• Is There Double Life on Mars? Zu Derek Parfit

    Objektive Wahrheiten im Bereich der Moral sind passé, sind schon immer Scheinprobleme oder schlicht Unsinn gewesen. So viel lässt sich zumindest bei den Vertretern des logischen Positivismus Wiener Machart nachlesen. Im restmetaphysischen Sumpf der (kontinentalen) Philosophie ließen sich, so glaubten sie, keine stabilen Gebäude nach dem Vorbild der exakten Wissenschaften bauen. Und das scheint ja auch evident: Das Projekt, die Wahrheit moralischer Urteile nach derselben experimentellen Methode wie unsere Vermutungen etwa bezüglich der relativen Dichte von Bruyereholz oder des Salzgehaltes von Worcestershiresauce verifizieren zu wollen, ist auf den ersten Blick zum Scheitern verurteilt. Wenn die Welt alles ist, was der Fall ist, dann muss die Moral draußen bleiben. Wie unvollständig dieses Bild ist, erkannte nicht zuletzt der frühe Wittgenstein – Gallionsfigur wider Willen eben jenes Positivismus –, ließ es aber dennoch beim Tractatus als erstem Teil des zweiteiligen Werkes bewenden, bei dem es nach eigener Angabe auf die zweite Hälfte doch erst wirklich angekommen wäre. (mehr …)
  • Fotokarton

  • Trotzdem: Aufklärung

  • Die Verstocktheit der Ungläubigen

  • Das Schweigen der Männer in Bogotá

  • Catel und Heintzen. Ein Lehrer und sein Schüler

  • Ökonomie des Notbehelfs

  • Wie ist es eigentlich gewesen? Zwei Gesamtdarstellungen zur NS-Geschichte, die unterschiedlicher nicht sein könnten

  • Talkshowrhetoriken. Medienkritik und „besorgte Bürger“ vor Pegida. Medienkolumne

  • Kritik und Apologie des Theaters. Philosophiekolumne

    Wozu gibt es das Theater? Was rechtfertigt seine Existenz? Für keine andere der Künste wird diese Frage noch so oft und hartnäckig gestellt wie für das Theater. Die Renaissance dachte das Verhältnis der Künste als einen Wettstreit, in dem jede ihre Überlegenheit gegenüber den anderen zu erweisen versuchte. Dieser Wettstreit war allerdings beschränkt auf wenige Künste – vor allem die Bildenden: die Gattungen der Malerei, die Skulptur, das Relief; und schräg dazu die Dichtung –, die einen Begriff des Werkes teilten.