-Ponty, Heidegger. Letzteren im Kolloquium zu besprechen war der Wunsch der Teilnehmer, die Blumenberg dazu überreden mussten, was nicht leicht war. Denn er hatte nach der Lektüre der Holzwege (1950) sich geschworen, nie wieder Heidegger zu lesen. Obwohl politischer Relevanz und philosophischer Tagesaktualität bar waren seine Kolloquien, Seminare und Vorlesungen an- und aufregender als alle Veranstaltungen mit politischem Bezug oder zu aktuellen philosophischen Positionen, die ich bis dahin mitgemacht hatte. Schwer, genau zu sagen, woran das lag. Der inzwischen verstorbene Blumenberg-Assistent Fellmann hat seinem Lehrer eine latent erotische Ausstrahlung zugeschrieben, was mir allerdings etwas schräg erscheint; da wird der Begriff der Erotik doch überstrapaziert. Eher würde ich von einer Lebendigkeit der Gedanken und des Geistes sprechen, die ansteckend wirkte und sich auf den Hörer übertrug. Davon ging eine Faszination aus, die in seiner Freitagsvorlesung ein breites Publikum anzog, das weit über die Fachstudenten hinausreichte. Für junge und unerfahrene Studenten und Studentinnen konnte das bisweilen allerdings gefährlich werden, wenn sie nämlich glaubten, sie könnten sich selber die Leichtigkeit zulegen, mit der sich Blumenberg in der gesamten Philosophie und darüber hinaus in der Geistesgeschichte bewegte, und dabei die harte Arbeit übersahen, die hinter dieser Leichtigkeit steckte. Manche sind daran gescheitert. An die ersten Kolloquiumsveranstaltungen, an denen ich teilnahm, erinnere ich mich gut, weniger an die Themen als mehr an die Atmosphäre der Ausführungen und Gespräche, die sich weit über die übliche Doppelstunde hinziehen konnten. Die Sitzung begann donnerstags um 18 Uhr c.t. und dauerte nicht selten bis 21.30 Uhr. Nach der ersten Sitzung war ich so erschöpft, dass ich dachte, das nicht ein zweites Mal durchhalten zu können. Dann aber trat Gewöhnung ein, und bald bedauerte ich, wenn Blumenberg das Kolloquium »vorzeitig«, das heißt ohne gehörige Überschreitung der Zeit, beendete.

Er machte nur das zum Gegenstand seiner Lehre, was er für philosophisch relevant erachtete; er ließ sich seine Themen von keiner Studienordnung vorgeben. Nur deswegen konnten aus seinen Vorlesungen seine großen Bücher hervorgehen. Heute dagegen kann aus den routinemäßigen Pflichtveranstaltungen kaum noch innovative Forschung erwachsen; die wird immer mehr zum privaten Hobby der Philosophielehrenden. In Folge davon erscheinen immer weniger wirklich innovative philosophische Bücher. Um sich den Rückgang vor Augen zu führen, vergleiche man nur einmal die Literaturbeilage etwa der FAZ aus diesen Tagen mit einer von vor fünfundzwanzig Jahren. Anders als damals finden sich unter den rezensierten Sachbüchern heute kaum noch philosophische, und wenn doch, dann sind es oftmals die der Altmeister. Schuld daran ist freilich auch die hohe Lehrbelastung, verbunden mit entsprechender Prüfungsbelastung. Bei Blumenberg betrug sie sechs Wochenstunden, heute mindestens neun. Da ist der Lehrende außer durch die Studienordnung auch durch den Zeitdruck gezwungen, sich mit seinen Veranstaltungsthemen zu wiederholen. Blumenberg tat das nie. Irgendwann gab er die übliche Praxis auf, außer Vorlesung und Kolloquium ein Seminar anzubieten, und hielt stattdessen eine weitere Vorlesung, in der er Semester für Semester einen anderen zeitgenössischen Philosophen vorstellte.

»Zeitgenössisch« war da weit gefasst. Es fielen Autoren darunter, deren Geburtsjahr bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts zurückreichte. So ergab sich mit der Zeit eine stattliche Liste, die von Husserl, Freud, Georg Simmel über Max Weber, Scheler, Heidegger, Wittgenstein bis zu Arnold Gehlen, Helmuth Plessner und Hans Jonas reichte. Zum Ende seiner Lehrtätigkeit machte Blumenberg auch aus seinem Kolloquium mehr und mehr eine Vorlesung, um darin die Ergebnisse seiner fortlaufenden Arbeit an Husserl und der Phänomenologie vorzutragen. Die schriftlichen Ausarbeitungen zu diesen Vorlesungen sind wie die zu den Freitagsvorlesungen in Bücher eingegangen, die er selbst noch veröffentlicht hat oder die nach seinem Tod aus dem Nachlass, der im Marbacher Literaturarchiv lagert, herausgegeben worden sind. Die Vorlesungen über die philosophischen Zeitgenossen dagegen hielt er, gestützt nur auf Karten aus seiner legendären Kartei, weitgehend frei, so dass sich dazu keine Unterlagen in Marbach befinden. Das ist umso bedauerlicher, als es, wie mir scheint, außerordentlich reizvoll wäre zu erfahren, was ein so philosophisch und philosophiegeschichtlich beschlagener Mensch wie Blumenberg etwa zu Freud oder zu Wittgenstein zu sagen hat, den er hauptsächlich unter dem Aspekt der unausgesprochenen Affinität zur Phänomenologie behandelte. Vielleicht kommt es ja noch einmal dazu, dass eine Auswahl aus den zahlreichen Tonaufnahmen publiziert wird, die von diesen Vorlesungen existieren. Blumenberg konnte nicht entgehen, dass, während er vortrug, verdeckt manches Aufnahmegerät eingeschaltet war; er duldete das stillschweigend.

Während der Umbrüche, von denen die Universitäten in den späten sechziger Jahren erfasst wurden, verlangten kritische Studenten die Abschaffung der Vorlesungen; was darin vorgetragen würde, könne man sich ebenso gut aus Büchern aneignen. Stattdessen sollten nur noch Seminare abgehalten werden, in denen vor allem diskutiert werden sollte, und zwar demokratisch. Dem hatte sich auch der Seminarleiter zu fügen, der das Ideal demokratischer Gleichheit nicht durch das Ausspielen von Wissen oder »Informationsvorsprüngen« infrage stellen durfte. Es gab Dozenten, denen das im Sinne der eigenen Arbeitserleichterung nicht unwillkommen war und die, indem sie auf die Forderungen der Studenten eingingen, bei diesen gut ankamen. Blumenberg dagegen versagte sich Gefälligkeiten; er verachtete Anbiederung. Gefälligkeit sei ein Zeichen von Schwäche, meinte er mit Blick auf Kollegen. Er verhielt sich entgegengesetzt, was auf Studenten abschreckend wirken konnte. Die Zahl der Teilnehmer in Seminar und Kolloquium war überschaubar; wer über aktuelle und politisch-gesellschaftliche Themen, die damals auch in der Philosophie im Schwange waren, diskutieren wollte, ging woanders hin. Selbst in der legendären Freitagsvorlesung saßen nicht übermäßig viele Hörer, jedenfalls bei weitem nicht so viele wie etwa in den letzten Vorlesungen Foucaults.

Zwei Jahre nachdem ich ihm zum ersten Mal begegnet war, wurde ich Blumenbergs Assistent, sein letzter, und blieb es zehn Jahre lang bis zu seiner Emeritierung 1985. Er war ein generöser, seinen Mitarbeitern gegenüber höflicher Chef. Während der Vorlesungszeit fand donnerstags zwischen Seminar und Kolloquium von 16 bis 18 Uhr die Lehrstuhlbesprechung statt, an der außer den beiden Assistenten noch der Akademische Rat teilnahm, den Blumenberg im Austausch gegen zwei Assistentenstellen eingehandelt hatte, damit er ihm die Staatsprüfungen abnahm; hin und wieder schauten auch die beiden ehemaligen Assistenten vorbei, die nach der Habilitation auf Dozentenstellen saßen. Nach der meist kurz gehaltenen Erledigung der Amtsgeschäfte wurde geplaudert; dabei servierte die Sekretärin Sherry, später Kaffee, nachdem der Assistentenkollege geäußert hatte, dass Alkohol ihn ermüde.

Eine der Hauptaufgaben, die den Mitarbeitern oblag, war neben der Entlastung des Chefs von der Geschäftsführung, die zwischen den Direktoren des Philosophischen Seminars turnusmäßig wechselte, das Lesen der Korrekturen zu den Büchern, die Blumenberg in seiner Münsteraner Zeit vermehrt produzierte. Druckfehler waren ihm verhasst. In dem erwähnten Fragebogen des FAZ-Magazins antwortete er auf die Frage, welche Fehler er am ehesten entschuldige: »Die Druckfehler der FAZ von gestern, wenn ich die von heute aufschlage.« Druckfehler waren aber auch das Einzige, was man bei ihm korrigieren durfte. Bisweilen mochte man erahnen, dass sich hinter seinem souveränen Auftreten als Professor große Empfindlichkeit verbarg. Wurde gegen seine fachmännische Expertise entschieden, so konnte ihn das tief kränken und zu Vermeidungsverhalten für weitere ähnliche Fälle veranlassen. Als die DFG einen von ihm befürworteten Druckkostenzuschuss zu meiner Dissertation ablehnte, stellte er umgehend seine langjährige Gutachtertätigkeit für die Forschungsgemeinschaft ein.

Als ich ihm bei unserem ersten Gespräch mein Dissertationsvorhaben darlegte, nämlich anhand einer Rezeptionsgeschichte des Kynikers Diogenes und des Kynismus die Genese des modernen Zynismusbegriffs zu verfolgen, sagte er mir, er selbst habe einmal ein Buch über Diogenes geplant. Mit den Worten »nun werden Sie es also schreiben« überließ er mir das Projekt und ließ mir im Laufe meiner Arbeit bisweilen Karteikarten zukommen, auf denen einschlägige Funde aus der Literatur oder Literaturhinweise vermerkt waren. Er war generös auch in der Weitergabe von Ideen und Anregungen; er hütete sie nicht eifersüchtig wie Fafnir den Nibelungenschatz. Wie anders der Germanist, bei dem ich meine Magisterarbeit geschrieben hatte und der wegen eines Allerweltssatzes, um den er sich bestohlen glaubte, eine Plagiatsklage anstrengte. Auf der anderen Seite war Blumenberg peinlich darauf bedacht, sich nicht am geistigen Eigentum anderer zu vergreifen. Keineswegs entsprach er dem Negativklischee jenes Großordinarius, der seine Mitarbeiter ausbeutet, indem er sie das Material beschaffen lässt, das er dann wenig bearbeitet unter eigenem Namen publiziert. Ausdrücklich bat er um die Erlaubnis, eine Beobachtung verwenden zu dürfen, die ich ihm gesprächsweise zu einem Werner-Herzog-Film mitgeteilt hatte.

Wie viele seiner Zeit stand er im Anfang seines philosophischen Werdegangs im Bannkreis Heideggers; dazu gehörte auch Jürgen Habermas. Aber anders als bei diesem war es nicht in erster Linie Heideggers Affinität zum Nationalsozialismus, was ihn von der damals übermächtigen Figur der deutschen Philosophie abbrachte, sondern es waren philosophische Gründe; und während für Habermas Heidegger später politisch erledigt war, wurde er für Blumenberg eine Größe, gegen die er anphilosophierte. Dabei gibt es auffällige Parallelen – und signifikante Unterschiede – in den Lebensläufen und der geistigen Prägung von Heidegger und Blumenberg. Beide stammten aus einem gläubigen katholischen Elternhaus; beide wurden in einem ungewöhnlich starken Ausmaß katholisch geprägt und sozialisiert – durch alltäglichen Kirchgang, Ministrantentum, Mitgliedschaft in katholischen Jugendbünden etc. Die Bindung an die katholische Kirche mag dadurch verstärkt worden sein, dass sie beide in einem überwiegend nichtkatholischen Umfeld aufwuchsen – Heidegger in einem altkatholischen, in dem es die romtreuen Katholiken nicht immer leicht hatten, Blumenberg in einem protestantischen in Lübeck. Besonders hervorzuheben: Beide studierten nach dem Abitur etwa gleich lang (zwei Jahre) Theologie – Heidegger im Freiburger Borromaeum, nachdem die Aufnahme bei den Jesuiten gescheitert war; Blumenberg im Priesterseminar Paderborn, dann bei den Jesuiten in Frankfurt Sankt Georgen beziehungsweise Limburg.

Bisweilen kann man lesen, Blumenberg habe nur aus Verlegenheit das Studium der Theologie an diesen katholischen Hochschulen eingeschlagen, weil ihm als »Halbjuden« der Zugang zu einer staatlichen Universität verwehrt gewesen sei. Das darf man nicht so verstehen, als habe er, um überhaupt studieren zu können, das Theologiestudium gleichsam in Kauf genommen. Die Theologie war sein Studienziel, wie er in den Lebenslauf hineinschrieb, den er dem Antrag auf Zulassung zum Abitur beifügte. Erträge des Theologiestudiums sind bei Blumenberg wie bei Heidegger in die späteren philosophischen Arbeiten eingegangen, so vor allem in ihre akademischen Qualifikationsschriften: die Dissertation Blumenbergs wie die Habilitationsschrift Heideggers. Beide gingen eine sogenannte Mischehe mit einer protestantischen Frau ein, was bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts für strenge Katholiken nicht unproblematisch war, um es gelinde auszudrücken.

Nun zu den Unterschieden: Heideggers Elternhaus war kleinbürgerlich; die finanziellen Verhältnisse waren sehr beschränkt. Ohne die Unterstützung der Kirche hätte Heidegger weder zum Gymnasium gehen noch studieren können. Diese Abhängigkeit mag mit ein Grund dafür gewesen sein, dass Heidegger später – und vor allem in seiner nationalsozialistischen Zeit – der katholischen Kirche gegenüber große Ressentiments an den Tag legte und einen Antiklerikalismus entwickelte, der seinem immer wieder diskutierten Antisemitismus nicht nachsteht. Er war jemand, der seinen Förderern später übelnahm, dass er einmal von ihnen abhängig gewesen war; das scheint mir auch sein Verhältnis zu Husserl zu bestimmen.

Blumenberg dagegen wuchs in Lübeck in einem begüterten Elternhaus auf, das ihm schon früh einen großzügigen Lebensstil erlaubte. Er hätte nach dem Abitur mit einem Stipendium des Vaters in Rom studieren können, und zwar an der päpstlichen Universität Gregoriana. Sein Trauma war ein anderes als das soziale Heideggers. Seine Mutter war konvertierte Jüdin, er also ein »Halbjude« im Nazijargon und dadurch unter den Nationalsozialisten stigmatisiert, während Heidegger seine soziale Stigmatisierung durch seinen Größenwahn als erster nationalsozialistischer Rektor der Universität Freiburg kompensierte. Obwohl Blumenberg seinen katholischen Glauben verloren hatte, trat er nicht aus der Kirche aus, weil er ihr sein Leben lang dankbar blieb für das, was er von ihr in der Zeit des Nationalsozialismus erfahren hatte: das Asyl in den kirchlichen Studieneinrichtungen und die Pflege seiner Mutter, die an Multipler Sklerose erkrankt war, durch katholische Nonnen; Geschwister der Mutter fielen der Judenvernichtung der Nazis zum Opfer. Er habe den Glauben und die Hoffnung nicht mehr, aber die Liebe, hat er wiederholt schriftlich wie mündlich geäußert, und meinte damit die Liebe zur Kirche. Heidegger ließ sich katholisch beerdigen, Blumenberg verbat sich Priester am Krankenbett und am Grab; seine Urne wurde seebestattet.

Schließlich ein letzter Vergleich, der Heidegger und Blumenberg in ihrer für die Nachwelt wichtigsten Rolle beleuchtet: als Verfasser zweier Lebenswerke, die nicht nur durch ihr philosophisches Gewicht, sondern auch aufgrund ihres schieren Umfangs ganz außergewöhnlich sind. Was waren die Umstände, unter denen diese Werke zustande gekommen sind? Welche Produktionsbedingungen haben sich ihre Autoren dafür arrangiert? Auf den ersten Blick wieder eine Gemeinsamkeit: Beide hatten sich ein Arbeitsasyl geschaffen. Was dem einen die Todtnauberger Hütte im Schwarzwald, das war dem anderen die Altenberger Höhle im Münsterland. Nun hat die Veröffentlichung der Briefe Heideggers an seine Frau mit der Vorstellung aufgeräumt, der Philosoph habe, wenn er nicht gerade Vorlesungen hielt, unentwegt hinter dem Schreibtisch gesessen. Man nimmt erstaunt zur Kenntnis, wie viel er, der sich so bodenständig gab, bis ins hohe Alter umhergereist ist und wie oft die Eheleute aufgrund von Reisen getrennt waren. Der geistig so weltläufige Blumenberg dagegen reiste, je älter er wurde, desto weniger, und schon deswegen dürfte es Briefe an seine Frau nur aus seinen jungen Jahren geben; er war, um sich seinem Werk widmen zu können, auf die stabilitas loci angewiesen – und auf ein geordnetes Eheverhältnis, das damit verbunden war.

In seiner Antwort auf einen Brief von Jacob Taubes, in dem dieser ihm von der Krise berichtet, in die ihn die Scheidung von seiner zweiten Frau getrieben hatte, schreibt er am 24. Mai 1977: »Ich selbst wäre in meiner Arbeit viel zu empfindlich und ausgesetzt, als dass ich mir eine Existenz in anderen als konsolidierten Verhältnissen leisten könnte.« Erotische Eskapaden hätten ihn nur von seinem Werk, dem er alles unterordnete, abgehalten. Ganz anders liegen die Verhältnisse bei Heidegger; da haben die Briefe an seine Frau mit manchen Illusionen aufgeräumt. Bis dahin mochte man glauben, seine Affäre mit Hannah Arendt sei die Ausnahme gewesen, bedingt durch die exzeptionelle intellektuelle Statur der beiden, die sich da begegneten. Aber Heidegger hat seine Frau unentwegt in immer neuen Affären betrogen. Das wäre eine rein private Angelegenheit, um die sich der mit Heideggers Werk philosophisch Befasste nicht zu kümmern hätte, hätte Heidegger nicht selbst eine Beziehung zwischen seinem Werk und seinen erotischen An- und Umtrieben hergestellt. Wieder einmal von seiner Frau aufgrund eines Ehebruchs in die Enge getrieben, schreibt er ihr: »Aber meine Natur ist vielspältiger als die Deine; und ich kann Dir durch keine Argumente beweisen, dass ich im – Eros leben muss, um das Schöpferische, das ich noch als Ungelöstes und Letztes in mir spüre, noch wenigstens in eine unvollkommene Vorform zu bringen.« Mit dem »bloßen ›Willen‹« sei da nichts zu machen. Allenfalls könne »man« auf das Alterswerk verzichten und sich nur noch dem Nachlass widmen, aber das könne er nicht. (Den Heidegger-Lesern wird die Entgegensetzung von »man« und ihm, das heißt Heidegger selbst, aufgefallen sein: Was »man« kann, kann Heidegger nicht.) Auch darin sind Blumenberg und Heidegger Antipoden: Während für diesen die erotische Herausforderung Bedingung geistiger Fruchtbarkeit ist und er sich durch den Verzicht auf Erotik von schöpferischer Kastration bedroht sieht, ist für jenen umgekehrt ein solcher Verzicht Bedingung seiner Kreativität.

Bei den Dreharbeiten zu dem Blumenberg-Film kam die Frage auf, welches seiner Bücher sein persönlichstes sei. Kann man bei den »Problemkrimis«, von denen Odo Marquard in seiner Laudatio auf den Sigmund-Freud-Preisträger sprach, von persönlichen Büchern überhaupt sprechen? Blumenberg sah mit Bedauern, dass Die Genesis der kopernikanischen Welt, sein vollkommenstes Buch, die geringste Beachtung fand, viel weniger als beispielsweise Arbeit am Mythos; dabei sei in jenes ein Lebenswerk eingegangen, wie er mir sagte. Aber was ist in andere Bücher nicht nur an Arbeit und Lebenszeit, sondern auch an Lebensthemen und -problemen eingeflossen, etwa in Die Legitimität der Neuzeit? Warum beschäftigt sich der Autor darin zum großen Teil mit Theologiegeschichte? Ferdinand Fellmann zufolge haben selbst seine engsten Mitarbeiter damals nichts von dem »katholischen Blumenberg« gespürt, sondern in ihm lediglich den Verteidiger der Moderne in der Tradition religionskritischer, freigeistiger Aufklärung gesehen. Nicht nur die späte Matthäuspassion, sondern auch das, was über Blumenbergs ursprüngliche Verwurzelung im Katholizismus und seinen Berufswunsch, Priester zu werden, bekannt geworden ist, sollte Anlass geben, den Blick auf jenes erste Werk zu erweitern und zu vertiefen. Die Vorarbeiten dazu fallen in die Zeit, in der er seinen katholischen Glauben aufgab. Die These des Buchs besagt, dass das Mittelalter an dem Allmachts- und Willkürgott des Nominalismus zerbrochen sei und die Neuzeit sich in der humanen Selbstbehauptung gegen ihn konstituiert habe. Hat sich Blumenberg damit den Gott seines katholischen Glaubens »vom Leib geschrieben«, wie er es in einem anderen Zusammenhang von Goethe gesagt hat? Losgelassen hat ihn das Thema auch nach seinem Glaubensverlust nicht, das belegt Matthäuspassion. Die Eindringlichkeit, mit der dort der Vater-Sohn-Konflikt in der Leidensgeschichte Jesu dargestellt und interpretiert wird, hat schon dem Rezensenten der FAZ die Vermutung nahegelegt, dahinter müssten persönliche Erfahrungen stehen.

Zum Schluss zwei Eindrücke und Erinnerungen, die sich mir eingeprägt haben und die symbolisch für die zwei Seiten von Blumenbergs Verhältnis zur Theologie und zur Kirche stehen mögen. Zum Wintersemester 1980/81 zog das Philosophische Seminar zum Domplatz. Blumenberg, der einen ausgeprägten Sinn für Symbolik besaß, wäre gern in dem Sternwartengebäude in der Johannisstraße (»Hans«) geblieben; hier war er 1970 eingezogen, und hier war Die Genesis der kopernikanischen Welt entstanden. Er war über den Umzug verärgert und deutete diesen Ärger an, als wir uns das erste Mal in dem neuen Dienstzimmer trafen: Der Kollege, der diesen Umzug mit großem Eifer betrieben hatte, habe doch nur dorthin zurückgewollt, wo er einstmals Slawistik studiert hatte. »Und außerdem«, fügte er hinzu, »müssen wir doch Abstand zu denen da halten«, wobei er mit dem Daumen in Richtung des Doms wies. Blumenberg, der Freigeist. Bei dem letzten Besuch in seinem Dienstzimmer, an den ich mich erinnere, saß er an seinem Schreibtisch mit dem Rücken zur Tür, schaute aus dem Fenster und war versunken in den Anblick des Doms, auf dem das Licht der Abenddämmerung lag. Erst nach einer Weile stand er auf, drehte sich zu mir um und gratulierte mir zu meiner Habilitationsschrift: Blumenberg, der seine Liebe zur Kirche bewahrt hatte.


5 Kommentare

  1. Imre v. Gaal sagt:

    Wertvoll. Es trägt in einer Zeit der gefeierten Febrilitäten. Imre v. Gaál

  2. Dr. Paul Marcoux sagt:

    Dieser Beitrag ist der Abdruck eines Vortrags, den Heinrich Niehues-Pröbsting vor fast einem Jahr, am 27.11.2019, im Lehrgebäude 1, Raum 110, im Rahmen des Dozierendenkolloquiums der Fachschaft Philosophie der Uni Erfurt gehalten hat. Das hier Geschriebene beinhaltet keine neuen Einsichten in Blumenbergs Werk. Er wiederholt, was er schon anderswo über Heidegger und Blumenberg geschrieben hat. Der Stil ist nicht gerade ausgefeilt. Dafür wird der Leser recht plump auf die Qualifikation des Autors (Dissertation) und seine Nähe zu Blumenberg (Habilitation) aufmerksam gemacht, woraus man dann die Bedeutung des Autors deduzieren darf. Diese eitlen „Erinnerungen …“ gehören nicht zu dem Besten, was der Merkur je gedruckt hat.

    1. Hendrik Linz sagt:

      „Dafür wird der Leser recht plump auf die Qualifikation des Autors (Dissertation) und seine Nähe zu Blumenberg (Habilitation) aufmerksam gemacht, woraus man dann die Bedeutung des Autors deduzieren darf. “ Dies schreibt ein Leser, der sich hier im Forum unbedingt als „Dr.“ ausweisen mußte!
      Mich beschleicht das Gefühl, der Beitrag von Herrn Marcoux gehört nicht zu den besten Leser-Kommentaren, die der Merkur je veröffentlicht hat.

  3. Dr. Sylvia Neuhäuser-Metternich sagt:

    De mortuis nil nisi bene – warum dann keine Empörung gegen die Leichenflederei in Sibylle Lewitscharoffs „preisgekröntem Roman“?

  4. Dr. Thomas Tapmeier sagt:

    Ich habe den Artikel gerne gelesen und fand diesen beinahe archäologischen Bericht aus der guten alten Zeit der deutschen Universität äußerst rührend.

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