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Artikel der Kategorie: Blog

  • Keiner ist gefeit

    Am 15.7. 1981 strahlte der WDR eine Talkshow zu den Jugendunruhen in Brixton aus. Teilnehmer waren: Karl Heinz Bohrer, Diedrich Diederichsen, Michael Rutschky, Erwin K. Scheuch und Rolf Seelmann-Eggebert. Moderation: Hansjürgen Rosenbauer. Hier ein paar Bilder.

    Das Dispositiv

     

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  • Jürgen Habermas zur Universität

    Seit den späten 1950er Jahren hat sich Jürgen Habermas immer wieder mit Beiträgen im Merkur in die Diskussionen um die bundesdeutschen Universitätsreformen eingeschaltet. In Begleitung zu unserem Heftschwerpunkt „Zur Lage der Universität“ bringen wir Auszüge aus drei Habermas-Texten, außerdem ist sein Text Universität in der Demokratie - Demokratisierung der Universität” von 1967 freigeschaltet. Über die Einheit von Forschung und Lehre schreibt Habermas 1957 in „Das chronische Leiden der Hochschulreform“: „Diese Einheit gründet sich auf die Einsicht, daß Wissen sinnvoll stets nur in seiner Bewegung ergriffen und daher nicht in einer zu Zwecken der Lernbarkeit abgerichteten Gestalt schulmeisterlich wie eine Ware ausgeliefert werden kann. So soll sich die Lehre des Professors vom gewöhnlichen Unterricht dadurch unterscheiden, daß sie die mitgeteilten Inhalte auf die methodischen Grundlagen ihrer Ermittlung hin transparent macht. Die Wiederholung dessen, was andere erforscht haben, soll zurückstehen hinter der Entfaltung des Problemhorizontes und der Anleitung zur methodischen Arbeit. Wissensbesitz soll zurückstehen hinter einem Wissen, das der Lehrer in ‚Fluß hält’ und das den Studenten anregt teilzunehmen.” (mehr …)
  • Tagungstagebuch

    Die Ethnologin Franziska Nyffenegger führt schon länger online ein Tagungstagebuch. Ab sofort ist es frei lesbar. Darin auch ihr Bericht über die vom Merkur mitausgeschriebene Metatagung. (Und hier nochmal der Link zu ihrem während der Tagung vorgetragenen Text, der bei uns im Blog veröffentlicht ist.)
  • „Kein Kloster, kein Hotel“

    Dieser Bericht Nina Verheyens über ihren Aufenthalt am Wissenschaftskolleg in Berlin perspektiviert unser Juni-Schwerpunktthema "Zur Lage der Universität" durch den Blick auf eine und aus einer privilegierte(n) Institution, die wissenschaftliche Arbeit ausdrücklich ohne die Gremienarbeit und die Zwänge, die an Universitäten herrschen, ermöglicht - also als Forschung. Freilich stets nur auf Zeit, danach geht es in aller Regel in den universitären Alltag zurück. (D. Red.)  „Kein Kloster, kein Hotel.“ Kurz nach unserer Ankunft im September beschrieb Thorsten Wilhelmy mit diesen Worten das Wiko – und was es von seinen Fellows erwartet. Zehn Monate dürfen sie tun, was sie wollen, solange niemand hinter seinem Schreibtisch verloren geht. Neben dem Dienstagskolloquium und den diversen Abendveranstaltungen dient das Mittagessen der Vergemeinschaftung unter den Fellows. Davon hatte ich schon vor meinem Aufenthalt gehört, denn die Mahlzeiten in der Wallotstraße sind ein fast schon legendärer Gegenstand des akademischen Klatsches. Geklagt wird dabei in der Regel mit Wehmut über das viel zu schlecht genutzte Forschungsjahr und natürlich mit Distinktionspotential, denn nur wenige können aus erster Hand berichten, wie man im Grunewald täglich aus dem Schreibfluss gerissen wird. Meine Sorge war, dass mich das Mittagessen tatsächlich eher schlauchen als erquicken würde, zumal es um 12:30 Uhr begann, viel zu früh für mich. Aber wer Steuergelder ausgibt, muss Rechenschaft über seine Ausgaben ablegen, und eine gemeinsame Mahlzeit ist immer auch Gelegenheit zum Gespräch. Stipendien- und Forschungsprogramme, die das verstubte Gelehrtendasein zumindest theoretisch ermöglichen, gibt es inzwischen viele. Der freundliche Nachdruck zur geselligen Nahrungsaufnahme leuchtete mir daher trotz etwas Unbehagen ein. Positiv überraschte mich, dass uns die Leitung des Hauses nicht nur auf soziale Pflichten hinwies (wobei das Wort "Pflicht" sorgfältig vermieden wurde und ich erleichtert beobachten konnte, wie sich ein Fellow dem Mittagessen konsequent entzog), sondern auch auf wissenschaftliche Freiheiten. Wir könnten, so erläuterte Luca Giuliani in der ersten Woche, exakt jenes Buch schreiben, das wir in unserer Bewerbung angekündigt hatten – oder wir ließen es bleiben. Wir dürften einem "secret project" frönen, von dessen Existenz noch niemand wisse, und dieses "secret project" dürfe außerhalb unserer Disziplin liegen oder sogar außerhalb der Wissenschaft. (mehr …)
  • Julia Encke, FAS, 11.Juni 2015

    Julia Encke, die neue Literaturchefin der FAS, schreibt in der aktuellen Ausgabe eben dieser Zeitung (derzeit nicht online), unter dem beziehungsreichen Titel "Los, Labern!":

    In der neuen Ausgabe des „Merkurs“, der „Deutschen Zeitschrift für europäisches Denken“, gibt es eine Kolumne, die diesmal vom Literaturbetrieb handelt. Sie ist nicht besonders polemisch, obwohl man das ja eigentlich immer erwartet, wenn vom Betrieb die Rede ist. Sie nimmt ihren Gegenstand aber auch nicht besonders ernst: Im Januar dieses Jahres habe es „ein wenig Aufregung“ im Betrieb gegeben, stellt der Autor fest, einen „Sturm im Wasserglas“, andere Stürme gebe es da selten, der Betrieb sei nicht groß: „Die meisten Betriebsteilnehmer sind den meisten anderen bekannt, und was im Betrieb passiert, interessiert in erster Linie den Betrieb, den aber sehr.“ Steht da. Stimmt aber so nicht. Mich nämlich leider nicht so.

    Gut, dass wir das geklärt haben. Aber dann geht es doch die ganze Zeit um den Betrieb, und zwar am Beispiel des neuen Lottmann-Romans. Könnte es sein, dass Encke mit dem eigenen Text absichtsvoll eine Laber-Performance hingelegt hat, die über den Betrieb schreibt, aber sich nicht nur von ihm, sondern vom eigenen Darüberschreiben listenreich distanziert, dass sie also Hubert Winkels, der den Betrieb in sich aufhebt, qua performativem Selbstwiderspruch noch überwinkelt? Dann natürlich Chapeau! Die besten Free-Spiele finden Sie hier auf der Website der Spieleplattform. (Die erwähnte Kolumne ist im übrigen nach wie vor frei lesbar.)
  • Metatagung

    Hinweis: Kathrin Passig spricht im Deutschlandradio Kultur über die Metatagung auf Gut Siggen an der Ostsee, die auf die Ausschreibung von Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. und Merkur zustandegekommen ist.
  • Merkur-Gespräche 1: Zur Lage der Universität

    Zur Übersicht über die Merkur-Gespräche

    Die Lage der Universität ist Themenschwerpunkt im aktuellen Merkur. In der ersten Folge der neuen Reihe Merkur-Gespräche werden die wichtigsten Thesen aus dem Heft vorgestellt und diskutiert. Die Veranstaltung findet statt am Donnerstag, den 25. Juni 2015 im Grünen Salon in der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz 2, 10178 Berlin.

    Beginn ist 19 Uhr, der Eintritt ist frei. Wir bitten um Anmeldung unter redaktion@merkur-zeitschrift.de.

    Programm

    Die Universitäten haben in den letzten Jahren rasante Umbauten erfahren. Im Zuge der Exzellenzinitiative wurden Forschung und Lehre nach Wettbewerbsprinzipien neu ausgerichtet. Die Hochschullandschaft hat sich dadurch nachhaltig verändert und das nicht nur zu ihrem Vorteil: Strukturelle Unterfinanzierung steht punktuellem Drittmittel­überfluss ge­genüber, eine regelrechte Nachwuchsschwemme dem chronischen Mangel an Dauerstellen, immer höherer Verwaltungsaufwand immer größeren Studierendenzahlen. (mehr …)
  • Disziplinierungen

    Derzeit - und noch bis Freitag - findet auf Initiative von Kathrin Passig und auf Einladung der Alfred Toepfer Stiftung (in Zusammenarbeit mit dem Merkur) auf Gut Siggen in Holstein eine Tagung zum Thema "Tagung" statt: die Metatagung. Wir dokumentieren hier einen als Denkanstoß/Erfahrungsbericht der Ethnologin Franziska Nyffenegger; zugleich der Auftakt zu unserer Blogbegleitung zum Juniheft-Schwerpunkt "Zur Lage der Universität". *** Seit rund zehn Jahren bin ich im akademischen Geschäft tätig. Nicht in der "klassischen" Akademie, sprich an einer Universität und einer Disziplin der "alten" Natur-, Geistes- oder Sozialwissenschaften, sondern an einer Kunsthochschule und dort vor allem in der Abteilung Produktgestaltung, also einem, wie mich dünkt, ausgesprochen anti-akademischen Fach. Meine Arbeit begann kurz vor der Umsetzung der Bologna-Reform, das heißt vor der Einführung von Bachelor- und Masterstudiengängen. Die sogenannten Diplomstudiengänge alter Prägung verfolgten kaum akademische Ambitionen. Der schriftliche Teil der Abschlussarbeit bestand in der Regel in einer Dokumentation des Entwurfsprozesses inklusive dazu gehöriger Recherchen. Manchmal schrieben ambitionierte Studierende theoretisch interessante und anspruchsvolle Essays, was zwar geschätzt, jedoch nicht erwartet wurde und die Ausnahme blieb. Der Begriff "Forschung" kam allenfalls in der Kombination "angewandte Forschung" vor, das in der Zusammenarbeit mit Praxis- resp. Wirtschaftspartnern. (mehr …)
  • Volltextarchiv im neuen Gewand

    Unser digitales Volltextarchiv ist jetzt im neuen Design und mit neuen Funktionen online. Dazugekommen ist die alphabetische Autorenübersicht links, außerdem gibt es nun die durchaus brauchbare algorithmisch erzeugte Anzeige ähnlicher Dokumente bei Aufruf einzelner Texte. Die Kauf- und Vorschauoptionen sind geblieben, allerdings findet sich der Vorschau-Link, mit dem man die jeweils erste Seite frei lesen kann, nicht mehr auf der Übersichtsseite, sondern beim Eintrag zum einzelnen Text. Kommentare und Nachfragen dazu gerne hier. Meeting pods are essentially a little room within a room. They are primarily used for meetings, hence the name, but can be used for all kinds of purposes. These meeting pods come in all shapes and sizes to meet different needs. Pods can be open like the office itself or closed off for privacy and confidentiality. Closed pods are more beneficial because of their natural soundproofing. Open pods still have some basic level of soundproofing, so people can still hold private conversations. acoustic pods for offices
  • Jetzt erschienen: Merkur 793, Juni 2015

    Ist die Universität noch der Ort der Intellektualität - oder war sie es im Grunde nie? Was sind die Folgen der Bologna-Reformen und der Exzellenzinitative? Um Fragen wie diese geht es im sechs Texte umfassenden Schwerpunkt des Junihefts "Zur Lage der Universität". Darüber unterhalten sich zwei Akademiker, die auch als öffentliche Intellektuelle sichtbar sind, nämlich der Akzelerationismus-Vordenker und Merve-Autor Armen Avanessian und der als Kapitalismusanalytiker Literaturwissenschaftler Joseph Vogl - dieses Gespräch ist frei online zu lesen. Mit der einigermaßen niederschmetternde Situation für den sogenannten wissenschaftlichen Nachwuchs setzt sich Remigius Bunia in seinem Essay auseinander, der neben vielen Fakten und Zahlen auch Einblick in seine Erfahrungen als Vorsitzender des Verbands der Juniorprofessoren gibt. "Wie halte ich es mit der Universität?", so ungefähr lautet die Gretchenfrage, die Hanna Engelmeier stellt - das klingt persönlich, aber die Antworten erlauben einen tiefen Blick in die Strukturen und Verhältnisse eines Milieus. Außerdem geht es um die teils das Lächerliche streifende Leitbildprosa in den Selbstbeschreibungen der Universitäten, um die Zukunft der Reform und, in einem Essay von Jan-Werner Müller, um die alles andere als märchenhafte Situation an den oft als Vorbilder gepriesenen US-Universitäten. Sarah Birke und Peter Harling kritisieren die hilflosen und inkonsistenten Versuche des Westens, den "Islamischen Staat" zurückzudrängen. In seiner letzten Geschichtskolumne schreibt Sebastian Conrad über den Wandel der Zeitvorstellungen aus globaler Perspektive. Ekkehard Knörer liefert - frei lesbare - Neuigkeiten aus dem Literaturbetrieb, die nicht zuletzt den allgegenwärtigen Hubert Winkels betreffen. Außerdem schreibt Roman Köster als Wirtschaftshistoriker über die Weimarer Jahre, Claude Haas kritisiert die Drohnenkritik als rückwärtsgewandt und Stephan Herczeg setzt sein Journal fort. Hier die ausführliche Übersicht über das Heft - und hier die Möglichkeiten zum Kauf (Print, Download von Einzelartikeln und ganzem Heft in E-Formaten). Our great atmosphere and safe environment make it super easy for you to fall in love with our sexy chat If you want to enjoy some flirting, chatting and sexting and have some fun with local sexy girls then you need to get online and use a sexy chat room. Das Blog wird den Schwerpunkt Universität den Juni über begleiten: mit Links zu aktuellen Texten, Hinweisen und Textausschnitten aus dem Merkur-Archiv - und mit kurzen Originalbeiträgen zum Thema.