• In Stein gemeißelt. Kalte Medien schreiben heiße Geschichte

    n Bristol wurde im Sommer 2020 das Denkmal des Sklavenhändlers Edward Colston gestürzt und dem Hafenbecken des Avon überlassen, in Boston eine Statue von Christoph Kolumbus einen Kopf kürzer gemacht. Standbilder von König Leopold II. in Belgien waren nach einem Farbbombenangriff blutrot, ebenso Figuren des Reichskanzlers Bismarck in Hamburg und Köln. Die Empörung richtet sich bei diesen rituellen »Tötungen« von Denkmälern häufig gegen die rassistischen und kolonialistischen Seitenstränge der Geschichte, über die die glorifizierten Darstellungen in Monumenten hinwegzutäuschen versuchen. (mehr …)