Merkur-Gespräche 5: Wohnen in der Stadt

Über Jahrzehnte galt als ausgemacht, dass gut geplante Städte aus funktional getrennten Sphären zu bestehen hätten: Für Wohnen, Arbeit und Konsum waren deshalb unterschiedliche Standorte vorgesehen, und die zentrale städtebauliche Herausforderung lag darin, diese Standorte verkehrstechnisch zu vernetzen. Dieses urbanistische Paradigma, das den Wohn- und Siedlungsbau an die Peripherie verschob, gilt allgemein als überholt. Seit gut zehn Jahren sind die Innenstädte vieler deutscher Metropolen zunehmend wieder als Wohnraum gefragt, zugleich steigen die Einwohnerzahlen in Berlin, München, Frankfurt a.M. oder auch Stuttgart weit über das Maß hinaus, das der bestehende Wohnungsmarkt aufnehmen kann.

Welche Erwartungen verbinden wir mit zentrumsnahmem Wohnraum? Wie kann der Bedarf danach gedeckt werden? Welche Bedürfnisse und Interessen treffen in dieser Frage aufeinander? Warum sind die urbanen Qualitäten von zeitgenössischen Stadterweiterungsgebieten so gering? Wie können öffentliches und privates Leben in der Stadt zueinander in Beziehung gesetzt werden? Wie realitätsnah sind urbanistische Planungen und welche Spielräume hat Architektur angesichts politischer und rechtlicher Vorgaben? Wie kann städtischer Wohnbau finanziert werden und wie verhindert man, dass zentrale Großstadtlagen ausschließlich zu Luxusquartieren werden?

Über diese Fragen diskutieren in der 5. Folge der Merkur-Gespräche Silvia Carpaneto, Christian von Oppen, Matthias Sauerbruch und Sophie Wolfrum. Es moderiert Christian Demand, Herausgeber des Merkur.

Die Veranstaltung findet statt am Samstag, den 2. Juli 2016 im silent green Kulturquartier, Gerichtstr. 35, 13347 Berlin-Wedding. Beginn ist 19 Uhr, der Eintritt ist frei. Wir bitten um Anmeldung unter redaktion@merkur-zeitschrift.de.

TeilnehmerInnen

  • Silvia Carpaneto ist Architektin und Mitgründerin des Büros carpaneto.schöningh architekten.
  • Christian von Oppen ist Architekt und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Center for Metropolitan Studies der TU Berlin.
  • Matthias Sauerbruch ist Architekt und Mitgründer des Architekturbüros Sauerbruch & Hutton.
  • Sophie Wolfrum ist Professorin für Städtebau und Regionalplanung an der TU München und Co-Autorin von Architektur der Stadt, Stuttgart 2016.

Programm

19:00 Begrüßung durch Christian Demand und Ekkehard Knörer vom Merkur
19:15  Matthias Sauerbruch zum Quartier Lehrter Straße in Berlin
19:45  Silvia Carpaneto zur Bau- und Wohngenossenschaft Spreefeld Berlin
20:15  Kurze Pause
20:30  Diskussion mit Silvia Carpaneto, Christian Demand, Christian von Oppen, Matthias Sauerbruch und Sophie Wolfrum
21:00  Verabschiedung durch Christian Demand und Ekkehard Knörer vom Merkur

Anfahrt zum silent green Kulturquartier

  • S 45 / Ringbahn Haltestelle Wedding
  • U6 Haltestelle Wedding und Leopoldplatz
  • Bus 247 und M27 Haltestelle Nettelbeckplatz/S-Wedding
  • Bus 120 Haltestelle Gerichtstraße

Die Merkur-Gespräche werden finanziell unterstützt von der Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. und der Gerda Henkel Stiftung.

 


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