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In einer im Merkur erschienenen Rezension lobt Eva Geulen Steffen Martus’ Erzählte Welt. Eine Literaturgeschichte der Gegenwart, 1989 bis heute.1 »Die deutsche politische und soziale Geschichte seit 1989«, hebt sie hervor, »[wird] so erzählt, wie sie sich aus der Perspektive und in der Literatur darstellt.« Sie spricht von »schlagender Vollständigkeit« und postuliert, »wer jetzt doch einen Autor oder eine Autorin, einen Trend, eine Debatte oder ein umstrittenes Gegenwartsthema namhaft machen wollte, die in
Es geht wieder einmal um Foucault. Die zeitverzögerte Veröffentlichung seiner Schriften, vor allem Rechtsfragen geschuldet,1 stellt im Lager seiner Anhänger immer wieder zur Verhandlung, wer dieser Foucault denn nun eigentlich war. Die umfangreiche Sammlung von Texten und Interviews aus allen Lebensdekaden, Dits et Ecrits, erscheint 1994, dann werden von 1997 bis 2015 seine Vorlesungen aus den siebziger Jahren nachgereicht, 2008 wird Foucaults Dissertation von 1961 zur Anthropologie Kants veröffentlicht, 2018
Der DDR-Literatur-Bleibetest: Wie lesen Studierende in Österreich heute Ankunft im Alltag, Christa T. oder Der fremde Freund? Wie lese ich es, mehr als dreißig Jahre nach der ersten Lektüre und auf einem anderen Kontinent lebend, und was lässt sich dazu überhaupt sagen, in einer Vorlesung in Graz, im Sommersemester 2019? Gleicht dieser Gegenstand DDR-Literatur mittlerweile einem Gerät, dessen Gebrauchsweise vergessen ist? Mir wurde einmal ein metallisches, schweres, zangengroßes Ding in die Hand gegeben, das