Tatjana Noemi Tömmel im Merkur

3 Artikel von Tatjana Noemi Tömmel

Responsiver Universalismus

Über Liebe und Politik »Human Happiness does not seem to have been included in the design of creation. It is only we with our capacity to love that give meaning to the indifferent universe.«1 An diese Worte aus Woody Allens Tragikomödie Crimes and Misdemeanors musste ich denken, während ich Daniel Schreibers Liebe! Ein Aufruf las, ein Buch, das mit dem »dystopischen Lebensgefühl« des Autors beginnt und mit einem leidenschaftlichen Plädoyer für eine »Politik der Liebe« endet.2 Mir haben die Worte aus dem Film

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Der Tod der Anderen

»Vor meinem eignen Tod ist mir nicht bang,nur vor dem Tode derer, die mir nah sind.Wie soll ich leben, wenn sie nicht mehr da sind?« Mascha Kaléko, Memento Philosophieren als Sterbenlernen Dass die Philosophie ein Faible für den Tod hat, ist kein Geheimnis. Als Zenon fragte, wie er am besten leben könne, soll das Orakel von Delphi geantwortet haben: »Nimm die Farbe der Toten an.«1 Sokrates als Urbild des Philosophen beweist seine geistige Überlegenheit, indem er sein Todesurteil gelassen hinnimmt. Damit

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Generativität Über ein Desiderat in der Philosophie

»It is hard to speak precisely about mothering. Overwhelmed with greeting card sentiment, we have no realistic language in which to capture the ordinary /extraordinary pleasures and pains of maternal work.«1 Meine Arbeit an diesem Aufsatz wurde jäh unterbrochen, als die Pandemie mein Heimbüro um einen Privatkindergarten erweiterte. Die Lage von Eltern weltweit zeigte mir aber umso deutlicher, dass die von der Philosophie bisher kaum beachtete Frage, was Eltern eigentlich tun, aktuell ist. Denn einerseits

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