Septemberheft

Der Merkur im SeptemberDas Septemberheft ist erschienen: Martin Sabrow betrachtet das Thema Authentizität aus Historikerperspektive. Michael Rutschky konzentriert sich auf die Musealisierung weniger ferner Berliner Vergangenheiten, von der Bruno-Taut-Siedlung in Britz bis zur East Side Gallery an der Spree. McKenzie Wark erklärt Franco Moretti, und Georg Stanitzek folgt einer Anekdote von Carl von Linné bis zu Thomas Kapielski.

Rudolf Stichweh beschäftigt sich in seiner ersten Kolumne mit dem Glück, Christian Demand mit dem Glatten ( hier abrufbar). Eva Geulens Text über die erste Derrida-Biografie ist ebenfalls frei zugänglich.

Gedruckte Hefte können hier erworben werden, ebooks zum Beispiel bei Amazon.

Zum Heft außerdem das Feuilletonpressegespräch mit Ekkehard Knörer im Deutschlandradio:


1 Kommentare

  1. Reiner Girstl sagt:

    Das eine Problem was sich hier zeigt in der Diskussion, ist das Festhalten an der Deutschen Staatsidee. In keiner Weise darf die Idee verfolgt werden, dass vieles in Deutschland dem Scheitern der Revolution von 1848 geschuldet ist. Ein Republikanismus der sozusagen ein neues Deutsches Staatswesen als Republik begründet fehlt in Deutschland. Deswegen muß man in Deutschland sich in die Tradition des römischen Reiches stellen und danach eben in die Verfassungsgeschichte von 1866 / 1871 und dem Fortbestehen des preußisch / deutschen Staates. Das kann man tun. Das ändert nichts daran, dass dieser Staat in der Zeit von 1933 bis 1945 in der Hand einer Clique von Gewaltverbrechern war, die viele andere zu Mittätern und Mitläufern gemacht hat.

    Dass die andere Hälfte des Staates ab 1949 sozusagen von Anhängern des Leninismus getragen worden und gegründet worden ist, ist eine Tatsache, was diese auf jeden Fallen nicht waren, ist das sie Mittäter und Profiteure der oben genannten Clique waren, sie waren Opfer, Widerstandskämpfer und verfolgte dieser Clique.

    Das der Leninismus in Teilen eine mörderische, Gewaltdiktatur, des Idealismus einer abgespaltenen, bürgerlichen Subelite war, wird durch die vorgenannte Ausführung nicht in Frage gestellt. Es ist einfach vollkommen sinnlos weiter über das Zeitalter der Extreme zu streiten.
    Man kann Malaparte lesen, man kann Semprun lesen, dann hat man von dieser Zeit einfach genug.

    Als Süddeutscher, kann ich mit der Diskussion über das Stadtschloss nichts anfangen. Wer im Schatten des gelungensten Barockbaus Deutschlands aufgewachsen ist, fragt sich was das für ein hässlicher Klotz ist und warum man diese Hässlichkeit, vor allem mit der Kuppel aus dem 19. Jahrhundert wieder aufbauen muss. Alles was man an diesem Schlossreplikat sehen kann, ist die Armut aus der heraus, Preußen seine Vormachtstellung begründet hat.
    In Sachsen konnten Sie prächtiger bauen und in Süddeutschland gleich ganz anders, man hat weder ein Haus zum Falken in Berlin und wie gesagt, auch das Schloss ist weit weg vom Schloss in der Stadt mit dem Falkenhaus.

    Was wünsche ich mir in Berlins Mitte, ein Haus das ein demokratisches Verständnis für die Zukunft festschreibt.

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