Albrecht Buschmann zu Hannelore Schlaffers Jauß-Essay

„Hannelore Schlaffers Erinnerung an Jauß ist also auf lehrreiche Weise wahr und verkehrt, erhellend und verstellend, nicht nur im Hinblick auf die Figur des Wissenschaftlers, sondern auch auf die Frage, wie Wissenschaft funktioniert und was die heutige Bundesrepublik ausmacht.“ Schreibt Albrecht Buschmann im Tagesspiegel – in einer ausführlichen Auseinandersetzung mit dem Fall Hans Robert Jauß. Schlaffers „Kleine Apologie“ ist im Juniheft erschienen – und hier (für zwei Euro) auch als PDF lesbar.


1 Kommentare

  1. Laubeiter sagt:

    Schlaffers Essay endet mit der Idee, Jauß hätte, wenn er denn seine Geschichte als Soldat zu Lebzeiten erläutert hätte, denen, die ihn jetzt, heute, nach seinem Tod, selbstgerecht kritisieren, eine eigene Position entgegensetzen können. Fühlt sich Schlaffer durch die Kritik an Jauss selbst verletzt?
    Mal abgesehen von der Frage, ob Jauß einen Vorschlag, sich zu äußern, erwogen hätte, verstehe ich nicht, wieso die Kritik an ihm heute selbstgerecht sein soll. Buschmanns Artikel finde ich nicht selbstgerecht. Was möchte Schlaffer? Dass die Macht, die Person Jauss zu definieren, auch nach Jauss Tod weiter allein bei Jauss liegen möge, nachdem es ihm schon zu Lebzeiten gelungen ist, sie nicht aus der Hand zu geben?

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