• Kapital- und Violinspiel. Mendelssohn & Co. – eine Kapitalbank, die bis 1938 bestand

    Ohne Interdisziplinarität geht nichts mehr, und so fließt seit Jahren viel Energie und Geld in Kongresse, Projekte und Versuchsanordnungen für ein Zusammenspiel von Wissenschaften und Künsten. Eine Mauer ist trotzdem noch sehr hoch: die zwischen Wirtschafts- und Kulturgeschichte. Kapital und Musik, Fonds und Literatur gehören, zumal im deutschen Sprachraum, verschiedenen Welten an. Sebastian Panwitz verbindet in seiner Geschichte von Mendelssohn & Co., der lange Zeit »wichtigsten Privatbank Deutschlands«, die zu einem der führenden Häuser Europas wurde, die Erzählung über Geschäfte mit der über Künste, Wissenschaften und Wohlfahrt. Ihn interessiert die »Koexistenz von Finanz- und Geisteswelt«, und man erfährt viel über Moral und Umgangsformen der Nachkommen des großen Philosophen Moses Mendelssohn, der im Hauptberuf erst Angestellter, dann Teilhaber einer Seidenfabrik war.

    (Der Essay ist im Juliheft 2019, Merkur # 842, erschienen.)

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