Februarheft

Wir drucken keine Laudationes, und Dankreden auch nicht. Es sei denn, sie sind so großartig wie Navid Kermanis Rede, die er zu Verleihung des Joseph-Breitbach-Preises hielt. Zumal er darin ganz anderes tut, als einfach zu danken. Vielmehr handelt es sich um eine Art Fortsetzung des Totenbuch-Motivs seines großen Romans Dein Name, für den er die Auszeichnung in erster Linie erhielt: In fünf Nachrufen porträtiert er ihm wichtige Menschen, die seit Vollendung des Buches verstarben, von Heinz Ludwig Arnold über den ehemaligen Rektor seiner Schule bis zu Frank Schirrmacher, der Kermani erst förderte und dann mit Verachtung strafte.

Auch nicht alltäglich: ein Gedicht, noch dazu ein von Ror Wolf und Gerhard Henschel gemeinsam im Email-Pingpong verfasstes. Außerdem ein Essay über das Hören, das Zuhören und die Möblierung des Raums mit Musik von Thomas Steinfeld. Ebenfalls musikalisch: Andreas Dorschel, der die Ästhetik und insbesondere die erfolgreiche Wiederbelebung des Fado in jüngerer Zeit erklärt. Kritische Anmerkungen zum Selbstverständnis des Journalismus am Beispiel des Spiegel (genauer: eines Gesprächs mit Renate und Klaus Harpprecht) hat Matthias Dell in seiner Medienkolumne.

Gratis online, wie schon vermeldet, Alban Werners vergleichende Analyse von Grünen und AfD – sowie Ute Sacksofskys Rechtskolumne zum Thema Glaubensfreiheit. Ergänzend dazu im Blog: ihre Antworten auf drei Nachfragen von unserer Seite.

Hier die Übersicht mit Zitaten aus allen Texten sowie diversen digitalen und Print-Kaufmöglichkeiten.


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