• Doppelbelichtungen

  • Künstliche Assimilation. Nationaler Kulturschutz?

  • Die unsichtbare Tradition. Wo war die schwule Literatur Nachkriegsdeutschlands?

  • Ökonomiekolumne. Technologische Arbeitslosigkeit

  • Klangkolumne. Resonanz

  • »… grammatickt mamal aus …« Notizen zu Poesie und Mutterschaft anlässlich der Übersetzung Joanna Muellers

  • Der Prozess. Die Supertanker von Philadelphia

  • Parlamentarischer Imperialismus. Eine Geschichte vom Brexit

  • Euro Trash

    Euro Trash

    Allerhöchste Zeit ist es, auf ein Buch hinzuweisen: Euro Trash. Es ist bei Merve erschienen, herausgegeben von Svenja Bromberg, Birthe Mühlhoff (auch: Cover-Illustration) und Danilo Scholz. Gewisse Merkur-Affinitäten von Teilen des Herausgeberteams sind nicht zu leugnen. Es ist ganz unabhängig davon ein großartiges Buch, das Texte zu Europa versammelt: teils erstmals in deutscher Sprache zugängliche, teils ganz neue Essays, Aufsätze, Interventionen, Gespräche. Aus dem Klappentext: "Die hier versammelten Beiträge bilden keine thematische Einheitsfront für oder gegen die EU. Wenn man über Europa spricht, geht es um Lampedusa, Migration und die europäischen Grenzen genauso wie um die Frage, wer den Haushalt macht. Roboter noch nicht. Es geht um Steuerpolitik, Schulden, die Korruption in Bosnien und Herzegowina, die Revolution in der Ukraine und den Schrott im Weltall. Es geht um eine andere Geschichte der Gemeinschaftswährung und Ideen für ein Leben jenseits des Nationalstaats." Das stimmt. Schon der erste Text, eie frühes Europa-Memorandum von Alexandre Kojève, ist eine veritable Entdeckung. Michel Houellebecq erklärt sich politisch. Vertreten sind neben vielen anderen Alain Badiou, Etienne Balibar, Slavoj Zizek, Paul B. Preciado. Mein Lieblingstext im Buch ist das lange und sehr offene Gespräch mit Toni Negri. Schon schwerer erträglich (wie immer, für mich): Bernard Stiegler. Trotzdem: Die Lektüre von Euro Trash lohnt sich von vorne bis hinten. Zum Buch gehört auch ein exklusiver DJ-Mix von Carlos Souffront. Den gibt es hier.
  • Verhasste, geliebte Technokratie

    Widerstand und Bürgerlichkeit im post-Flüchtlingskrisen-Deutschland: Die Aktion „Flüchtlinge fressen“ des Zentrums für Politische Schönheit Im frühsommerlichen Berlin-Mitte hat jüngst das Aktionskunst-Kollektiv „Zentrum für Politische Schönheit“ (ZPS) ein Gesellschaftsstück mit dem Titel „Flüchtlinge fressen“ zur Aufführung gebracht, das für viele Uneingeweihte eine Rolle vorgesehen hatte. Über knapp zwei Wochen hinweg trotteten vier Tiger in einer eigens am Maxim-Gorki-Theater errichteten Arena umher; Schaulustige kamen zusammen, vor allem auch, weil die syrische Schauspielerin May Skaf angekündigt hatte, sich von diesen Tigern fressen zu lassen, falls die Bundesregierung nicht einem vom ZPS gecharterten Flugzeug, das mehr als 100 asylberechtigte Kriegsflüchtlinge sicher von der Türkei nach Deutschland bringen sollte, die Einreise erlaubte. (mehr …)