• Bin ich da schon drin? Zur Frühgeschichte der Netzliteratur

    Der Tod ist seit jeher Anlass, sich zum Gedenken an die Verstorbenen zu versammeln. Welche Formen die Anteilnahme in Zeiten von Social Media findet, konnte man im Frühjahr 2021 auf dem Instagram-Profil der Autorin Elke Naters beobachten, deren Partner Sven Lager, eine ehemals prägende Figur der Popliteratur, am 19. April verstarb. »Gestern Mittag ist Sven von uns gegangen«, schrieb Naters in einem Post, den sie wenig später in der Welt zu einem persönlichen Nachruf aufbereitete und auf den eine Reihe von Einträgen folgten, die Weggefährten wie Eckhart Nickel, Christian Kracht, Tom Kummer und Moritz von Uslar zu Kommentaren und Likes animierten. Begleitet wurde der Tod des Autors zudem von zahlreichen Nachrufen im Feuilleton, wo Lagers Biografie zwischen popliterarischem Boheme-Leben, einem religiösen Erweckungserlebnis und gemeinnützigen Projekten in Südafrika und Berlin nachgezeichnet wurde. (mehr …)