Video: Stephan Wackwitz im Gespräch über Richard Rorty | Zweite Lesung

Stephan Wackwitz empfiehlt zur zweiten Lesung einen Essay von Richard Rorty, der 1995 im Merkur erschienen ist. Rorty zu lesen, sei für ihn damals ein Befreiungsschlag gewesen und liefert für heutige Diskussionen noch einen brauchbaren Kompass, um zwischen ideologischen Letztbegründungen und postmoderner Beliebigkeit zu navigieren.

Stephan Wackwitz ist Schriftsteller und Essayist. Seinen ersten Text für den Merkur schrieb er 1988, seitdem sind über 20 Essays, Reisereportagen und Prosastücke erschienen.

Richard Rorty
Philosophische Grundlagen der akademischen Freiheit?
Merkur, Nr. 550, Januar 1995

(…lesen)

 

Das digitale MERKUR-Archiv ist eine Schatzkammer mit über 11000 Texten, die seit der Gründung der Zeitschrift 1947 veröffentlicht wurden. Seit über 70 Jahren schreiben hier die wichtigen Autoren und Intellektuellen zu den Themen der Zeit. In der Video-Interviewreihe Zweite Lesung laden die Herausgeber Christian Demand und Ekkehard Knörer Autoren, Freunde und Wegbegleiter der Zeitschrift ein, mit ihnen über MERKUR-Texte zu sprechen, die ihnen besonders in Erinnerung geblieben sind – und die es sich lohnt, für eine zweite Lesung zur Hand zu nehmen.


3 Kommentare

  1. Reiner Girstl sagt:

    Als ich „Jetzt“ von Karl Heinz Bohrer las, wußte ich, irgendwann muß er zur Richard Rorty kommen, das lag einfach auf der Hand. Als ich Michael Hampe die „Lehren der Philosophie eine Kritik“ las, war klar, das ganze ist eine Diskussion von Thesen von Richard Rorty und Paul Feyerabend, was er dann zum Schluß ja auch schreibt, das man sagen kann sein Buch wäre nur Fußnoten zu Feyerabend und Rorty. Rorty öffnet einem neue Türen, das ist so, auch wenn man nur mit geöffneten Menschen darüber reden kann. Das faszinierenste an Rorty ist, er ist das Papst der analytischen Philosophen somit auf den Höhepunkt seiner Karriere und tritt aus der Kirche der analytischen Philosophie aus, weil er sagt, die analytische Philosophie sagt auch nichts neues.

  2. AlexJ sagt:

    Rorty ist den „Neuen Realisten“ meilenweit überlegen, er ist die bessere, fruchtbarere Alternative zu Markus Gabriel und Co:

    https://www.buzznews.de/2015/07/11/schlechte-philosophie-neuer-realismus-definition-und-verriss-kritik-an-markus-gabriel-mit-dem-%C3%BCberlegenen-gegner-richard-rorty-neopragmatist/

    Und Rorty ist mit seiner Kontingenz-Konzeption die beste Antwort auf eine eventuelle Refundamentalisierung.

    1. Reiner Girstl sagt:

      Searle würde das jetzt ganz anders sehen. Aber der denkt auch aus seinen Sprechakten heraus.

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