• Bürger und Fremde im Römischen Reich

    212 n. Chr. erließ der römische Kaiser Markus Aurelius Severus Augustus, genannt Caracalla, ein Edikt. Die Schrift, in griechischer Sprache auf einem Papyrusfragment überliefert und als Constitutio Antoniana bekannt geworden, erlangte bald große Berühmtheit. Caracalla dankte den unsterblichen Göttern dafür, dass sie sein Leben während einer kurz zuvor aufgedeckten und unterdrückten Verschwörung gerettet hatten, und verlieh deshalb »allen [in seinem] Reich das rö- mische Bürgerrecht … mit Ausnahme der [ded]icitii«.