Februarheft 1965, Merkur # 203

Byron in seinen Briefen

von Werner Helwig
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George Gordon Noel Byron, ein Lord von hoher Abkunft, hat zweifellos sein ungeheures poetisches »Vermögen« mehr als Leben verbraucht, denn zu Papier gebracht (und gemacht). Was er zu Papier brachte − langatmige Epen, der Romantik verpflichtet und von einer eher eleganten als tiefschürfenden Geistigkeit zeugend − kam, wiewohl von höchster Formstrenge, einer gewissen modischen Zügellosigkeit zugute. Der englische Genius schüttelte sein Gefieder und ließ Erscheinungen wie George Meredith und fast sogar Oscar Wilde vorausahnen.


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