Der Newsletter der Kulturzeitschrift MERKUR erscheint einmal im Monat mit Informationen rund um das Heft, Gratis-Texten und Veranstaltungshinweisen.
Krumme Straße ist der gemeinsame Podcast der Zeitschrift Merkur und des Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen (KWI). Einmal im Monat sprechen wir mit Gästen aus Wissenschaft und Kultur, die Autorinnen und Autoren des Merkur oder Fellows des KWI sein können, aber nicht müssen. Manchmal interessiert uns ein Thema, manchmal die Person und ihr Schaffen, entsprechend unterschiedlich ist das Format des Gesprächs. Gastgeber sind in wechselnden Konstellationen Hanna Engelmeier für das KWI und Christian Demand und Ekkehard Knörer für den Merkur.
Julika Griem ist Direktorin des KWI, Anglistin und forscht zu Wissenschaftskommunikation. Heinrich Geiselberger ist Programmleiter der edition suhrkamp. Gemeinsam denken sie im Gespräch mit Hanna Engelmeier darüber nach, wie die Vermittlung geisteswissenschaftlicher Forschung gelingen kann und welche Rolle dafür die Arbeit von anspruchsvollen Publikumsverlagen heute noch spielt.
Anke Stelling hat für den Merkur ein Jahr lang eine Schlusskolumne in Ich-Form verfasst. Katja Kullmann hat in einem Essay geschildert, wie ihr Plan für einen Roman in Litauen mit Land und Leuten kollidierte. Hanna Engelmeier und Ekkehard Knörer sprechen mit den beiden Autorinnen über diese Texte und ihre Bücher, im Zentrum immer die Frage nach dem Zusammenhang von Leben und Schreiben, das Verhältnis von Fiktion, Autofiktion und eigener Biografie.
Die zweite Folge widmet sich dem Thema Aktualität, zu Gast ist Barbara Stollberg-Rilinger, Historikerin und Rektorin des Wissenschaftskollegs zu Berlin. Mit Hanna Engelmeier und Ekkehard Knörer spricht sie darüber, wie man die Fremdheit des Vergangenen respektieren und trotzdem aus der Geschichte lernen kann. Und darüber, wie das Wissenschaftskolleg als international geprägte Institution Gratwanderungen im Umgang mit aktuellen politischen Streitfragen wie etwa dem Israel-Gaza-Konflikt besteht.
Erben heißt weitergeben – aber was genau? Der Soziologe Andreas Reckwitz spricht mit Hanna Engelmeier und Christian Demand über die zunehmende Relevanz und Heftigkeit gesellschaftlicher Auseinandersetzungen zum materiellen, kulturellen und ökologischen Erbe – und darüber, weshalb selbst die Identitätskämpfe der Gegenwart als Erbstreitigkeiten begriffen werden sollten.
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