• Unter Strom. Ein Stationendrama

    Tag 1

    Für meine Archivreise nach Wolfenbüttel (etwa 500 Kilometer) hatte ich mir ein E-Auto der Firma Regiomobil gemietet, das den Einwohnern des Rhein-Hunsrück-Kreises zur Verfügung steht, um sie mit neuen Mobilitätsformen vertraut zu machen. Ganz unerfahren mit diesem E-Auto war ich übrigens nicht. Mitten im Winter war ich zweimal nach Mainz gefahren und hatte dabei meinen Wortschatz um das Wort »Reichweitenstress« erweitert. Ich hatte erfahren, dass die 148 Kilometer auf dem Display vor mir sehr rasch heruntergehen konnten. Auch ein sparsamer Fahrstil und das Einschalten des Eco-Modus trugen kaum zur Reichweitenverlängerung bei. Von Vorteil war, dass ich die Strecke kannte und somit nicht nur die Talfahrten maximal fürs Wiederaufladen während der Fahrt ausnutzen konnte, sondern auch wusste, wo notfalls Ladestationen zu finden waren. Außerdem gab es am Ziel eine Ladesäule, die damals noch ohne Ladekarte und App benutzt werden konnte. Mit dem Fahren war ich also einigermaßen vertraut, mit dem Laden wesentlich weniger – und das sollte sich rächen. (mehr …)