• Schwierige Gespräche nach den US-Wahlen

    Noch bevor die Präsidentschaftswahl entschieden war, wurden wir in den Vereinigten Staaten von Ratschlägen zum Umgang mit der extremen politischen Spaltung unseres Landes geradezu überschwemmt. Nachdem der Sieg von Joe Biden und Kamala Harris über Trump deutlich knapper ausgefallen ist, als nach den Umfragen zunächst zu erwarten gewesen war, ist guter Rat in dieser Sache teurer als je zuvor. Trump konnte mehr als 73 Millionen Stimmen für sich verbuchen: Es haben also 47 Prozent der Wähler für ihn gestimmt, wobei die höchste Wahlbeteiligung der amerikanischen Geschichte gemessen wurde. Ja, Trump ist abgestraft worden, eine zweite Amtszeit wurde ihm klar verweigert, und doch war die Ablehnung alles andere als einmütig. Er wird die Bühne verlassen, seine Anhänger hingegen werden das nicht tun. Wir leben, wir arbeiten zusammen mit ihnen, sie sind Kollegen, Nachbarn, Freunde – häufig genug auch Teil unserer Familien. Wie sollen wir mit ihnen umgehen? (mehr …)

  • Bombennacht Dresden

    Eine ältere Deutsche und ein junger amerikanischer Kriegsgefangener werden im Februar 1945 zu Augenzeugen der grauenvollen Luftangriffe auf Dresden. Von ihrIda Kästner, besitzen wir zahlreiche Postkarten und Briefe an ihren geliebten Sohn Erich; von ihm, Kurt Vonnegut, den Roman Slaughterhouse-Five, publiziert 1969 und schon wenige Monate später unter dem Titel Schlachthof 5 oder Der Kinderkreuzzug auch auf Deutsch erschienen. Das Buch löst kurzzeitig eine kontroverse Debatte aus, steigt anschließend rasch zum Klassiker der Antikriegsliteratur auf und gehört deshalb bis heute zum Lektürekanon an vielen Schulen und Universitäten in den USA wie in Deutschland. (mehr …)