• Richtigstellung

    Polemische Auseinandersetzungen wollen und sollen mit aller Schärfe geführt werden. Doch Kritik muss sich gerade dann, wenn man die Positionen des Gegenübers ablehnt, an das Gesagte und Geschriebene halten. Das gilt umso mehr für politisch heikles Terrain. Im Essay Für eine Politik der Geldpolitik im aktuellen Heft, Merkur 816, schrieb Danilo Scholz dem Soziologen Wolfgang Streeck fälschlicherweise eine Aussage zu, die der Staatsrechtler Dietrich Murswiek getätigt hat. Streeck behauptete in seinem FAZ-Artikel vom 3. Mai 2016 nicht, dass durch Merkels Flüchtlingspolitik „aus der nach Sprache, Kultur und Geschichte deutschen Mehrheitsbevölkerung eine multikulturelle Gesellschaft ohne einheitliche Sprache und Tradition“ wird.
  • Merkur-Gespräche 8: Sind die Museen überfordert? Vom Nutzen und Nachteil des Sammelns für das Leben

    Die öffentlichen Museen in Europa sind fast ausnahmslos aus Sammlungen hervorgegangen, zu denen zuvor nur ein beschränkter Personenkreis Zugang hatte. Im Museum konnten diese einem breiten Publikum permanent zugänglich gemacht werden. Noch immer bildet die eigene Sammlung den Lebensnerv der allermeisten Häuser. Allerdings haben sich die Gewichte im Lauf der Geschichte massiv verschoben. Seit dem musealen Gründungsboom des 19. Jahrhunderts, mit dem der Generalauftrag zur ständigen Erweiterung der bestehenden Sammlungen einherging, sind die Bestände stetig angewachsen, zugleich kamen (und kommen) immer wieder neue Sammlungsfelder hinzu. (mehr …)
  • Kooperation Pop und Merkur

    Anmerkungen und Leitfragen zum Kooperationsthema ‚hohe Kultur‘.

    Das Merkur-Blog – die Internetseite der Zeitschrift Merkur – und pop-zeitschrift.de – die Internetseite der Zeitschrift Pop. Kultur und Kritik – werden 2017 kooperieren. Als Thema der Artikelserie, die von Autor*innen der beiden Websites und Zeitschriften bestritten wird, haben wir ‚hohe Kultur‘ ausgesucht. Das Thema liegt insofern nahe, als es einerseits ein entscheidender Gegenbegriff zu ‚populärer Kultur‘ war (oder ist) und andererseits den Ort des Merkur, der im Untertitel „Deutsche Zeitschrift für europäisches Denken“ trägt (bzw. trug: seit Januar 2017 heißt es „Gegründet 1947 als…“), gut zu bezeichnen scheint. (mehr …)
  • Erneut: Eine Woche Zeit

    eine woche zeit siggen Sie wünschen sich EINE WOCHE ZEIT für freies Denken und Diskutieren? Die Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. stellt in Kooperation mit dem Merkur ihr Seminarzentrum Gut Siggen zur Verfügung. Das wunderschön an der Ostsee gelegene Ensemble aus Landschaftsgarten, modernem Tagungsgebäude und einem alten Gutshaus mit Bibliothek, Wohn- und Gesellschaftsräumen bietet Gruppen bis zu 24 Personen Raum für fokussiertes Arbeiten und einen offenen Gedankenaustausch. (mehr …)
  • Aufruf an alle Berlinerinnen und Berliner, die sich für den Merkur interessieren

    Der Merkur wird siebzig. Wir möchten das Jubiläum nutzen, uns Gedanken zu machen, wohin uns die nächsten siebzig Jahre führen. Deshalb ist heute Ihre Meinung gefragt. Wir möchten Sie, und zwar sowohl als Merkur-Leser/innen, Merkur-Blog-LeserInnen wie auch als Merkur-(noch)-nicht-Leser/innen, im Zeitraum vom 16.01. - 04.02. zu einem persönlichen Gespräch über den Merkur in die Redaktion in der Mommsenstraße oder an einen Ort Ihrer Wahl, gerne auf einen Kaffee, in Berlin einladen. „Wir“ heißt in dem Fall:  Das Team Intermezzo, eine Gruppe von UdK-StudentInnen, die ein Marketing-Konzept für den Merkur erstellen. Vereinbaren Sie einen Termin mit uns, per Mail (intermezzo.merkur@gmail.com) oder telefonisch (030-23935952), Sie bekommen im Gegenzug für Ihre Auskunftsbereitschaft ein Doppelheft des Merkur. Wir freuen uns, Sie kennenzulernen und Ihre Meinung zum Merkur zu hören. Ihre MERKUR-Redaktion (und Intermezzo)
  • Merkur im Januar

    First things first: Das Januarheft ist das erste des Jubiläumsjahrgangs: Der Merkur wird siebzig. Wann genau das erste Heft der zunächst alle zwei Monate erscheinenden Zeitschrift veröffentlicht wurde, ist wegen fehlender Monatsangabe nicht ganz klar - ein präzises Datum allerdings zeigt das Dokument, mit dem die französische Besatzungsbehörde Hans Paeschke die Lizenz erteilte, nämlich den 4. November 1946. (mehr …)
  • Merkur-Gespräche 7: Was wird Theater?

    Es wird mal wieder grundsätzlich über das Theater gestritten. Anlass sind die Intendantenwechsel an den Münchner Kammerspielen und an der Berliner Volksbühne. Die Frontverläufe sind nicht unbedingt dieselben: In München haben wichtige Schauspielerinnen des Ensembles gekündigt, es gibt Produktionen mit Gruppen der freien Szene, und eine konservative Kritik fürchtet den Untergang der Sprech- und Stadttheatertradition; in Berlin stehen im Kampf um die Zukunft der Volksbühne eher Avantgardetraditionen gegeneinander. Aus Sicht des alten Volksbühnenteams droht die Übernahme durch den neoliberalen Kunstkapitalismus. Aus Sicht von Chris Dercon zeigt sich darin Berliner Provinzialismus. Daher die Frage: Was ist und was wird Theater? Wie nah am Drama, wie frei, wie hybrid, wie offen für andere Künste? Es diskutieren in der siebten Folge der Merkur-Gespräche die ehemalige HAU-Kuratorin und Professorin für Angewandte Theaterwissenschaft und Produktionsdramaturgie Stefanie Wenner (HfBK Dresden), der Dramaturg und Kurator für Freies Theater und Musik  Christoph Gurk (Münchner Kammerspiele), die Leiterin Junges DT Birgit Lengers (Deutsches Theater, Berlin) und Thomas Oberender (Berliner Festspiele). Es kommentiert und moderiert die Theaterkritikerin Eva Behrendt (Theater heute). (mehr …)
  • Geistes Haltung. Erinnerungen an Hella Tiedemann

    Zusammengetragen von Christiane Frohmann Hella Tiedemann (1936–2016) studierte bei Theodor W. Adorno und promovierte 1969 bei Peter Szondi mit ihrem ›Versuch über das artistische Gedicht. Baudelaire, Mallarmé, George‹ (erschienen 1971). 1982 habilitierte sie sich mit der Schrift ›Verwaltete Tradition. Die Kritik Charles Péguys‹ (erschienen 1986) an der Freien Universität für das Fach Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft. Seitdem lehrte sie am Peter Szondi-Institut, seit 1991 als außerplanmäßige Professorin. Im Jahr 2001 beendete sie ihre Lehrtätigkeit. Sie war Herausgeberin Walter Benjamins, u. a. des dritten Bandes der Gesammelten Schriften, Kritiken und Rezensionen sowie der Benjaminschen Übersetzung von Marcel Prousts ›Guermantes. Im Schatten der jungen Mädchen‹, erschienen als Supplement 2 der Gesammelten Schriften. (mehr …)
  • Hinweis auf die Tagung „Konzepte wissenschaftlichen Publizierens im digitalen Zeitalter“ vom 10.-16. Oktober 2016

    Kurzer Hinweis auf Merkur-Dinge abseits des täglichen Geschehens:

    Vom 10. - 16. Oktober 2016 findet im Seminarzentrum Gut Siggen eine Tagung zum Thema "Konzepte wissenschaftlichen Publizierens im digitalen Zeitalter" statt, organisiert von Klaus Mickus (content-press), Dr. Constanze Baum (Leitende Redakteurin der Zeitschrift für Digitale Geisteswissenschaften) und Dr. Thomas Ernst (Universität Duisburg-Essen) in Kooperation mit der Alfred Toepfer Stiftung und dem Merkur(mehr …)

  • Merkur-Gespräche 6: Die Arbeit der Verlage

    Was ist der Beitrag der Verlage zum Zustandekommen von Texten und Büchern? Diese Frage wurde nach dem VG-Wort-Urteil des BGH kontrovers diskutiert, das die seit Jahrzehnten geübte Praxis der Beteiligung der Verlage an der Ausschüttung an die Urheber kippte. Der Protest insbesondere bei Vertretern der Publikumsverlage war groß. Anders gelagert ist die Problematik bei Wissenschaftsverlagen. Geisteswissenschaftliche Autoren beklagen seit längerem mangelnde Unterstützung. In der Medizin und den Naturwissenschaften nutzen Verlage wie Elsevier oder Wiley ihre Marktdominanz und erzielen damit enorme Renditen. Im Merkur-Gespräch „Die Arbeit der Verlage“ diskutieren die Verlegerin Christiane Frohmann (Frohmann Verlag), die Literaturagentin und Ex-Verlegerin Elisabeth Ruge (Berlin Verlag, Hanser Berlin), der Experte für Verlagsmanagement Alexander Grossmann (HTWK Leipzig) und der Open-Access-Experte Klaus Mickus (content-press). Es kommentiert und moderiert Julika Griem, Professorin für Anglistik an der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Das sechste Merkur-Gespräch wird in Kooperation mit dem Promotionskolleg "Schreibszene Frankfurt" der Goethe-Universität Frankfurt am Main organisiert. (mehr …)