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Artikel der Kategorie: Blog

  • Austeilen, Abgrenzen, Angstmachen, Einstecken. Fünf Jahre als Schreibschüler

    Du bist 14, 15, 16 und führst Tagebuch, stellst Filmkritiken ins Netz, gehst zur Schüler-, dann zur Lokalzeitung. Du gründest ein Fan-Magazin zu „Sailor Moon“. Du liest Videospiel-Testberichte, Comics, Science Fiction, Stephen King; du liest jedes Wort der Fernsehzeitung und suchst Filme mit möglichst vielen Sternchen, Punkten in den Kategorien „Kultfaktor“ und „Anspruch“. (mehr …)
  • Wir würden dann jetzt weitermachen

    Nehmen wir an, ich studiere seit geraumer Zeit in Hildesheim und trinke in meinen Pausen gerne Cola aus den neuen Automaten in der Steinscheune an der Domäne. Nehmen wir an, in meinem Fachbereich gäbe es eine Schülerzeitung, die in unregelmäßigen Abständen analog und limitiert auf 300 Exemplare pro Ausgabe exklusiv auf der Domäne erscheint. Nehmen wir an, ich hätte vor einigen Wochen Wind bekommen von einem Artikel mit dem Titel „Sexism is a dancer“, der dort erschienen ist. (mehr …)
  • FRAGENKATALOG SSIS – If, Then, Else

    Nehmen wir an, Schreibinstitute sind auch bloß Orte in dieser Gesellschaft, Orte, an denen die gleichen Gesetzmäßigkeiten, die gleichen Regeln herrschen. Was bedeutet es dann für dich, über Sexismus und Schreibschulen zu schreiben? Glaubst du, es würde ein schreibschulinterner Sexismus (kurz: SSIS) existieren? Und wenn ja, wie ließe sich davon erzählen? (mehr …)
  • Sexismus an Schreibschulen (3): Biel, Leipzig, Berlin

    Teil 3 unseres Dossiers zu "Sexismus an Schreibschulen". Donat Blum über Biel, Martina Hefter über Leipzig und Paula Fürstenberg über einerseits Biel, andererseits die Literaturwissenschaft der Humboldt-Universität in Berlin. (Zu Teil 1 und Teil 2.) (mehr …)
  • Ein paar ehrliche Anmerkungen zur Sexismusdebatte

    Mein Studium am DLL begann ich wie Anke Stelling, die hier ebenfalls mit einem Beitrag vertreten ist, im Jahr 1997. Da war ich 32, also nicht mehr ganz jung. Es gab allerdings mehrere Studierende (mehr Männer als Frauen), die älter waren als ich, und einige im gleichen Alter. Nur zwei Studierende (w) kamen direkt von der Schule. Die meisten waren um die fünf Jahre jünger als ich. Fünf Jahre, das ist in diesem Zusammenhang viel. (mehr …)
  • Lesen, schreiben, lernen, wüten, ausblenden. Und von vorn.

    Ich hatte mir fest vorgenommen, bei diesem Versuch, etwas halbwegs Gültiges über mein Dasein als Frau und Autorin und Schreibschulabsolventin zu sagen, ohne die Erwähnung von Bettgeschichten und Bekleidung (schon gar nicht von Schuhen!) auszukommen. Ich sage es lieber gleich: Es ist mir nicht gelungen. Hier das Protokoll meines Scheiterns. (mehr …)
  • Wie ich zum Feministen wurde – und was das mit dem Schweizerischen Literaturinstitut zu tun hat: wenig.

    Am letzten Weltfrauentag habe ich auf Facebook zwei Posts veröffentlicht. Ich konnte mich nicht entscheiden. „Ich bin Feminist. Was soll ich tun, liebe Frauen?“ Oder: „Die wichtigsten Menschen in meinem Leben waren bisher fast alle FRAUEN. Erfolgreiche und inspirierende Frauen – angefangen bei meiner Mutter, meinen Schwestern, und meinen beiden Großmüttern, über meine ältesten und über meine engsten Freunde, die quasi alle Freundinnen sind und waren, bis zu meinen Schriftsteller-Kolleginnen und zu meiner Mentorin: Alles Frauen, die mit mir ihr Schaffen und Leben teilten und mich zu dem gemacht haben, was ich derzeit bin: Merciiiiii euch Besten der Besten!!! # meineheutigeDemo“ (mehr …)
  • Sexismus an Schreibschulen (2): Leipzig und darüber hinaus

    Hier die zweite Lieferung des Dossiers zu Sexismus an Schreibschulen. In der ersten Lieferung schrieben AbsolventInnen des Hildesheimer Literaturinstituts - in diesem ersten Post auch eine Übersicht über die Texte, den Anlass, die Hintergründe und den Kontext dieses Dossiers. (mehr …)
  • die erstbeste

    was denke ich da eigentlich, war mein zweiter gedanke, als ich vom sexismusvorwurf gegen die deutschsprachigen schreibschulen gehört habe, denn mein erster gedanke war: ach ja, da kann man eigentlich nicht viel zu sagen, außer das übliche: nur männliche professoren und zuviel literatur von männern, die gelesen wird. dann kam: einen moment innehalten. dann kam: vielleicht sitzt das problem tiefer als ich denke, wenn selbst ich als frau denke: „naja, da kann man eben nur das übliche sagen.“ (mehr …)
  • Größer als null

    Wie kann man denken, eine Institution habe kein Sexismus- (Klassismus-, Rassismus-, Alkohol-) Problem, wo sie doch Teil einer Gesellschaft mit eben diesen Problemen ist? Wenn sie’s selbst nicht hat, ist sie zumindest co-abhängig. Was mir einleuchtet, ist, dass man’s nicht wahrhaben will und entsprechend auch nicht hören. Weil man sich dann darum kümmern müsste, und das ist so anstrengend – Mit dem Kümmern fängt man erst an, wenn der Leidensdruck zu groß wird, denn der berechnet sich: Schmerz (verursacht durch den Zustand) geteilt durch Angst (vor Veränderung oder der Mühsal der Veränderung). Wenn hier eine Zahl größer null rauskommt, stimmt der Leidensdruck, wenn sie unter null liegt, ist er noch nicht groß genug. Einleuchtend auch, dass diejenigen, die vom Zustand benachteiligt sind, eher darunter leiden und sich deshalb auch eher darum kümmern wollen. Deren Schmerzen sind in der Regel größer. (mehr …)