Merkur – Toepfer-Stiftung: Eine Woche Zeit

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Eine Woche Zeit

Die Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. und die Zeitschrift MERKUR ermöglichen „Eine Woche Zeit“ zum Nachdenken, Neudenken und Diskutieren in konzentrierter Atmosphäre im Seminarzentrum Gut Siggen an der Ostsee.

Weshalb „Eine Woche Zeit“?

In Zeiten dynamischer Entwicklungen kommen strategische Gespräche und kreative Gedanken oft zu kurz. Verschiedenste Akteure zusammenzuführen und einen offenen und zugleich zielführenden Austausch zu organisieren ist eine Herausforderung. Die Toepfer Stiftung und MERKUR möchten deshalb Raum geben für Reflexionen und Diskussionen, für die im Tagesgeschäft keine Zeit bleibt. Das Format „Eine Woche Zeit“ bietet die Möglichkeit für Tagungen, die sich von konventionellen Konferenzen abheben.

Wie funktioniert Eine Woche Zeit?

Drei Gruppen mit maximal 24 Teilnehmern erhalten die Gelegenheit, auf Gut Siggen in Ostholstein ihre selbst konzipierte Tagung abzuhalten, die sich auszeichnet durch thematische Relevanz, ein außergewöhnliches Format oder durch die Zusammensetzung ihrer Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Die Toepfer Stiftung übernimmt die Kosten für Unterbringung, Verpflegung und Tagungslogistik. Für die Reisekosten kommen die Gäste selbst auf.

gut siggenGut Siggen (Foto: Toepfer-Stiftung)

Wer kann sich bewerben für „Eine Woche Zeit“? Bewerben können sich Personen und Institutionen, die sich mit Fragestellungen von gesellschaftlicher Relevanz an den Schnittstellen von Kultur, Philosophie, Politik und Wissenschaft befassen. Eine Jury aus Vertretern von Toepfer Stiftung und MERKUR wird aus den Bewerbungen die Auswahl der Tagungsprojekte vornehmen. Auswahlkriterien sind: zukunftsorientierte Ausrichtung, durchdachte Fragestellung sowie begründete, über Institutionen und Disziplinen hinausweisende Relevanz.

Ausführliche Informationen zur Bewerbung und den Tagungszeiten unter: http://toepfer-stiftung.de/eine-woche-zeit/


4 Kommentare

  1. Alexander Becker sagt:

    Verehrte Merkur-Redaktion,

    so erfreulich es ist, daß Sie Geld für die Förderung des Nachdenkens bereitstellen, das Versprechen, eine Woche Zeit zu verschenken (so die Formulierung Ihrer twitter-Meldung), scheint mir, ehrlich gesagt, ein Etikettenschwindel zu sein. Denn erstens muß jemand eine Woche Zeit investieren, um sich ein Programm auszudenken, Teilnehmer zusammenzutrommeln, und einen Antrag zu schreiben, aus dem hervorgeht, wie originell, zukunftsweisend, strategisch und überhaupt relevant die geplante Tagung sein wird. (Sollte besagter Jemand einigermaßen rechnen können, wird er übrigens leicht feststellen können, daß dies ein Spiel ist, bei dem sie oder er nur verlieren kann: kommt die Zusage, ist nichts an Zeit gewonnen; kommt die Zusage nicht, ist die mit dem Antragschreiben verbrachte Woche verloren). Und zweitens ist eine Tagung, die unter der Vorgabe steht, originell, strategisch, kreativ und relevant zu sein, eine genauso durch ein Ziel verplante Zeit wie die meiste Zeit, die wir im Leben verbringen. Nein, Zeit zu schenken hieße Zeit zu schenken, die nicht unter der Vorgabe von Zielen und dem Druck von Ergebnissen steht. Geschenkte Zeit wäre eine, die niemanden nichts beweisen muß; die einfach nur da sein darf, nicht zukunftweisend, sondern ganz bei sich, in der Gegenwart. Daß Geschenke solcher Art nicht operationalisierbar sind, ist mir durchaus bewußt. In unserer Konkurrenzgesellschaft gibt es nichts ohne Antrag, Wettbewerb und Auswahl. Umso mehr sollte man aber vielleicht darauf achten, daß die Idee, daß es auch anders sein könnte, nicht durch die wahllose Verwendung von Worten auch noch zum Verschwinden gebracht wird.

    Mit freundlichem Gruß.

  2. Ekkehard Knörer sagt:

    Na, da findet man mal eine kurze knackige Werbeformel – und dann das. Ehrlich gesagt klingt das, was Sie sich wünschen, für mich schlicht nach etwas, das ich als „Urlaub“ kenne. Wogegen ich nichts habe, aber ich fürchte doch, dass die Toepfer Stiftung Probleme hätte, das mit den Klauseln ihres Stiftungszwecks zu vereinbaren.

  3. Max Erl sagt:

    Also, dass die Merkur-Readaktion dabei mitmacht, solche überflüssigen PR-Floskeln zu Events der bürgerlichen Wertvorstellung aufzublähen, hätte ich nicht gedacht. Ich dachte, man sei hier unbestechlicher.

  4. Ekkehard Knörer sagt:

    Lieber Herr Erl, welche Form von Bestechlichkeit wünschen Sie da denn zu unterstellen? Wir verdienen daran nichts, finden aber, dass das ein erfreuliches und großzügiges Angebot ist. Dass wir das alles nicht unbedingt so formuliert hätten: Geschenkt. Es spricht aber nichts gegen die Bewerbung mit einem Workshop „Antragsprosa: Besser gemacht“ oder „Floskelvermeidung in werbender Sprache“. Da die Redaktion an der Auswahl beteiligt ist, können Sie glauben: Mit Floskeln kommen Sie sicher nicht durch. Um Events geht es im übrigen auch nicht, sondern um genau das, was drauf steht: Eine Woche Zeit, von der Toepfer-Stiftung in hinreißender Umgebung mit Kost und Logis finanziert.

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