Das Schweigen der Rose. Ein Jahr mit den Goncourts (IV)

 

Im neunzehnten Jahrhundert lebend, in einer Zeit des allgemeinen Wahlrechts, der Demokratie, des Liberalismus, haben wir uns gefragt, ob die, die man die »unteren Klassen« nennt, nicht ein Anrecht auf Darstellung im Roman haben, ob die unter der „Gesellschaft“ stehende Schicht, das Volk, noch weiter dem Druck des literarischen Interdikts und der Mißachtung durch die Schriftsteller unterworfen sein sollen, die bisher Seele und Herz dieser Menschen mit Schweigen übergangen haben.Edmond und Jules de Goncourt, Germinie Lacerteux,
Ü: Curt Noch, Fkft./M. 1987, S. 9

Am 16. August des Jahres 1862 stirbt Malingre Rosalie (genannt: Rose), Dienstmädchen und Amme der beiden Brüder. Noch einen halben Monat zuvor, am 31. Juli, harrten die Brüder des endgültigen Urteils ihres Mediziners: „Ich erwarte diesen schrecklichen Klingelton, wie jenen der Geschworenen, die zur Sitzung zurückkehren.“ Das Urteil wird im nächsten Absatz und Satz gefällt: „Alles ist zu Ende.“

Der Verfall wird von nun an protokolliert. Zum einen in anatomischen Begriffen und medizinischen Maßnahmen: „Eine Lunge ist dahin, die andere geht dahin“, „Alle Knochen stechen hervor“, vor allem an „diesem Rücken, wo die Wirbelsäule eine Reihe aus Nüssen zu sein scheint, die sich durch einen Sack bohren“; trotz allen Schröpfens („unsere Hände zittern, wenn wir das entzündete Papier ins Glas werfen“ hat sich schließlich noch „eine Bauchfellentzündung zur schrecklichen Brustkrankheit gesellt“. Zum anderen protokollieren die Brüder ihre eigene, verwirrte Empfindungslage, da sie ihrer siechen Amme doch eine Stütze sein wollen. Wie brave Söhne ihrer Mutter: „Und man muss zur Kranken zurückkehren, ihr mit seinem Lächeln Heiterkeit auftischen“ Getrieben von Todesangst und Liebesmangel hetzen sie durch die Straßen, „Die Ungeduld ergreift uns […] wir gehen auf gut Glück durch Paris“, sie durchstreifen nun die Stadt wie ein Jahrhundert später Paul Nizon: die Drift des desillusionierten, süchtigen Literaten. In den folgenden Tagen flüchten die Brüder immer wieder auf die Straßen, um dem Todeskampf dieser geliebten Frau zu entfliehen, die ihnen 25 Jahre gedient hatte (erst im Haus ihrer Eltern, ab 1850, nach dem Tod der Mutter 1848, im eigenen Appartement in der Rue Saint-Georges Nummer 43): „Wir treiben, irren umher in all dieser Zeit, unter dem Eindruck einer Betäubung und einem Stumpfsinn, von Abscheu gegen alles erfaßt“. Sie meinen, „von der Bewegung auf den Straßen nur das Gehen der Beine von Passanten und das Drehen von Rädern wahr[zu]nehmen.“

In einem Café endet der Eintrag dieses Urteilstages mit dem Omen eines Illustriertenrätsels: „unsere Augen fallen auf das Lösungswort des letzten Rätsels: Gegen den Tod gibt es keinen Einspruch!“ „Alles hat für uns ein düsteres Aussehen.“ (Zitate: Band III, S. 334-336). Nur zehn Tage vor diesem Urteil war Roses Husten etwas stärker geworden — doch schon gut zwei Monate zuvor schrieben die Brüder, etwas ominös, vom Leiden ihres Hausmädchens. Ein Leiden, das sich schon damals ein gutes halbes Jahr hinschleppte und das Jules und Edmond dennoch durch wohlfeiles Raisonnement übers Allgemeinmenschliche, Allgemeinproletarische, Allgemeinweibliche von sich zu distanzieren wussten. Erstaunt erzählen sie von den Qualen ihrer Amme, als wäre diese ein verwundetes Insekt. Fast könnte es scheinen, es berührte sie nur intellektuell:

Als ich mein altes Hausmädchen sehe, wie sie ihr Leiden vergewaltigt, um zu arbeiten, um trotz des Fiebers, der Schwäche, der Qualen aufzubleiben, seit sechs Monaten kein Fleisch zu essen, stets weiterzumachen, über alles mit unvorstellbaren Reserven an nervlichem Mut zu triumphieren, staune ich, daß die Frauen sterben. Mir scheint, sie müssen dafür darauf verzichten zu leben (Bd. III, S. 302; Hervorhebung HS/DS)

Dann, am 20. Juli, erschallt der Warnton eines nächtlichen Hustenanfalls: „Das hallt mir in der Magenhöhle wieder, läßt mir ein wenig unterhalb, gleichsam durch die Eingeweide ein Gefühl von Hitze streichen, hält mich wie unter dem Eindruck einer Gefühlsregung“. Die Unruhe setzt ein. Die Brüder sprechen von ihrem eigenen Herzen: »Und dann ist da das nervöse und angstvolle Warten […] selbst wenn das Ohr nicht das entschwundene Geräusch wahrnimmt, hat das Herz, irgendein inneres Ohr, gleichsam die Vorahnung und spürt die schmerzhafte Vibration des Geräuschs, das kommen wird« (331) Die ständische und immer noch erzählerische Distanz zu Rose wird durch eigene Gefühlserkundung überkompensiert.

Noch zehn Tage nach dem ärztlichen Todesurteil wird das Hôpital Lariboisière (auf höchstem Stand der zeitgenössischen Hygienevorschriften) zur letzten, schon wahnhaften Hoffnung für Rose: „sie ist gänzlich bereit, sogar fröhlich. Wir haben ihr, so gut wir konnten, alles verschleiert.“ Beim Aufbruch dahin jedoch vernimmt sie das Todesurteil am eigenen Leib: „Sobald sie aus dem Bett ist, verschwindet alles an Leben, das noch in ihrem Gesicht war.“ „Sie bewegt den Kopf und sagt ein ersticktes Ja, ja.“ „Ich weiß nicht, welche Kräfte sie sammelte, um noch zu gehen.“ Rose wird von der Verwaltung aufgenommen, „in dem großen, hohen, kalten strengen, sauberen Saal“, „ein Dutzend Schriftstücke“ sind auszufüllen: „Und dann sah ich nichts mehr… Ich bin geflohen.“ (336/7)

Fünf Tage nach dieser Flucht versucht der Tod sie zum ersten Mal einzuholen: „der Concierge kommt mit einem Brief herein“: „Rose ist heute morgen um sieben Uhr gestorben“ (339). Die Brüder erfahren dies standesgemäß als Mauerschau. Sie bedenken ihr eigenes Leiden: „Was für ein Verlust, welche Leere für uns!“. Auf anderthalb Seiten erinnern sie schmerzlich, welche Nähe, Wärme, Fürsorge und Dienstbarkeit Rose ihnen bereitet hatte. „Sie war einer dieser ergebenen Menschen, die man sich erhofft, wenn man die Augen schließen wird.“ (340) Dann berichten sie etliche Seiten lang vom Diner am gleichen Abend, zu dem Prinzessin Mathilde sie einlud. Die nächsten Tage ordnen sie die Papiere der Toten, besorgen die nötigen Amtsgeschäfte, entziehen sich der offiziellen Identifikation der Leiche, beschreiben die klerikalen Betrügereien während der Beerdigung und das pittoreske Leiden von Roses Angehörigen. Doch zum zweiten Mal und endgültig holt der Tod sie ein — im faktischen Leben der Toten, außerhalb des brüderlichen Appartements: „Ich erfahre gestern Dinge über diese arme Rose, tot und noch fast warm, die mich seit ich lebe am meisten erstaunt haben“;  „Grandioses Erstaunen“, denn: „Sie hatte Männer, die sie bezahlt hat.“ (351, mit Geld, das sie — „so unempfänglich für Geld“ (352) — den Goncourts stahl. Das Erschrecken, die Entzauberung und -täuschung der geliebten, einzigen Frau, postume Grabschändung durch deren tatsächliches Liebesleben: „Ein anderes Leben gräßlicher Orgien, des Fremdgehens! Rasereien der Sinne“  „Eine Leidenschaft, Leidenschaften mit dem ganzen Kopf, mit ganzem Herzen, mit allen Sinnen zugleich“ (351) Die Heilige ist also eine Hure, was wiederum umgehend zu pathologisieren/rationalisieren ist: In ihr vermengten sich „alle Krankheiten des unglücklichen Mädchens […]: das Lungenleiden, das rasend vor Lust macht, die Hysterie, der Irrsinn.“ (352) „All dies drängte sie zum Suff, daß sie eines Tages eine Fehlgeburt hatte […] Es ist entsetzlich, dieses Zerreißen des Schleiers; es ist wir die Autopsie von etwas Gräßlichem in einer plötzlich geöffneten Toten.“ (353) Welche die Brüder ja zuvor schon tunlichst vermieden hatten.

In der Folge werden die willensstark verheimlichten „Liebschaften, in die sie sich, wie eine Verrückte stürzte“ (ebd.) gebrandmarkt und als Symptome einer pathologischen „Doppelbödigkeit ihrer Seele“ „im Irrsinn menschlicher Gefühle“ (354) diagnostiziert. Aber sie kommen auch auf ihre „Traurigkeit“ zu sprechen, ihre „Willensstärke“ (352). Die Brüder urteilen: Es war eine Rippenfellentzündung beim nächtlichen Auflauern „vor acht Monaten“ auf den „Sohn der Milchhändlerin am Montmartre“, an dem „die Unglückliche gestorben“ (354) ist.

Drei Jahre nach Roses Tod, 1865, erscheint ihr literarisches Denkmal: der Roman Germinie Lacerteux.

Der Roman beruht weitgehend auf der Biografie der Rose Malingre — einer zum Teil vertrauten, zum Teil postum enthüllten Vita: der sichtbaren wie der unsichtbaren Hälfte ihres Lebens. Dazu kommen konstruierte Versatzstücke, mit denen die Goncourts Lücken zu schließen versuchen: Beschreibungen des Dienstbotenmilieus, Einsprengsel einer Laufbahn vom Bauernmädchen zur Magd. Die Goncourts, geübt darin, für historische Studien Dokumente zusammenzutragen und fehlende Bindeglieder zu interpolieren, scheinen mit ihrer Kunstfertigkeit der Geschichtsanalyse die tiefe Erschütterung, einem lebenslang vertrauten Menschen wie einem Fremden gegenüberzustehen, verarbeiten zu wollen: um ihre narrative Souveränität wiederzuerlangen. Ist die „Germinie Lacerteux“ das proletarische Gegenstück zu „Marie Antoinette“?

Germinie hielt mit dem Sprechen inne und verschloß den Rest ihrer Lebensgeschichte, den sie an diesem Abend auf den Lippen hatte, in ihrem Herzen.“ (Germinie, S. 47)
Ein ihnen völlig unbekanntes Dienstboten-Leben:
Das Wunder dieses aus den Fugen geratenen Lebens, dieses schimpflichen, zerbrochenen Lebens war, daß nichts an den Tag kam. Germinie ließ nichts davon nach außen dringen; sie ließ nichts über ihre Lippen kommen, nichts auf ihrem Gesicht lesen, nichts in ihrem Wesen durchblicken: der fluchwürdige Hintergrund ihres Daseins blieb ihrer Herrin verborgen. (Germinie, S. 161)
Das Schweigen wird schon für die junge Germinie prägend, die eine Vergewaltigung über sich hat ergehen lassen müssen und von Vorwürfen der „Schande“ bedrängt wird:
Sie versuchte sich weder zu verteidigen noch zu entschuldigen. Sie erzählte auch nicht, wie sich die Sache zugetragen und wie wenig ihr Wille bei dem Unglück mitgespielt hatte. Sie blieb stumm: sie hatte die unbestimmte Hoffnung, daß man sie totschlagen würde. Als ihre älteste Schwester sie fragte, ob es nicht eine Vergewaltigung gewesen wäre, und bemerkte, es gäbe Polizeikommissare und Gerichte, schloß sie bei dem schrecklichen Gedanken, ihre Schande bloßzustellen, die Augen. (Germinie, S. 51)

Wo verbergen sich in diesem Roman die Brüder Goncourt? Noch der Liebhaber der Germinie bleibt — wie Colmant, der Liebhaber der Rose — Sohn einer Milchhändlerin. Die Goncourts geben sich einen Avatar: eine großmütige, etwas rigide Aristokratin, Madame de Varandeuil, die die Revolution mit Opfern, Stolz und Würde überlebt hat. Eine Wunschprojektion? Oder durfte die aparte Beobachterposition der Goncourts nicht angetastet werden? Weil sie zu intim geworden, zu nahe gegangen wäre?

An der Varandeuil, die in ihre eigenen Lebenserinnerungen abschweift, skizzieren die Goncourts einen romantischen Text à la Hugo: das Leben einer Aristokratin, die unter der Drohung der Jakobiner, der Knute ihres Vaters, unter Armut und Schmach, ihren Stolz bewahrt: „Die Tränen hatten sie gehärtet, statt sie weich zu machen. Unter der kindlichen Fügsamkeit und Ergebenheit, dem duldenden Gehorsam, einer scheinbaren Sanftmut verbarg sie einen eisernen Charakter, einen männlichen Willen und ein Herz, das nichts beugt und das sich nicht unterwirft.“ (34) Das Schillern von Ehrbegriffen auf einem Schauplatz der Demütigung („letzte Prüfung“, „Aufopferungsbereitschaft“, 35): tragisch, exempelhaft, geschichtsträchtig („durch die beiden Jahrhunderte geformt worden“, 43). Eine verborgene Pointe des Romans ist, dass ein solches Pathos womöglich auch Germinie zugestanden hätte: aber ein Dienstmädchen mit dem Stolz und den Leidenschaften einer Aristokratin?

Sie war vor der Langweiligkeit jener Dienstmädchen geflohen, die durch das Bewußtsein ihrer dienenden Stellung und durch den Reiz der Sparkasse verstumpft waren. (Germinie, S. 205f.)

Stattdessen schreiben sie einen Roman, der mit der romantischen Narration bricht, der so weitgehend mit dokumentarischen Fakten arbeitet, dass er den Zeitgenossen in seiner Nüchternheit geradezu aufstieß. Ein Roman, der das Ziel hat, einen Schleier zu zerreißen und sich dafür paradoxerweise der Fiktion bedient. Werden sie im Roman sehen, wofür sie in ihrem persönlichen Erleben blind waren? Die Goncourts, die Frauen so oft mit Tieren vergleichen, scheinen in der folgenden Passage erstaunlich offen von sich selbst zu sprechen.
Mögen die Arbeitgeber noch so gut, noch so freundlich zu der Frau sein, die ihnen dient, sogar ihr noch so nahestehen, sie werden für sie doch nur die Güte haben, die man für ein Haustier aufbringt. Sie werden sich darum kümmern, wie sie sich nährt und wie ihr Befinden ist; sie pflegen das Tier in ihr, und weiter nichts. Sie können sich nicht vorstellen, daß sie auch anders als körperlich leiden könnte; sie vermuten bei ihr gar nicht die seelischen Nöte, die schwermütigen Stimmungen und den unkörperlichen Schmerz, von denen sie sich selbst durch Aussprache mit ihresgleichen befreien. Für jene besitzt die Frau, die kehrt und kocht, überhaupt keine Gedanken, die sie traurig oder nachdenklich stimmen könnten, und so sprechen sie mit ihr niemals über ihre Gedanken. Zu wem also bringt sie diese? Zum Priester, der darauf wartet, der darnach fragt und sie freundlich aufnimmt, zu dem Mann der Kirche, der ein Mann von Welt ist, ein Höherstehender, ein gebildeter, gelehrter Mann, der eine feine Sprache spricht, der stets freundlich, zugänglich, geduldig ist, aufmerksam zuhört und kein Anliegen der bescheidensten Seele, der schlechtest gekleideten Bäuerin gering zu achten scheint. (Germinie, S. 55f.)
Die Beichte als Geschichte, die erzählt, aber nicht verraten wird: eine Figur verweigert sich ihren Autoren. In ihrem analytischen Blick wahren die Goncourts die herablassende Distanz . Zugleich aber rücken Dinge ins Sichtfeld, die ihnen sonst unsichtbar geblieben wären. So lenken ausgerechnet die Goncourts den Blick vom individuellen „Abstieg einer Frau“ auf die gesellschaftlichen Zwänge, die die Frau in ihre Abwertung treiben. Etwa, wenn die vormals geachtete Germinie durch den Skandal ihres Liebesverhältnis zum jungen Jupillon ihren guten Ruf einbüßt:
Das Viertel rächte sich dafür, sie höher eingeschätzt zu haben. Die frechen Dienstmädchen in ihrem Hause näherten sich ihr wie einer ihresgleichen. Eine, deren Liebhaber im Gefängnis saß, sagte ›Meine Liebe‹ zu ihr. Die Männer sprachen sie plump-vertraulich an und traten ihr mit Blicken, Worten, Gebärden und Handgreiflichkeiten zu nahe. Sogar die Kinder auf der Straße, die früher abgerichtet waren, ihr einen ›schönen Diener‹ zu machen, rissen jetzt vor ihr aus, wie vor jemand, vor dem man Angst haben müsse. Sie fühlte sich von Mißtrauen umgeben und schlecht bedient. Sie konnte keinen Schritt tun, ohne auf Geringschätzung zu stoßen und ihre Schande ins Gesicht gespiehn zu erhalten. (Germinie, S. 106)
Sie möchten ein Milieu beschreiben und stoßen auf eine Persönlichkeit. Sie möchten eine Persönlichkeit würdigen und stoßen auf das Milieu: ein unlösbarer Knoten. Eine romantisches Epos, im Stile der Varandeuil, hätten sie ihrer Germinie nicht andichten können. Sie hätten dazu die Fesseln ausblenden müssen, die ihre Figur daran hinderten, zu ihrem Recht zu kommen. Es rächt sich, dass die Goncourts Teil der von ihnen untersuchten Verhältnisse sind: Es ist ein wenig, als würde ein Vergrößerungsglas sie an ein Wespennest sich heranwagen lassen, vor dem sie sich sonst gefürchtet hätten. Einen Schmerz empfindet man persönlich; unpersönlich vermag man ihn auszuhalten und kann ihn sezieren: Mögen die Arbeitgeber noch so freundlich zu der Frau sein, die ihnen dient. Rose/Germinie bleibt stumm. Die Goncourts legen ihr einen Text unter wie die Münze, die man einem Leichnam auf die Zunge legt.
Neulich abend haben wir auf dem Opernball beim Tanz zugesehen: „Meine Herren, darf ich Sie fragen, wie es Ihnen geht?“ Es war ein junger Mann im Frack, weißbehandschuht und herausgeputzt, blühend, strahlend, superb. Ich dachte, ich sähe den Kuppler vom Heiligen Grab. Er war es, Colmant, der Mann, der von Rose gelebt hat und an dem Rose gestorben ist. Wie blieben eiskalt, wortlos. Er hat begriffen, daß wir alles wußten. (Bd. III, S. 480f.)
Émile Zola, den sie ihren „Bewunderer und Schüler“ (Bd. III, S.629) nennen, wird die erste jubelnde Rezension dieses Romans schreiben.

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