Kategorie: Blog

Artikel der Kategorie: Blog

  • Tagungshinweis: An den Grenzen des Geistes. Zum 100. Geburtstag von Jean Améry

    Hinweis auf eine Veranstaltet in Berlin am kommenden Samstag, 17.11. Das Institut für Kommunikationsgeschichte und angewandte Kulturwissenschaften (IKK) der Freien Universität Berlin hat eine Tagung zum 100. Geburtstag von Jean Améry organisiert. Das Programm findet sich hier. (mehr …)
  • Geschlossene Abteilung. Pariser Notizen II

    Das discounterhaft Unglamouröse am Metrofahren ist auch so ein angenehmes Paris-Ding, das einem die oberirdische, oft schon an Klischeekitsch grenzende Schönheit der Stadt erträglicher macht. Die Waggons sind zu jeder Tageszeit voll, die Sitzplätze zu eng, in den Verbindungstunnels beim Linienwechsel geht man prinzipiell auf der falschen Seite und wenn man dann wie immer den falschen Metroausgang genommen hat, steht man plötzlich auf dem Boulevard Saint-Germain, den man auch lieber zu Rimbauds oder Sartres Zeiten beschritten hätte. Vorbei am Crêpes-Stand mit den aufgestapelten Nutella-Gläsern, vorbei an den berühmten Cafés, in die man extra nicht reingeht, und immer weiter hoch Richtung Rue du Bac, wo sich die Exklusivität der Straße auf luxuriöse Küchenstudios und aus dem Mittelalter herausgeschossene Maronenverkäufer beschränkt. (mehr …)
  • Blogroll: literaturkritik.de

    Das Rezensionsportal literaturkritik.de, das an den Lehrstuhl von Professor Thomas Anz an der Universität Marburg agebunden ist, ist eines der ältesten literaturkritischen Angebote im deutschsprachigen Internet. In großer Zahl und Breite und auf hohem Niveau werden hier literarische und kulturwissenschaftliche Neuerscheinungen besprochen. Die Texte erscheinen in monatlichen Ausgaben, die in der Regel um einen Themenschwerpunkt geordnet sind; von Anfang an gibt es die Texte des Onlinemagazins auch im Printformat. Der Literaturwissenschaftler und -kritiker Jan Süselbeck, Redaktionsleiter von literaturkritik.de, hat unsere Fragen per E-Mail beantwortet. (mehr …)
  • Leserkommentar zu Steve Sem-Sandbergs „Holocaust und Fiktion“

    Ein Kommentar zu Steve Sem-Sandbergs im Novemberheft erschienenem Essay Realität des Holocaust und Spielraum der Fiktion, den es hier gratis zu lesen gibt. Auch diejenigen, die nicht mehr zur Generation der Täter oder Opfer des Holocaust gehören, können sich der paradox wirkenden Frage nicht entziehen, ob sie stellvertretend für die Generationen der Täter bereuen sollen und Vergebung erlangen können. (mehr …)
  • Jetzt im Netz

    "America will soon belong to the men and women — white and black and Latino and Asian, Christian and Jew and Muslim and atheist, gay and straight — who can comfortably walk into a room and accept with real comfort the sensation that they are in a world of certain difference, that there are no real majorities, only pluralities and coalitions." David Simon (The Wire, Treme) glaubt, dass die USA sich mit der Wiederwahl Barack Obamas endgültig verändert haben (The Audacity of Despair) "On the whole, Hu and his premier, Wen Jiabao, are handing the new Xi administration an economic legacy that is far from stellar and a society that is shakier than the one they inherited. More important, they are leaving behind a political environment that is likely more corrupt and stifling than the relatively entrepreneurial and liberal era of the 1990s." Damien Ma zieht eine kritische Bilanz der Ära Hu (Foreign Affairs) (mehr …)
  • Hinweis zu Steve Sem-Sandbergs Essay

    In seinen im Novemberheft des Merkur abgedruckten und hier frei lesbaren Überlegen zu seinem Roman Die Elenden von Lodz erwähnt Steve Sem-Sandberg einen Vortrag von Sascha Feuchert, der sich mit den von Sem-Sandberg diskutierten Grundsatzfragen zum Verhältnis von Holocaust und Fiktion befasst. Dieser Vortrag ist nun im aktuellen Heft der Zeitschrift Wespennest nachzulesen.
  • Jetzt im Netz

    "Es gibt kein Kopf-an-Kopf-Rennen, es gibt keinen knappen Vorsprung: Barack Obama wird die Präsidentschaftswahlen in den USA voraussichtlich mit einem relativ deutlichen Wahlmänner-Vorsprung gewinnen." Der Kutter ist sich ganz sicher, dass wir morgen nicht in Romneyworld erwachen (mehr …)
  • Schön und wahr. Pariser Notizen I

    Stephan Herczeg wird für den Merkurblog in loser Folge als Kulturkorrespondent aus Paris berichten. Der Kulturbegriff soll dabei ein erweiterter sein. Ich stehe vor der Joghurtwand eines Pariser Supermarkts. Sieben Meter Joghurtprodukte neben- und übereinander, mit und ohne Fruchtgeschmack, in allen Fettstufen, von Kuh oder Ziege, biologisch oder normal, mit proaktiven Kulturen oder undeklariert, einzeln erhältlich oder im 16er-Pack. Die Frau, hinter der ich später fünfzehn Minuten an der Kasse stehen werde, weil sie für über vierhundert Euro Lebensmittel, Toilettenpapier, Schreibwaren, einen Schal, die Taschenbuchausgabe von Cinquante Nuances de Grey, einen Kochtopf, zwei Flaschen Champagner, ein schwarzes Negligé, eine Tischdecke und einen plumpen Brotkorb gekauft hat, stopft zwei 16er-Packs Fruchtjoghurt in ihren riesigen schwarzen Einkaufstrolley, während sie mit ihrem schulpflichtigen Kind telefoniert. Ich bewundere ihre Entschlusskraft, kann mich aber für kein Milchprodukt entscheiden und wende mich der gegenüberliegenden, gleich langen Nachspeisenwand zu. Die erstbeste Crème Caramel im Glas-Zweierpack wandert in den Einkaufskorb. Der Supermarkt-Voyeurismus muss ein Ende haben. (mehr …)
  • Michael Rutschky abgemahnt

    Michael Rutschky hat Ärger wegen Text- und Bildzitaten in seinem Blog Das Schema. Hier ist der Eintrag, der den Briefwechsel mit der Anwältin eines Urheberrechtsinhabers dokumentiert. Der Fall ist sichtlich komplizierter als die üblichen Abmahndreistigkeiten, denn hier geht es (noch dazu ohne Geldforderung, wenn ich recht sehe) juristisch sehr genau zur Sache. Und die heißt: Wo beginnt ein Werk? (Zum Hintergrund verweist Michael Rutschky in dem Briefwechsel übrigens auf diesen von ihm verfassten Merkur-Essay.) (ek)
  • Jetzt im Netz

    "I got the impression that he would have liked to be a stand-up comedian. His inability to deliver anything approaching a punchline, however, meant that he was condemned to spend his life, like a very long-winded Woody Allen, explaining the joke that was Western metaphysics." Andy Martin rezensiert die englischsprachige Ausgabe von Benoît Peeters Derrida-Biografie (Literary Review) (mehr …)