• Aufklärung und Kapitalismus (II)

    Kleinjogg baut reichlich Bohnen, Erbsen, Kohl und andere Küchengewächse an, nicht wegen der Vitamine, sondern weil er rechnet. Mit dem Gemüse nämlich kann er den Sommer über seine große Familie ernähren. Die Nachbarn dagegen essen ihr Getreide als Mehl, Grütze und Brot das Jahr über zu ihren Mahlzeiten auf, das heißt sie verzehren den Vorrat, »welcher ihnen das nöthige Geld zu den Unkosten, welche die Verbesserung erfodert, zuwegebringen sollte«.1 Die Marktwirtschaft ist auf dem Küchentisch der Selbstversorger angekommen und wird nicht aufhören, den Haushalt zu verändern, bis alle unsere modernen Haushalte nur noch von Warenbeziehungen erfüllt sind.

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  • Aufklärung und Kapitalismus

    Die Aufklärung hat mit Wirtschaft mehr zu tun, als man denkt. Gewiss, sie ermahnt zum Selbstdenken, aber ebenso dazu, das Zusammenleben der Menschen kritisch zu beobachten. Dabei entdeckt sie ganz neue Gegenstände. Die Gesellschaft, zum Beispiel, nun nicht mehr eine Summe von Haushalten oder von Korporationen, sondern ein Gefüge von Arbeitsverhältnissen. Und auch die Rahmung dieser Gesellschaft, nämlich im Wirtschaftsraum einer Nation. Was ihr dabei voranleuchtet, ist die Politische Ökonomie. (mehr …)