• Priceless. Die hohe Kultur und das Geld (Hohe Kultur 5)

    Teil 5 der Serie von Merkur-Blog und pop-zeitschrift.de (eins / zwei / drei / vier) Die hohe Kultur war und ist immer auch ein Geschäft. Sie ist in mehrfacher Hinsicht wertvoll. Doch die ökonomischen Operationen der Wertschöpfung von hoher Kultur bleiben im Hintergrund. Hohe Kultur ist wertvoll, hat aber am besten keinen Preis und auf jeden Fall kein Preisschild. Sie ist, und das erinnert nicht zufällig an die schöne Werbung von MasterCard, unbezahlbar. Momente, in denen ausbuchstabiert wird, was die Hohe Kultur wert sei, sind deshalb besonders aufschlussreich. Ein solcher Moment ereignete sich 1816, als das britische Unterhaus über den Ankauf des von Lord Elgin geraubten Skulpturenfries aus dem Parthenon Tempel in Athen diskutierte. (mehr …)
  • Von der Kunst, Auschwitz darzustellen

    Es ist genau zwanzig Jahre her, dass der Schriftsteller Maxim Biller konstatierte, dass er mal wieder genervt sei: »Ich bin genervt«, schrieb er 1996 in einem Zeit-Artikel unter der Überschrift Heiliger Holocaust. Genervt von den »endlosen Bewältigungsarien« der Deutschen, davon, dass kein öffentliches Gespräch ohne Auschwitz möglich schien, genervt vor allem davon, dass diese Auseinandersetzungen zu keinem benennbaren Ergebnis führten, sich nur im Kreis und um sich selber zu drehen schienen. »Ich will trotzdem darüber reden«, heißt es im gleichen Text. (mehr …)