• Twitter, Trump und die (Ent)Demokratisierung der Demokratie

    Die durch den Streit zwischen Trump und Twitter ausgelöste Debatte liest sich wie ein Testfall für die Überlegungen zur (Ent)Demokratisierung der Demokratie, die Philip Manow in Aufsätzen für den Merkur entwickelt und kürzlich bei Suhrkamp in einem Essay gleichen Titels zusammengeführt hat.1

    Manow zufolge ist die Herausforderung des politischen Betriebs durch populistische Bewegungen so zu verstehen, »dass wir es zunächst eigentlich mit einer Krise der Repräsentation, nicht aber mit einer Krise der Demokratie zu tun haben«. Sie sei bedingt durch eine »massive Ausweitung politischer Partizipationschancen«, mit anderen Worten durch Entwicklungen hin zu einer demokratischeren Demokratie. So habe sich in den vergangenen zweihundert Jahren das allgemeine und gleiche Wahlrecht schrittweise gegen frühere Beschränkungen durchgesetzt, wenngleich nicht überall mit voller Konsequenz. (mehr …)