• Verhasste, geliebte Technokratie

    Widerstand und Bürgerlichkeit im post-Flüchtlingskrisen-Deutschland: Die Aktion „Flüchtlinge fressen“ des Zentrums für Politische Schönheit Im frühsommerlichen Berlin-Mitte hat jüngst das Aktionskunst-Kollektiv „Zentrum für Politische Schönheit“ (ZPS) ein Gesellschaftsstück mit dem Titel „Flüchtlinge fressen“ zur Aufführung gebracht, das für viele Uneingeweihte eine Rolle vorgesehen hatte. Über knapp zwei Wochen hinweg trotteten vier Tiger in einer eigens am Maxim-Gorki-Theater errichteten Arena umher; Schaulustige kamen zusammen, vor allem auch, weil die syrische Schauspielerin May Skaf angekündigt hatte, sich von diesen Tigern fressen zu lassen, falls die Bundesregierung nicht einem vom ZPS gecharterten Flugzeug, das mehr als 100 asylberechtigte Kriegsflüchtlinge sicher von der Türkei nach Deutschland bringen sollte, die Einreise erlaubte. (mehr …)