• Stereoskopische Hände

  • Hausbesuche II: Barcelona

  • Breitbart und die Frankfurter Schule

  • „Übergangsmenschen“

  • Denken wie ein Pilz

  • Tausch und Täuschung. Bildungskolumne

  • Heroinen, Kurtisanen. Theaterkolumne

  • Politik der Form. Autosoziobiografie als Gesellschaftsanalyse

    Weshalb Trump, Brexit, Front National und AfD? Derartige Fragen richten sich jüngst auffällig häufig an Autoren wie Didier Eribon, Edouard Louis oder J. D. Vance, die allesamt aus schwierigen Verhältnissen stammen, einen atemberaubenden akademischen Aufstieg erlebt und darüber in autobiografischer Form berichtet haben. Ohne dass es in ihrer Absicht gelegen hätte, haben sie es mit diesen Texten – deren beachtlicher Erfolg schon als Gattungsphänomen bemerkenswert genug wäre – erreicht,1 dass sie im öffentlichen Diskurs nun als Experten für die aktuelle politische Situation wahrgenommen werden.2 Wie ist das zu erklären?
  • Interview mit Didier Eribon

    Peter Rehberg: Sie treten in der Rolle des Schriftstellers, des öffentlichen Intellektuellen und des Soziologieprofessors auf. Es muss also etwas geben, was Ihnen an diesen Aktivitäten und an diesem Beruf gefällt. Allerdings treten Sie sehr zurückhaltend auf. Didier Eribon: Ich habe immer das Gefühl, eine Rolle zu spielen, und behalte Distanz dazu. Ich möchte nicht eine Art Guru werden. Es kommt mir lächerlich vor, wenn einige französische Intellektuelle erklären, jetzt sei die Zeit reif für eine Revolution, um dir dann zu sagen, was du zu tun und zu lassen hast. Außerdem bin ich schon immer sehr schüchtern gewesen.
  • Gleichheitsschutz für die Mehrheit. Das Verfassungsrecht und die Rückkehr der sozialen Frage