• Altaussee

    Auch diejenigen, die lieber ans Meer als in die Berge fahren, müssen zugeben, dass Altaussee schön ist, unheimlich schön. Altaussee, ungefähr 90 Kilometer von Salzburg entfernt, am Ende des Salzkammerguts gelegen, in einem Kessel am Fuß des Toten Gebirges. Altaussee erscheint, wenn man ein bisschen Abstand hält, immer noch so wie auf einem der biedermeierlichen Gemälde von Waldmüller: ein silbrig glänzender See im Vordergrund, elegant gerahmt von üppig-grünen Ufern; darüber zum Talende hin gestaffelt bewaldete Bergrücken, die nach oben hin langsam in Fels übergehen und dann in der Mitte gewaltig der Dachstein mit seinem schneebedeckten Gletscher, der so tut, als ob er ewig sei, und das harmonische Bild abschließt, als käme jenseits nichts mehr. (mehr …)

  • Der absolute Geist, die Cholera und die Himmelfahrt des Philosophen. Hegels Tod und Bestattung (1831)

    Hegel starb am Montag, dem 14. November 1831, in seiner Wohnung am Berliner Kupfergraben. Der Tod kam überraschend. Am Freitag zuvor hatte er mit den Vorlesungen des Wintersemesters über Rechtsphilosophie und Geschichte der Philosophie begonnen, am Samstag Prüfungen abgehalten. Am Sonntag zeigten sich die ersten Symptome der Krankheit, der er nach einer unruhigen Nacht am nächsten Tag gegen 17 Uhr erliegen sollte. Am 16. November wurde er seinem Wunsch entsprechend auf dem evangelischen Dorotheenstädtisch-Friedrichswerderschen Friedhof neben seinen Vorgängern Solger und Fichte begraben. Zahlreiche Equipagen und ein unabsehbar langer Zug der Studenten gaben ihm das letzte Geleit. (mehr …)