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Februar 19, 2026 - Keine Kommentare
Herzliche Einladung an alle: Am 5. März findet ab 18 Uhr die Verleihung des Merkur-Preises 2025 an Niklas Weber statt (mehr hier). In den Räumen des Merkur, Mommsenstraße 27 in Berlin-Charlottenburg. Es gibt ein Gespräch zur preisgekrönten Dissertation und anschließend einen kleinen Umtrunk. Jede und jeder ist willkommen, über Anmeldung bei redaktion@merkur-zeitschrift.de würden wir uns freuen. -
Februar 18, 2026 - Keine Kommentare
Das “wissenschaftliche Publikationswesen” mag nach einer von vielen Treppenstufen im akademischen Elfenbeinturm klingen. Doch dieses System reicht weit über die Wissenschaft hinaus. Im Umfeld des wissenschaftlichen Publikationswesens hat sich eine inzwischen weitgehend KI-gestützte Betrugsindustrie etabliert, deren Umsätze in die Hunderte von Millionen Dollar pro Jahr gehen. (mehr …) -
Januar 30, 2026 - Keine Kommentare
Dass sich das wissenschaftliche Publikationssystem in einer Krise befindet, ist inzwischen ein breiter Konsens quer durch die Wissenschaften. Die Probleme sind vielfältig, einschlägige Analysen und Lösungsvorschläge häufen sich. Frau Gehring hat kürzlich eine solche Analyse vorgestellt, mit einem besonderen Fokus auf einen der Lösungsvorschläge, nämlich das Diamond Open Access (DOA)-Prinzip. (mehr …) -
Januar 23, 2026 - Keine Kommentare
Berlin, August 2025
In the course of the year that Bashir Bashir and I spent as co-fellows at Berlin’s renowned Wissenschaftskolleg, he presented himself to the German public twice, once in an interview and once in a lecture. The Frankfurter Allgemeine Zeitung, one of the country’s most influential newspapers, took these appearances as occasions to comment on him. How does a paper that considers itself to be the Iron Dome of Germany’s special relationship to Israel—infamously known as “Staatsräson”—respond to a partisan of Enlightenment? The case of an intellectual whose name can be translated as “Bringer of Good News” is a prime example of everything that Germans refuse to know, confirming once again: where moral judgments come easily, there is a lack of political thinking. (mehr …) -
Dezember 06, 2025 - Keine Kommentare
Kurzfristiger Veranstaltungshinweis: Heute, 6.12., 19 Uhr, sprechen die Merkur-Autoren Robert Hugo Ziegler (Die Sylter Pfingstgemeinde und der grenzenlose Spaß) und Trung Hoàng Lê (Sprachverlust und Migration) im Museum des Kapitalismus in Berlin-Kreuzberg über "Kritik des reaktionären Denkens". -
September 26, 2025 - Keine Kommentare
Foto © Julian Röder
Eher nervöses Gelächter in den gelichteten Reihen, als gegen halb eins in der Nacht der Vorhang fällt. Einfach so fällt er sowieso nicht, hoch geht er, runter, wieder hoch, da war Peer gerade noch opernhaft nackt in einem Bett zugange und sah aus dem Fenster, im Live-Film von hinten, bühnenreal von vorne, da fällt der Vorhang also, gegen halb eins, nach sechseinhalb Stunden, und es steht da: Akt 1, und es steht da auch: Pause. “Peer Gynt”, muss man wissen, ist ein Stück in fünf Akten und in der Tat ist zu diesem Zeitpunkt vom Plot her das Ende des ersten Akts nun erreicht. (mehr …) -
September 03, 2025 - Keine Kommentare
In diesem Jahr wird die Ernst H. Klett Stiftung Merkur zum siebten Mal den 2019 ins Leben gerufenen Merkur-Preis für herausragende Dissertationen vergeben. Für die Auszeichnung infrage kommen Arbeiten aus den Geistes-, Kultur-, Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, deren fachliches, methodisches und literarisches Niveau überdurchschnittlich ist und die ihren Gegenstand aus einer in produktiver Weise unkonventionellen Perspektive in den Blick nehmen.
Über die Vergabe des mit 3000 Euro dotierten Preises entscheiden die Mitglieder von Kuratorium und Vorstand der Stiftung im Einvernehmen mit den Herausgebern der Zeitschrift Merkur. Die Dissertationen müssen in den vorangegangenen drei Jahren eingereicht und in deutscher Sprache verfasst sein, und sie dürfen noch keine andere Auszeichnung erhalten haben. Eigenbewerbungen sind nicht vorgesehen.
Empfehlungen nimmt die Jury bis 30. September 2025 per Mail (redaktion@merkur-zeitschrift.de) entgegen. -
August 27, 2025 - Keine Kommentare
Wenn ich Nikolaus in den letzten Jahren besuchte, ging es viel um seine jüdische Herkunft. Er brach in Tränen aus, als ich ihn fragte, ob er sich mit Capers eine jüdische Frau gesucht habe, damit auch seine Kinder jüdisch seien. Mit den Tränen bracht er sein „Ja“ zum Ausdruck. Ich glaube nicht, dass Nikolaus gläubig war, aber er hatte ein archaisches Verhältnis zu seiner Herkunft. Seine Mutter hatte ihn nur mit einem Postausweis ohne Judenkennzeichnung 1939 in einer Klinik zur Welt bringen können, und er blieb Einzelkind. (mehr …) -
August 26, 2025 - Keine Kommentare
Auch wenn vom moralischen Fortschritt zurzeit wohl kaum die Rede sein kann, ist er in aller Munde – oder zumindest wieder vermehrt Gegenstand geistes- und sozialwissenschaftlicher Auseinandersetzung. Das ist auf den zweiten Blick nur konsequent, stellt doch die „Polykrise“ diesen für die Moderne so leitenden Begriff auf ganzer Breite infrage und weckt damit umgekehrt erst das Reflexionsbedürfnis über eine zuvor als selbstverständlich akzeptierte Idee. Dieses Bedürfnis ist nun auch wieder in der Kritischen Theorie angekommen. Bereits Ende 2023 veröffentliche Rahel Jaeggi ihr Buch Fortschritt und Regression, in dem sie sich bemüht, den Fortschrittsbegriff von seinen problematischen Konnotationen zu bereinigen und neu zu fassen. Nun folgt ihr auch die „ältere“ Generation in Gestalt von Axel Honneth, der in einem Essay für den Merkur den Standpunkt des moralischen Fortschritts verteidigt. (mehr …) -
August 20, 2025 - Keine Kommentare
Im Verlauf des Jahres, in dem er mein Mit-Fellow am Berliner Wissenschaftskolleg war, präsentierte sich Bashir Bashir zweimal der deutschen Öffentlichkeit: ein Interview, ein Vortrag. Beide Auftritte gaben der sogenannten Zeitung für Deutschland Anlass, ihn und sein Denken zu kommentieren. Wie reagiert ein Blatt, das sich als Iron Dome der Staatsräson versteht, auf einen Partisan der Aufklärung? Wie sieht die politische Landschaft aus, in der er sich bewegt? Wie verlässlich sind in Frankfurt die Radare der moralischen Feindaufklärung? Wann wird eine Zeitung zum Nachrichtendienst? Der Fall eines Intellektuellen, dessen Name auf Deutsch »Verkünder einer guten Botschaft« bedeutet, steht exemplarisch für das, was man in der Bundesrepublik wissen kann, aber nicht wahrhaben will. (mehr …)