• Hohe Kultur (7)

    Konservative und linksalternative Positionen Ausgangspunkt dieser Artikelserie war die Beobachtung, dass heutzutage kaum jemand mehr von ‚hoher Kultur‘ spricht, um sich selbst und Werke anderer in eine führende Position zu bringen. Die Abfolge der Artikel hat diese Diagnose bislang bestätigt: In zwei Beiträgen mit kulturpolitischem Akzent wurde von ‚hoher Kultur‘ und ‚Hochkultur‘ nur gesprochen, um gegen sie Stellung zu beziehen: zum einen im Namen der „populären Kultur“ (so im Beitrag von Stefan Krankenhagen), zum anderen im Namen eines „emanzipatorischen Kunst- und Kulturprogramms“ (so im Beitrag von Christina Dongowski). Dies ist umso bemerkenswerter, als diese beiden Beiträge vonseiten des „Merkur-Blog“ kamen, obwohl der „Merkur“ in den sieben Jahrzehnten seines Bestehens zwar einige Änderungen erlebt hat, aber bei seiner Themenwahl bislang zu keinem Zeitpunkt als Vorreiter einer ‚populären‘ oder ‚emanzipatorischen‘ Kultur aufgefallen ist. (mehr …)
  • Der Merkur – jetzt auch als App für unterwegs

    Es gibt Neuigkeiten: Für alle Freunde des digitalen Lesens ist der Merkur nun auch via App erhältlich. Mit der Merkur-App lassen sich die neusten Ausgaben (ab Januar 2017) downloaden und auf dem Smartphone, Tablet oder Kindle lesen. Die App ist kostenlos im Google Play Store, im App Store von Apple und auf Amazon erhältlich. Digitale Einzelhefte gibt es wie gewohnt zum Preis von 9,99 Euro. (mehr …)
  • Nassrasur: Antwort auf Hüsers „Dreitagebart“

    Man bekommt den Eindruck: Da hat sich was angestaut. Rembert Hüser, Professor für Medienwissenschaften an der Universität Frankfurt, muss sich schon einige Zeit über Kollegen aufgeregt haben, die überall in Deutschland lehren, aber unbedingt in Berlin leben wollen. Und dann liest er meinen Artikel über das akademische Pendeln, der im Januar 2016 in der ZEIT erschien.[2. Philipp Hübl, Ich denke, also fahr ich. In: Zeit, 16.01.2016.] Irgendwie hat der das Fass zum Überlaufen gebracht. (mehr …)
  • Sexismus an Hochschulen (7)

    Zwei weitere Texte in der Serie zu Sexismus an Schreibschulen, Hochschulen, im Literaturbetrieb. Sandra Gugic über Sexismus im Großen und im Kleinen und warum Feminismus eine Forderung nach Gleichheit sein muss. Von erschütternden Erfahrungen an Studiengängen für Dramaturgie und Theater berichtet Darja Stocker. (Hier zu Teil 1Teil 2Teil 3Teil 4Teil 5, Teil 6 des Dossiers) (mehr …)
  • Und was hat das mit Sexismus zu tun?

    Ich war 20 und wollte unbedingt auf eine Schreibschule. Damals studierte ich in Zürich Ethnologie. Unsere Professorin hieß Shalini Randeria und hatte gerade ein Buch veröffentlicht: „Jenseits des Eurozentrismus: Postkoloniale Perspektiven in den Geschichts- und Kulturwissenschaften.“ Etwa die Hälfte der Dozent_Innen und die Mehrzahl der Studierenden waren weiblich, davon definierte sich etwa derselbe Anteil als nicht-weiß. Wir lasen „Writing against Culture“ von Lila Abu Lughod und eine feministische Analyse der globalen Markwirtschaft von Saskia Sassen. Wer glaubte, eine Zukunft als „über allem stehender, neutraler Forscher“ in Angriff genommen zu haben wurde darauf hingewiesen, dass die Attitude des Abenteurers und Entdeckers in die Zeit der Kolonien gehöre. Wer heute Feldforschung betreibe, müsse folgende Kategorien in der eigenen Schreib-Perspektive transparent mitdenken:  das eigene Geschlecht, soziale und ethische Zugehörigkeiten sowie historische Hintergründe. (mehr …)
  • FuckAbilities

    I want a women’s revolution like a lover. // Robin Morgan, Monster, Poem 1972 Ich denke, es ist Zeit, daran zu erinnern: Die Vision des Feminismus ist nicht eine „weibliche Zukunft“. Es ist eine menschliche Zukunft. Ohne Rollenzwänge, ohne Macht- und Gewaltverhältnisse, ohne Männerbündelei und Weiblichkeitswahn. // Johanna Dohnal, Gastvortrag TU Wien, WIT Colloquium, 2004 This war won’t end in my lifetime. // Rebecca Solnit, Men Explain Things to Me, 2014 (mehr …)
  • Presseschau: Sexismus an Hochschulen

    Seit Anfang Juli entsteht im Blog das Dossier zum Thema Sexismus an Hochschulen, welches gemeinsam mit dem Merkur betreut, redigiert und herausgegeben wird von Alina Herbing und Lena Vöcklinghaus. Neben eigenen Beiträgen im Dossier haben sie mit anderen über ihre Arbeit daran geredet und eigene Artikel veröffentlicht. Auf dem Wepsert-Blog gibt es ein Interview mit Lena Vöcklinghaus unter anderem über ihre direkte Beteiligung als Redakteurin und darüber, dass es auch in diesem Dossier Grenzen des Sagbaren gibt. Und in der Süddeutschen Zeitung spricht Alina Herbing in einem Artikel die kleinen Dinge wie die sogenannte Scherzkommunikation an, in denen Sexismus zum Ausdruck kommt. Wie schon in ihrem Beitrag im Merkur-Blog geht es auch um die Bedeutung der nicht so kleinen Dinge wie Männergemeinschaften und Fakten in Form von Prozentzahlen. Das ist nur ein Ausschnitt aus der medialen Resonanz der Debatte. Im Folgenden findet sich eine Liste von Beiträgen (in der Reihenfolge ihres Erscheinens), in denen auf die Diskussion reagiert wurde. (mehr …)
  • „Was, wenn der Streit der Grund für unseren Fortschritt wäre?“

    Irritation und Innovation am Beispiel der TV-Serie The Big Bang Theory und Ludwik Flecks Entstehung und Entwicklung einer wissenschaftlichen Tatsache Eben schlug ich das Mitgliedermagazin meiner Hausbank auf. Das Titelthema lautet: "Gemeinschaftlich. Mehr Miteinander bitte!" Im Editorial heißt es: "Gemeinschaftsgefühl steht derzeit hoch im Kurs. Das ist erfreulich. Aber gleichzeitig geht es auch wieder des Öfteren um die Abgrenzung von anderen Menschen, Staaten und Kulturen. […] Was sind Gemeinschaften, aus denen etwas Positives für alle erwächst?" Innovation, Gemeinwesen, Inklusion, Vertrauen, Brücken über Kontinente, gemeinschaftliches Tun und soziale Prozesse sind weitere – eindeutig positiv besetzte – Schlüsselbegriffe des Textes. (mehr …)