Video: Christoph Möllers über Ingo Meyer

Christoph Möllers empfiehlt zur zweiten Lesung zwei polemische Rundumschläge des Literaturwissenschaftlers Ingo Meyer: „Notizen zur gegenwärtigen Lage der Ästhetik“ und „Niedergang des Romans?“. Ein Gespräch mit den Merkur-Herausgebern Christian Demand und Ekkehard Knörer.

Christoph Möllers ist Rechtswissenschaftler. Sein erster Merkur-Beitrag mit dem Titel „Wir, die Bürger(lichen)“ wurde im Heft 818 (Juli 2017) veröffentlicht.

Ingo Meyer
Notizen zur gegenwärtigen Lage der Ästhetik
Merkur, Nr. 766, März 2013

(…lesen)

 

Ingo Meyer
Niedergang des Romans?
Merkur, Nr. 692, Dezember 2006

(…lesen)

 

Das digitale MERKUR-Archiv ist eine Schatzkammer mit über 11000 Texten, die seit der Gründung der Zeitschrift 1947 veröffentlicht wurden. In der Video-Interviewreihe Zweite Lesung laden die Herausgeber Christian Demand und Ekkehard Knörer Autoren, Freunde und Wegbegleiter der Zeitschrift ein, mit ihnen über MERKUR-Texte zu sprechen, die ihnen besonders in Erinnerung geblieben sind – und die es sich lohnt, für eine zweite Lesung zur Hand zu nehmen.


1 Kommentare

  1. Reiner Girstl sagt:

    Je nach Standpunkt des Betrachters geht der Roman unter oder nicht. Aber die wesentliche Frage ist, kann es nach James Joyce noch Romane geben? Die amerikanische Antwort ist eineindeutig dort werden klassische Romane ohne Ende produziert, wobei bei Philip Roth, die Erzählform über die Jahre immer Wandelungen durchlaufen hat.
    Natürlich leidet der Buchmarkt an einer Romanschwemme, auch das ist nichts wirklich neues, welcher Roman aus dem Jahr 2015 bleibt zeigt sich in 100 Jahren.
    So wie man die Entwicklung für die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts übersehen kann, Proust, Mann, Kafka, Joyce und die Erfindung des modernen Romans durch Hamsun, aber wen interessiert noch Leonhard Frank, Oskar Maria Graf, natürlich spielt der Erneuerer Dos Passos noch eine Rolle, aber Hemingway, Fitzgerald eigenen sich noch für Verfilmungen und das war es.
    Als der große Erneuerer wird sicher Rainald Goetz bleiben, aber Ralf Rothmann schreibt ja auch im Prinzip nur das, was man kennt und daneben stehen Autoren wie Stuckrad-Barre oder Christian Kracht die niemand vermissen wird.
    Zurückgetreten sind die Autoren wie Simmel, Konsalik und Fischer, weil es diese nicht literarischen Autoren nicht mehr gibt sind deren heutige Nachfolger gleich mit im Feld der Literatur untergekommen.
    Der Roman muss dasselbe erfüllen wie ein Bild, neues sichtbar machen, dabei ansprechend sein und lesbar, aber bitte in einer neuen Form. Der abstrakte Roman ist leider nicht umsetzbar und die immer gleiche Geschichte funktioniert in den seriellen Krimis, aber nicht beim Roman.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

* Die Checkbox für die Zustimmung zur Speicherung ist nach DSGVO zwingend.

Ich akzeptiere