• Too too – much much. Ein neuer Blick auf International Art English

    International Art English, IAE, so heißt die Formel, die Alix Rule und David Levine 2012 geprägt haben, in einem Text, der 2018 noch einmal unverändert, aber mit kritischen Stellungnahmen und einer Bibliografie veröffentlicht wurde.1 Der Erscheinungsort ist in beiden Fällen die Internet-Zeitschrift Triple Canopy; auf Deutsch erschien der Aufsatz 2013 im Merkur.2 Im englischsprachigen Raum wurde der Text aufmerksam registriert und heftig diskutiert; in Deutschland blieb ein Echo aus.3 Das 2016 herausgebrachte Handbuch Sprache in der Kunstkommunikation hat die Arbeit nicht einmal bibliografisch verzeichnet. (mehr …)

  • Kein Formbegriff in Sichtweite. Kann uns die Systemtheorie helfen?

    Mal schnell einen aufgeklärten Formbegriff sich zu holen, fällt mittlerweile so schwer, wie eine Telefonzelle in der Innenstadt zu finden. Es haben sich die Fächer, für die Form so lange Leitbegriff und Glaubensartikel war, von dieser Kategorie in den siebziger Jahren verabschiedet. In der Kunstgeschichte darf Max Imdahls »Ikonik« als der letzte Theorieansatz gelten, in dem Formanalyse eine Zentralstellung hat. Ging aber nicht die Kunst selbst dieser Entwicklung voraus? In der Bewegung des Informel zum Beispiel? Wo war Große Form noch das Ziel – nach dem Ausklingen des Abstrakten Expressionismus und spätestens nach den heroischen Setzungen der Minimal Art? Das Ungeformte fand man immer schon geformt vor und konnte, nein musste es mehr oder minder fertig abholen – wir denken an Pop Art, Appropriation und postmoderne Ansätze.

    (Der Essay ist im Juliheft 2019, Merkur # 842, erschienen.)

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  • Und immer siegt das Land. Stadtflucht, Landliebe, Landarbeit im deutschen Fernsehfilm, aber auch bei Goethe