Kategorie: Reaktionen aufs Heft
Artikel der Kategorie: Reaktionen aufs Heft
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Januarheft ist erschienen
Das Januarheft ist erschienen. Die Übersicht mit Zitaten aus allen Texten finden Sie hier. Wer die Vorschaufunktion nutzen - also die jeweils erste Seite frei lesen - will, kann dies wiederum hier tun. Als Leseproben freigeschaltet haben wir Chaim Nolls Thesen zu den Hintergründen des "Nahostkonflikts" mit dem Titel Islamischer Imperialismus sowie Werner Plumpes Ökonomiekolumne, die zur Frage der Inflationsgefahr nur sehr bedingt Entwarnung gibt. Und ganz aktuell: In der Feuilletonrundschau von Deutschlandradio Kultur hat Christian Demand heute Morgen Fragen zum Januarheft, genauer gesagt zu Rainer Hanks Europaessay Solidaritätsverbot beantwortet. Das Gespräch ist auf der Website des Senders abrufbar. -
Texthinweis: Angele/Nonkonformismus
"Dem Problem des Nonkonformismus der Gegenwart hat die Zeitschrift Merkur unlängst ein Sonderheft gewidmet. Was bedeutet es, von der Norm abzuweichen, wenn die Abweichung von der Norm selbst zur Norm wird? Was passiert, wenn viele Menschen nonkonformistisch sein wollen? Es scheint, dass sich dann ein eigener, beklemmender Konformismus herauskristallisiert, der „Konformismus der Nonkonformisten“. Man kann das bei den Piraten studieren." Schreibt Michael Angele im aktuellen Freitag unter der Überschrift "Damals, auf der Planstelle für den Geist". (Das Sonderheft) -
Dezemberheft in der SZ
In der SZ von heute kommentiert Burkhard Müller (leider nicht online) unter der Überschrift "Frauen willkommen" das Dezemberheft. Er kritisiert vor allem eine Formulierung in unserem Blogpost "In eigener Sache":Denn der Merkur hätte sehr gerne "auch jene hervorragenden Autorinnen, deren Texte nur ein Gewinn für uns und die Leserinnen und Leser sein können'. Der Haken steckt im unscheinbaren Wörtlein 'auch'. Die Figur dieses 'auch' soll Gleichrangigkeit und Augenhöhe proklamieren, kommt aber, ihrem Wesen entsprechend, notwendig als Nachklapp und Reservebank daher. (mehr …)
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NZZ über Dezemberheft
Heute in der NZZ: Uwe Justus Wenzel über unser Dezemberheft.Ist es ein Coup? Ein Putsch? Eine Revolution? Oder nur eine verfrühte Weiberfasnacht? – Das Dezemberheft des «Merkur», der «deutschen Zeitschrift für europäisches Denken», versammelt ausschliesslich Texte, die aus der Feder von Frauen stammen. Das seit 1947 erscheinende Organ für etwas anspruchsvollere Essayistik war bisher eher dafür bekannt, eine Bastion mehr oder minder maskulinen Geistes, jedenfalls männlicher Autorschaft zu sein. Haben wir es also mit dem Auftakt einer Wiedergutmachung – einer affirmative action – zu tun?
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Das Kreuz mit der Beliebigkeit
Vor einigen Monaten habe ich mich bemüht, den Wikipedia-Eintrag zu meiner Person ändern zu lassen, von dem ich noch immer rätsele, wer ihn wohl verfasst haben könnte (und, weit rätselhafter noch, weshalb). Ich wurde dort nämlich als „deutscher Kunstkritiker“ geführt, was an sich nicht ehrenrührig ist, aber leider sachlich falsch. Vor wenigen Tagen nun hat mich ein Bekannter auf einen Artikel in einer der letzten Ausgaben des eMagazins von germanarchitects.com aufmerksam gemacht, in dem ich ebenso grundlos zum Kulturwissenschaftler mutiert bin. (mehr …) -
In eigener Sache
Wir haben auf das Dezemberheft – genauer gesagt: darauf, dass es zu 100 Prozent aus von Autorinnen verfassten Texten besteht – einige Reaktionen bekommen. Die positiven überwiegen bei weitem. Auf die Ablehnung durch vor allem männerrechtlich inspirierte Quotengegner waren wir ohnehin gefasst. Dass es sich um eine zweischneidige Sache handelt, auch dass der Vorwurf der "Ghettoisierung" kommen würde (und er kam sogleich), war uns klar. Das ist ein Argument, das wir sehr wohl ernst nehmen, allerdings schien (und scheint) uns in der Abwägung mehr für als gegen eine solche Aktion zu sprechen. (mehr …) -
Fundstück: Goetz liest Händler
Aus dem sowieso höchst lesenswerten Interview, das Moritz von Uslar und Ijoma Mangold für die Zeit mit Rainald Goetz geführt haben:Zum Beispiel Händler sagte zu mir: ja, treffen wir uns doch mal in Berlin. Aber ich will ihn nicht treffen. Ich will, das sagte ich ihm, lieber diesen Merkur-Aufsatz von ihm lesen, den er da im Februar über die Wirtschaft veröffentlicht hat, über den ich nirgends was gelesen habe. (mehr …)
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Dezemberheft ist erschienen
Das Dezemberheft ist nun erhältlich, zum Beispiel auf der Klett-Cotta-Website. Es ist, wie auf spätestens den zweiten Blick ersichtlich, eine Premiere in der Geschichte des Merkur - es wird nämlich ausschließlich von Autorinnen bestritten, die nun allerdings gerade und ausdrücklich nicht über Genderthemen schreiben. Vielmehr ging es darum, ein in jeder anderen Hinsicht - nämlich die Qualität und das Themenspektrum betreffend - ganz normales Heft zusammenzustellen. Diskussionen hier im Blog sind selbstverständlich erwünscht. Als Leseproben bieten wir: Überlegungen der Ethnologin und seit Jahren im deutsch-polnischen Kulturaustausch tätigen Stefanie Peter (Trägerin des Goldenen Verdienstkreuzes des Republik Polen) zum polnischen Selbstverständnis - ausgehend von Peters Staunen über die Verwunderung, die ihr angesichts ihres Interesses am Land gelegentlich in Polen selbst entgegenschlägt. Daneben sichtet die FAZ-Redakteurin Julia Voss neuere Literatur, die die vermeintlich vorbildliche Rehabilitierung der künstlerischen Moderne nach den Abwegen des Dritten Reichs mit großer Skepsis betrachtet. Außerdem das Debüt unserer neuen Rechtskolumnistin Ute Sacksofsky (Uni-Website), Gedichte von Uljana Wolf und Texte von Eva Horn, Dora Zhang, Nina Verheyen, Hannelore Schlaffer, Birgit Recki, Paula Böndel und Catherine Davies. Update: Das Deutschlandradio-Kultur-Feuilletonpressegespräch vom 29.11. mit Christian Demand zum Dezemberheft kann man sich hier anhören. -
Nachgefragt: Christian Demand und Cord Riechelmann zur Theorie der Demokratie
Im Novemberheft des Merkur bespricht Cord Riechelmann einen Edition-Suhrkamp-Band zur Demokratietheorie, der von Alain Badiou bis Giorgio Agamben, von Wendy Brown bis Slavoj Zizek einige der bekanntesten (und/oder notorischsten) Namen der Theorielinken versammelt. Merkur-Herausgeber Christian Demand hat das Buch mit sehr viel mehr Skepsis gelesen als der Rezensent. Im Folgenden die E-Mail-Diskussion zwischen beiden. (mehr …) -
Novemberheft in „SZ“ und „Falter“
Zwei Reaktionen gab es gestern auf Texte des Novemberhefts in den Medien. In der Süddeutschen Zeitung setzt sich Feuilletonchef Thomas Steinfeld mit Patrick Eiden-Offes Rezensionsessay über Friedrich Engels als "Projektemacher" auseinander. Gerade dieser (von Georg Stanitzek in die jüngere Diskussion gebrachte, in diesem von Markus Krajewski herausgegebenen Band näher beleuchtete) Begriff ist es, der Steinfeld aufstößt, da mit ihm seiner Ansicht nach die Utopien der Denker in der zu kleinen Münze der bloßen "Projekte" ausgezahlt werden. (mehr …)
