• Die unsichtbare Tradition. Wo war die schwule Literatur Nachkriegsdeutschlands?

  • „Out of the Bars“ – San Francisco am 12. Juni 2016

    Die Ecke Castro Street und Market Street ist die wohl schwulste Ecke der USA. Hier, am Fuß der Twin Peaks in San Francisco, weht weithin sichtbar eine riesige Regenbogenfahne. Einen Block weiter lag früher der Fotoladen, den einmal Harvey Milk betrieb, bevor er als erster schwuler Mann zum Stadtverwalter San Franciscos gewählt wurde. Wenn man die Market Street herunter sieht, die im Juni für San Francisco Pride ebenfalls festlich mit Regenbogenfahnen beflaggt ist, fällt der Blick auf die goldene Kuppel der City Hall, wo Milk und Bürgermeister George Moscone im November 1978 erschossen wurden. (mehr …)
  • Mehr Tugendfuror wagen: Das Sprachspiel „Politische Korrektheit“

    Man kann dieser Tage als Deutschamerikaner mit gewissem Stolz auf sein Land schauen. Jenseits von Pegida und Stammtisch präsentiert sich ein Deutschland, das einerseits kontrovers diskutieren kann, andererseits aber gewisse ethische Grundprinzipien, welche anderswo mit Füßen getreten werden, als hors de combat behandelt – in einem Jahr, in dem Donald Trump Mexikaner jagen will und die Dänen Flüchtlinge auf Eheringe abklopfen, ist das kein Geringes. Was nicht bedeutet, dass der Diskurs nicht auch Sorgen macht. Der Eindruck ist der einer Gesellschaft, die noch nach dem Vokabular ringt, mit dem den neuen Realitäten beizukommen wäre. Deutsches Handeln, deutsche Impulse sind sehr viel weiter als deutsches Nachdenken, wohl ein Novum in der deutschen Geschichte. (mehr …)