• Die Erfindung der wissenschaftlichen Rassetheorien

    Im Jahr 1712 unterzeichnete der französische König Ludwig XIV. die lettres patentes, mit denen die Königliche Akademie der Wissenschaften, der Schönen Künste und der Literatur von Bordeaux offiziell gegründet wurde, eine Gelehrtengesellschaft zur Förderung der Forschung und öffentlichen Erbauung. Im Gegensatz zur eher konservativen Universität von Bordeaux, deren Hauptaufgabe es war, die künftigen Priester, Ärzte und Juristen des Landes im Einklang mit den Lehren der Heiligen Schrift auszubilden, war die Akademie ihrem Selbstverständnis nach »aufgeklärt«: Ihr Ziel war es, wissenschaftliche Wahrheit als Teil eines umfassenderen Programms voranzubringen, das darauf abzielte, »das Glück der Menschheit« zu befördern. (mehr …)