-
Oktober 31, 2012 - 2 Kommentare
Heute hätte Jean Améry seinen 100. Geburtstag gefeiert. Von 1965 bis zu seinem Tod im Jahr 1978 war er einer der prägenden Autoren des Merkur, mit mehr als 60 Artikeln, darunter zahlreichen großen Essays. Dem Ernst Klett Verlag (später Klett-Cotta) war er auch als Buchautor verbunden – seit diesem Jahr liegt nun auch eine formidable Werkausgabe vor. Aus Anlass des Jubiläums: Ein Blick ins Archiv, ein Überblick über Amérys wichtigste im Merkur erschienene Texte. Mit Links ins (kostenpflichtige) digitale Volltextarchiv. Freigeschaltet haben wir den großen Essay Zugang zu Proust, der 1971 zum 100. Geburtstag des Autors erschien. (mehr …) -
Oktober 26, 2012 - Keine Kommentare
Gestern ist Jacques Barzun, einer der amerikanischen Großintellektuellen des 20. Jahrhunderts, gestorben. (Nachruf in der New York Times; hier ein Gespräch mit ihm von 2010 auf Youtube)
Im Merkur Nr. 178 (12/1962) besprach Herbert von Borch die deutsche Ausgabe von Barzuns "Pathologie des Intellekts" (im Original: "The House of Intellect"). Ein Auszug aus der Rezension: (mehr …) -
Oktober 25, 2012 - Keine Kommentare
"Teppich und altes Möbelwerk, Silber und Porzellane, viele Bücher und alteingesessene Sessel bei Hans Paeschke. Seine Frau, geborene Französin, still und klug, auf eine gütige Weise beobachtend, sorgend. Ich erfreute mich an Hans Paeschkes lebhaftem Geist, sah in sein Gesicht und begriff plötzlich angesichts seiner witternden Physiognomie die spezielle Qualität dieses Mannes, die äußerst rare Qualität eines Geistes, der sich auf die Spurensicherung versteht, der schmeckt, was geistig in der Luft liegt, und dann auch noch weiß, wen er zu fragen hat, um eine formulierte, gegründete Antwort zu bekommen. (mehr …) -
Oktober 04, 2012 - Keine Kommentare
Aus dem Briefwechsel zwischen den Merkur-Herausgebern: Hans Paeschke an Joachim Moras, 25. August 1949
Heidegger: empfing mich in pluderartigen Lederhosen und langer Zipfelmütze. Wir sprachen bis 2 Uhr nachts in seiner Skihütte, in der er von Mai bis November lebt und arbeitet ... Er arbeitet nur dort, und zwar ohne jede Bibliothek. Statt Stühlen gibt es bei ihm nur Baumstümpfe, auf denen man hockt. Germanisches Hüttendasein. (mehr …)