• Synthetisches Symposium. Eine Tagung zu „Evolution in Menschenhand?“ in Berlin

    Die Synthetische Biologie hat manche Probleme, das gravierendste ist, dass kaum jemand weiß, was das eigentlich sein soll. Das gilt beispielsweise auch für den transzendentalen Idealismus. Der Unterschied ist allerdings, dass man im Fall des transzendentalen Idealismus etwa 200 Jahre Zeit hatte, sich an das allgemeine Unverständnis und Desinteresse zu gewöhnen. Außerdem ist unwahrscheinlich, dass die Leopoldina. Nationale Akademie der Wissenschaften dem Institut für Demoskopie Allensbach den Auftrag erteilt zu messen, wie groß genau Unverständnis und Desinteresse in der Bevölkerung ausfallen. Im Fall der Synthetischen Biologie, die "biologische Systeme wesentlich verändert und gegebenenfalls mit chemisch synthetisierten Komponenten zu neuen Einheiten kombiniert"[1], ist genau das passiert. Es stellte sich heraus, das 87 Prozent der 2356 Befragten "Synthetische Biologie" mit "Eingriffen in die Natur" verbinden, und 82 Prozent bei dem Begriff an "Risiko, Gefahr" dachten[2] – schlechtere Zustimmungswerte hat nur die Gentechnologie. Wenn man den Befragten erklärte, dass es sich bei dem Forschungsgebiet um eines handele, das dazu in der Lage sei, nachhaltige Treibstoffe zu erzeugen oder beispielsweise in der Krebsforschung zur Herstellung neuer Medikamente dienen könnte, stieg die positive Einstellung enorm. Auftritt der Schering Stiftung, hervorgegangen aus der Schering AG, die in der Bayer Pharma AG aufgegangen ist. Kerngeschäft von Bayer Pharma ist es unter anderem, im Bereich der Onkologie zu forschen und neue Medikamente für die Therapie zu entwickeln. (mehr …)
  • Noch einmal zum Relaunch

    Am Mittwoch, den 11. März nahm die Sendung "Lesart" die optische Runderneuerung des Merkur und der "Akzente" zum Anlass für ein Interview mit Merkur-Herausgeber Christian Demand und Clemens Setz, der gemeinsam mit Hanser-Chef Jo Lendle das erste neue Heft der "Akzente" konzipiert hat. Hier geht es zum Link des Beitrags im Onlinearchiv von Deutschlandradio Kultur.
  • Grundeinkommen statt Urheberrecht? Freiheit und soziale Absicherung im digitalen Zeitalter

    Hinweis: Ilja Braun diskutiert am 26.3. im Wikimedia-Salon mit Adrienne Goehler, Olaf Zimmermann und Michael Bohmeyer zum Thema "G=Grundeinkommen. Eine Antwort auf die digitale Krise des Urheberrechts?" Zum Thema seines Beitrags ist im Februar außerdem sein Buch Grundeinkommen statt Urheberrecht? Zum kreativen Schaffen in der digitalen Welt erschienen. *** Was wird jetzt eigentlich aus dem Urheberrecht? Die Debatte um seine Zukunft im Digitalzeitalter lebt derzeit wieder auf, weil sich auf europäischer Ebene einiges tut. Anfang des Jahres hat Julia Reda, die deutsche Abgeordnete der Piraten in Brüssel, ihren Bericht zum urheberrechtlichen Reformbedarf in der EU-Gesetzgebung vorgelegt. Ihr Credo: Eine angemessene Vergütung kreativer Leistung und mehr Freiheiten für Nutzerinnen und Nutzer müssen sich nicht ausschließen. Doch damit wird Reda nicht widerstandslos durchkommen. Es überrascht wenig, dass es inzwischen einen Gegenentwurf gibt, nämlich einen Initiativbericht aus der Feder des tschechischen Christdemokraten Pavel Svoboda: “Towards a renewed consensus on the enforcement of Intellectual Property Rights: An EU Action Plan”. Nicht nur der Titel lehnt sich an die Arbeit der letzten EU-Kommission an, die 2014 ihren „Aktionsplan für einen neuen Konsens über die Durchsetzung von Immaterialgüterrechten“ vorgelegt hatte. Das ist kein Zufall. Seit Jahren dreht sich die fruchtlose Diskussion um das Urheberrecht in der digitalen Welt um Rechtsdurchsetzung und Strafmaßnahmen statt darum, wie dafür gesorgt werden kann, dass Künstlerinnen und Künstler für ihre Arbeit eine angemessene Vergütung erhalten. Wie wäre es, wenn man versuchen würde, die Diskussion um das Urheberrecht im Digitalzeitalter mit jener über das bedingungslose Grundeinkommen zu verbinden? (mehr …)