• Männerkörper und Textfantasien. »Männerphantasien«, literaturwissenschaftlich gelesen

    Als Klaus Theweleits Männerphantasien vor vierzig Jahren bei Stroemfeld /Roter Stern erschien, artikulierte die Studie ein neues Bedürfnis von Männern, ihre eigenen Anteile an den postfaschistischen Herrschaftsverhältnissen zu reflektieren.  Mit der Frauenbewegung der 1970er Jahre setzte ein neues Nachdenken über Kapitalismus und Geschlecht ein, das Private war politisch, die Sphäre der kapitalistischen Produktion mit jener der häuslichen Reproduktion verknüpft. Emanzipatorische Politik hieß für linke Männer, den unbewussten Machtmechanismen in sich nachzuspüren, die nicht nur gegen Frauen, sondern auch dem eigenen Geschlecht gegenüber repressiv wirkten. [2. Zur Rezeption der Männerphantasien vgl. Sven Reichardt, Klaus Theweleits »Männerphantasien« – ein Erfolgsbuch der 1970er Jahre. In: Zeithistorische Forschungen, Nr. 3, 2006 (https://zeithistorische-forschungen.de/3-2006/4650).]

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