• Befreiungspsychologie. Frantz Fanon und der Glaube an Gewalt als Therapie

    Sie hatten es auf ihn abgesehen. Daraus sprachen Furcht und Anerkennung zugleich. Frantz Fanon war Psychiater, er kannte sich aus mit der Ambivalenz von Gefühlen. In die Schusslinie war er allerdings aufgrund seiner revolutionären Aktivitäten in Algerien geraten. Die Kette der Ereignisse, die das zur Folge hatte, setzte mit einem Vorfall im Mai 1959 ein: Fanon war unterwegs zu einem Stützpunkt von algerischen Aufständischen an der marokkanischen Grenze, als der Fahrer die Kontrolle über den Wagen verlor und Fanon aus dem Auto herausgeschleudert wurde, wobei er schwere Rückenverletzungen erlitt. Manche behaupteten, die Straße sei vermint gewesen; andere meinten, das Auto sei präpariert worden. (mehr …)