Wen kümmert’s, wer nicht spricht?
»Wen kümmert’s, wer spricht?« Das Beckett-Zitat, mit dem Michel Foucault seinen Aufsatz Was ist ein Autor? beginnt, ist inzwischen ein wenig zum Klischee geworden, was aber vor allem auf die Erfolgsgeschichte der Frage verweist.1 Für Foucault war die Stoßrichtung damals klar: Die Frage, wer in einem Text wirklich spricht, verrät eine gewisse subjektzentrierte Naivität. Der Glaube an den Autor beruht auf einem essenzialistischen Humanismus, der selbst ein Konstrukt mit historischem Ablaufdatum darstellt.
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