• Video: Eva Geulen im Gespräch | Zweite Lesung

    Eva Geulen empfiehlt zur Zweiten Lesung das von Hannah Arendt verfasste Portrait über Walter Benjamin. Der Text ist 1968 dreiteilig im Merkur erschienen und wirft einen einzigartigen Blick auf die Figur Benjamin. Ein Gespräch mit den Merkur-Herausgebern Ekkehard Knörer und Christian Demand. (mehr …)
  • Null hoch drei

    Reinhard Grindel lernte ich während seiner kurzen Zeit als Leiter des ZDF-Landesstudio Berlin irgendwann um das Jahr 2000 herum kennen. Ein paar mal war ich mit ihm auf einem Dreh, bei dem es meistens um Berliner Lokalthemen ging. Auffällig an ihm war, auf eine paradoxe Weise, seine besondere Unauffälligkeit bis hin zur Formlosigkeit, die man ja durchaus, wozu ich damals gewillt war, als Uneitelkeit auslegen konnte. Den Studioleiter ließ er nicht raushängen, begann immer ein wenig rumzukumpeln, sobald er auf dem Rücksitz unseres Autos Platz genommen hatte. Sein drollig meckeriges Kichern immer dann, wenn jemand einen Witz gemacht hatte, klingt mir immer noch in den Ohren. Grindel besaß in der Summe eine in jeder Beziehung so umfassende Mittelmäßigkeit, gepaart mit einer mäßig lustigen Jovialität, dass ich mich damals fragte, wie jemand wie er auf einen so relativ hohen Posten innerhalb des Senders gelangen konnte. Er war ja alles andere als ein leidenschaftlicher oder auch nur guter Journalist, in seinen Ansichten konservativer ZDF-Mainstream, jedoch ohne jede Fähigkeit, dieser ja nicht verbotenen Mediokrität pointierten Ausdruck verleihen zu können. Auch als besonders ehrgeizig oder etwa machthungrig erschien er mir nicht. Das Problem, fand ich damals, war, dass eine solche Null eine Funktion ausübte, auf der fast jeder andere besser geeignet gewesen wäre als Grindel. Ein harmloser Opportunist, eine Leerstelle. 
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  • 15. bayreuther dialoge – ich denke, aber wer bin ich?

    Am 27. und 28. Oktober 2018 finden die bayreuther dialoge zum 15. Mal an der Universität Bayreuth statt. Das Zukunftsforum für Ökonomie, Philosophie & Gesellschaft beschäftigt sich in seiner Jubiläumsausgabe mit dem Thema "Identität". Early-Bird-Tickets können bis 31. Juli erworben werden. (mehr …)
  • Lesen Sie den Merkur gratis in Ihrem Lieblingscafé!

    Als kleines Sommerspezial und als Hommage an alle Lese-Cafés verschenken wir zehn Merkur-Abos an die Lieblingscafés unserer Leserinnen und Leser. Helfen Sie uns, die schönsten Lese-Cafés zu finden. Schreiben Sie uns in die Kommentare, wo Sie gerne lesen und warum der Merkur da nicht fehlen darf. Wir freuen uns auf Ihre Vorschläge.
  • Video: Günter Hack im Gespräch | Zweite Lesung

    Günter Hack empfiehlt zur Zweiten Lesung den 2016 im Merkur erschienenen Text „Trinken gehen, Bus fahren“ von Holger Schulze. Im Gespräch mit Ekkehard Knörer und Christian Demand geht es um das Programmieren von E-Books als Handwerk, die Ästhetik des Codes und literarische Tweets. (mehr …)
  • Der Lappen muss keineswegs um jeden Preis hoch …

    .Eröffnungsstatement zum Kongress „Vorsicht Volksbühne“, 15. Juni 2018 ... zumindest nicht, wenn Theater mehr sein soll als Dienstleistung. Dafür stand die Volksbühne. Um deren Zukunft zu verhandeln, bedarf es jetzt der offenen Auseinandersetzung über ihr ästhetisches Profil, ihre Bedeutung und auch ihren Stellenwert in der Neuausrichtung derzeitiger Kultur- und Stadtpolitik. Grundfragen sind, wer an dieser Auseinandersetzung überhaupt beteiligt wird und inwiefern sie an die realen Entscheidungsprozesse gekoppelt ist: Wer spricht? Wer entscheidet? (mehr …)
  • Video: Danilo Scholz im Gespräch | Zweite Lesung

    Danilo Scholz empfiehlt zur Zweiten Lesung „Die Einheit der Welt“ von Carl Schmitt aus dem Jahr 1952. Wegen seines nationalsozialistischen Hintergrunds sorgte die Veröffentlichung des Textes bei Merkur-Autoren und -Lesern für Empörung. Eigentlich ist es ein nüchternes Essay. Doch bei genauer Lektüre wird das Problematische an Schmitts Denken erkennbar. (mehr …)
  • Der Autor ist anwesend – Ein Abschlussbericht zu Christian Krachts Frankfurter Poetikvorlesungen

    Es war abzusehen, dass das Erregungsniveau der ersten Vorlesung nicht zu halten sein würde. Zeitungen, Fernsehen und Radio hatten sich auf Christian Krachts Missbrauchserzählung geradezu gestürzt. Offen blieb: Welche Rahmung würde Kracht in seinen weiteren zwei Vorlesungen anbieten? (mehr …)
  • Blitz und Donner – Christian Krachts Frankfurter Poetikvorlesungen als werkbiographische Zäsur

    Zwei Stunden vor Beginn stellten wir uns in die Schlange, die es da noch gar nicht gibt. Wir waren die ersten, direkt vor der Tür zum Audimax der Frankfurter Goethe-Universität. Das war vielleicht etwas übereifrig, aber man kann ja nicht wissen, zu welcher Mobilisierung der Kracht-Fanclub in der Lage sein würde. Bei Alexander Kluge drängten sich vor ein paar Jahren einige Zuhörer sogar auf dem Boden. Also lieber auf Nummer sicher gehen und gleich zu Beginn der Frankfurter Kracht-Woche den Heimvorteil ausnutzen. (mehr …)
  • Video: Thomas Sparr im Gespräch | Zweite Lesung

    Thomas Sparr empfiehlt zur zweiten Lesung „Tod in Jerusalem“, den Jürgen Habermas anlässlich des Begräbnisses von Gershom Scholem 1982 verfasst hat. Ein schmaler, aber gehaltvoller Text, in dem Habermas seinen Zeitgenossen würdigt. (mehr …)