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Reflexe. Zur Wiederauferstehung des poststrukturalistischen Popanzes im deutschen Feuilleton
“C’est que les faits, nous pouvons les tenir à distance. Tandis que les représentations ne sont rien sans nous.”
Claude Lefort, Le Monde, 9. Mai 1978
Dass im Feuilleton kräftig ausgeteilt wird, ist zu begrüßen. Nur die Treffsicherheit lässt bisweilen zu wünschen übrig. Liest man die Einlassungen zu französischen Philosophen, die in den letzten Monaten in deutschsprachigen Zeitungen erschienen sind, staunt man nicht schlecht, weil diese Denker überhaupt nicht wiederzuerkennen sind. Es sind groteske Karikaturen, Pappkameraden, die man sich in einer Mischung aus Missgunst und geistiger Trägheit zusammenbaut, um Halt durch Abstoßung in einer unsicheren Gegenwart zu finden. Manche Debatten altern erstaunlich schlecht. Selbst seinem ärgsten Gegner wünscht man nicht, noch einmal die Meilensteine der theory wars der achtziger Jahre abschreiten zu müssen, was einige Journalisten jedoch nicht daran hindert, auf der Klaviatur der alten Affekte gegen die Pariser Theorieproduktion zu spielen. (mehr …) -
Big Bla-Bla. Die Reaktionen auf die ‚Big-Data-Bombe‘ sind Diskursverknappung
Die Nachricht verbreitete sich am Samstag schnell: durch die Kombination psychometrischer Verfahren und gezieltem Werbetargeting, will die britische Firma Cambridge Analytica (CA) – ein Tochterunternehmen der Wahlberatungsagentur Strategic Communications Laboratories (SCL) – nicht nur den Ausgang der US-Wahlen, sondern zuvor bereits das Brexit-Votum entscheidend zugunsten der späteren Gewinner beeinflusst haben. In einem ausführlichen Artikel im Schweizer Magazin beschreiben Mikael Krogerus und Hannes Grassegger, wie CA mithilfe der sogenannten ‚Ocean‘-Methode zunächst Persönlichkeitsprofile potentieller Wählerinnen und Wähler erstelle, um diese mit Analysen des individuellen Online-Verhaltens sowie demographischen Daten zu verbinden und zur Grundlage für personalisierte Werbeanzeigen auf Facebook zu machen. Die Analyse einer Person nach den Kriterien ‚Offenheit‘, ‚Gewissenhaftigkeit‘, ‚Extraversion‘, ‚Verträglichkeit‘ und ‚Neurozentrismus‘ gebe die Anleitung für die spezifische Darstellungsweise einer Anzeige: ob text-, bild- oder videobasiert, ob in aggressiven oder sanften Tönen. In seiner Wahlkampfkampagne habe Donald Trump seine politischen Botschaften derart an einem einzigen Tag in 175000 Variationen verbreiten können, jede einzelne zugeschnitten auf das statistisch antizipierte Profil der jeweilig adressierten Rezipientinnen und Rezipienten. (mehr …) -
„Die intellektuelle und politische Literaturszene im Iran ist ausgestorben.“ Nora Bossong im Gespräch
Die Schriftstellerin Nora Bossong (Gesellschaft mit beschränkter Haftung erschien 2012, 36,9° erschien 2015) ist vor wenigen Tagen von ihrer zweiwöchigen Lesereise im Iran zurückgekehrt. Mit dem Merkur spricht sie über ihre Eindrücke, die politische Situation und die Lage der Autoren, Künstler und Intellektuellen. Außerdem äußert sie sich zur Verzögerung der Ausstellung der „Teheran-Sammlung“ in der Berliner Gemäldegalerie. Merkur: Du warst gerade für zwei Wochen im Iran unterwegs, bist Du viel im Land herumgereist? Nora Bossong: Wir sind nach Shiraz, Isfahan und Teheran gereist, haben viele Gespräche geführt und natürlich auch Sehenswürdigkeiten besichtigt. Bislang war ich überzeugt, dass Rom die schönste Stadt der Welt ist, einige Ecken von Isfahan können da allerdings mindestens mithalten, etwa die Lotfullahmoschee. In Teheran fanden zudem zwei Lesungen an der Universität statt und eine bei der bekannten Literaturzeitschrift Bukhara, es gab eine rege Anteilnahme und einen guten Austausch. Wenn ich das mit Lesungen in Deutschland vergleiche, war das ein sehr vielseitig interessiertes Publikum. (mehr …) -
Weniger Strip, mehr Tease? (Teil 3)
Peter Sloterdijk hat einen Roman geschrieben, ganz ohne Not, und auch nicht zum ersten Mal (siehe den Zauberbaum aus dem Jahr 1987, ein Auszug daraus war im übrigen sein letzter von zwei Auftritten im Merkur): Das Schelling-Projekt erzählt in E-Mail-Wechseln von einem (scheiternden) Projektantrag bei der DFG - es soll darum gehen, wie mit dem weiblichen Orgasmus der Geist in die Materie fuhr. Es ist im Roman allerdings so, dass sich für diese Frage vornehmlich forschende Männer (Peer Sloterdijk, Guido Mösenlechzner, Kurt Silbe) zuständig fühlen; ihre weiblichen Konterparts (Beatrice Freygel, Desiree zur Lippe) berichten beispielsweise von sexueller Erweckung mittels Gangbang. Für Eva Geulen und Hanna Engelmeier der Anlass, ihrerseits einen E-Mail-Wechsel zu beginnen, genau einen Monat lang, vom 8. Oktober bis zum 8. November, dem Tag der Trump-Wahl. Sloterdijks Roman war, wie sich zeigte, mehr Anlass für ein digressives Duett - einen schriftlichen Dialog darüber, welche Assoziationen zum Roman wie weit tragen. So geht es nun unter anderem um Autobiografien von (emeritierten) Professoren, um Machtpositionen im akademischen Betrieb, um Heinz Strunk, die Buchmesse und den Kritiker-Empfang des Suhrkamp Verlags bei der Frankfurter Buchmesse. Das Ganze war eine bei einer Zufallsbegegnung von Hanna Engelmeier und Eva Geulen spontan geborene Idee - da der Merkur (bzw. Ekkehard Knörer) dabei ebenfalls anwesend war, erscheint das Ergebnis nun hier, und zwar in drei Teilen. Dies ist der dritte Teil, den ersten Teil finden Sie hier, den zweiten hier. (mehr …) -
Weniger Strip, mehr Tease? (Teil 2)
Peter Sloterdijk hat einen Roman geschrieben, ganz ohne Not, und auch nicht zum ersten Mal (siehe den Zauberbaum aus dem Jahr 1987, ein Auszug daraus war im übrigen sein letzter von zwei Auftritten im Merkur): Das Schelling-Projekt erzählt in E-Mail-Wechseln von einem (scheiternden) Projektantrag bei der DFG - es soll darum gehen, wie mit dem weiblichen Orgasmus der Geist in die Materie fuhr. Es ist im Roman allerdings so, dass sich für diese Frage vornehmlich forschende Männer (Peer Sloterdijk, Guido Mösenlechzner, Kurt Silbe) zuständig fühlen; ihre weiblichen Konterparts (Beatrice Freygel, Desiree zur Lippe) berichten beispielsweise von sexueller Erweckung mittels Gangbang. Für Eva Geulen und Hanna Engelmeier der Anlass, ihrerseits einen E-Mail-Wechsel zu beginnen, genau einen Monat lang, vom 8. Oktober bis zum 8. November, dem Tag der Trump-Wahl. Sloterdijks Roman war, wie sich zeigte, mehr Anlass für ein digressives Duett - einen schriftlichen Dialog darüber, welche Assoziationen zum Roman wie weit tragen. So geht es nun unter anderem um Autobiografien von (emeritierten) Professoren, um Machtpositionen im akademischen Betrieb, um Heinz Strunk, die Buchmesse und den Kritiker-Empfang des Suhrkamp Verlags bei der Frankfurter Buchmesse. Das Ganze war eine bei einer Zufallsbegegnung von Hanna Engelmeier und Eva Geulen spontan geborene Idee - da der Merkur (bzw. Ekkehard Knörer) dabei ebenfalls anwesend war, erscheint das Ergebnis nun hier, und zwar in drei Teilen. Den ersten Teil finden Sie hier, dies ist der zweite Teil. Der dritte ist hier. (mehr …) -
Weniger Strip, mehr Tease? Mailwechsel zu Sloterdijks „Schelling-Projekt“
Peter Sloterdijk hat einen Roman geschrieben, ganz ohne Not, und auch nicht zum ersten Mal (siehe den Zauberbaum aus dem Jahr 1987, ein Auszug daraus war im übrigen sein letzter von zwei Auftritten im Merkur): Das Schelling-Projekt erzählt in E-Mail-Wechseln von einem (scheiternden) Projektantrag bei der DFG - es soll darum gehen, wie mit dem weiblichen Orgasmus der Geist in die Materie fuhr. Es ist im Roman allerdings so, dass sich für diese Frage vornehmlich forschende Männer (Peer Sloterdijk, Guido Mösenlechzner, Kurt Silbe) zuständig fühlen; ihre weiblichen Konterparts (Beatrice Freygel, Desiree zur Lippe) berichten beispielsweise von sexueller Erweckung mittels Gangbang. Für Eva Geulen und Hanna Engelmeier der Anlass, ihrerseits einen E-Mail-Wechsel zu beginnen, genau einen Monat lang, vom 8. Oktober bis zum 8. November, dem Tag der Trump-Wahl. Sloterdijks Roman war, wie sich zeigte, mehr Anlass für ein digressives Duett - einen schriftlichen Dialog darüber, welche Assoziationen zum Roman wie weit tragen. So geht es nun unter anderem um Autobiografien von (emeritierten) Professoren, um Machtpositionen im akademischen Betrieb, um Heinz Strunk, die Buchmesse und den Kritiker-Empfang des Suhrkamp Verlags bei der Frankfurter Buchmesse. Das Ganze war eine bei einer Zufallsbegegnung von Hanna Engelmeier und Eva Geulen spontan geborene Idee - da der Merkur (bzw. Ekkehard Knörer) dabei ebenfalls anwesend war, erscheint das Ergebnis nun hier, und zwar in drei Teilen. Hier ist der erste Teil, er umfasst den Zeitraum vom 8. bis zum 20. Oktober. Den zweiten Teil können Sie hier lesen. Und den dritten jetzt hier. (mehr …) -
Siedeln zwischen Vergangenheit und Zukunft. Anmerkungen zu Herzog & de Meurons Entwurf für das Kulturforum
Was ist eine Scheune? Seitdem ich an einem kleinen Buch zur Scheune arbeite, habe ich diese Frage verschiedenen Architekturtheoretikern und Architekten gestellt. Mindestens von letzteren erntet man bislang lediglich ein Schulterzucken. Auch musste ich feststellen, dass diese so merkwürdige wie ubiquitäre Gebäudeform bislang weder in die Bücher der Architekturtheorie noch der Architekturgeschichte Eingang gefunden hat. Der Grund für dieses Desinteresse liegt nicht zuletzt im Urheberrecht: die Schöpfungshöhe für eine Scheune ist zu gering. Selbst den Bauingenieuren ist sie zu profan. Das Standardwerk zur Bauentwurfslehre „Neufert“ [2. Ernst Neufert, Bauentwurfslehre: Grundlagen, Normen, Vorschriften, ed. Johannes Kister et al. (Berlin, Heidelberg: Springer Verlag, 2015)] erwähnt sie nur mit zwei mageren Zeilen. (mehr …) -
Ein Bericht aus dem Goethe-Instituts-Universum: Die Kulturförderung und der Tod in Südindien, bei gleichzeitiger zen-mäßiger Ruhe in Kyoto
Von Robin Detje, mit einem Chat mit und einem Nachtrag von Jakob Nolte Das Goethe-Institut hat uns auf eine Künstlerresidenz eingeladen, die Gruppe bösediva, und am zweiten Tag wäre ich fast ums Leben gekommen. Das war in diesem Frühjahr in Südindien, in Bangalore. Wir saßen auf der Terrasse unserer Unterkunft, mit schwerem Jet-lag bei 38 Grad im Schatten, und zwei Zentimeter neben mir donnerte eine Kokosnuss auf den Steinboden. Unser Gastgeber hatte das Krachen drinnen gehört, warf einen Blick hinaus, sah, dass alle noch lebten, und war zufrieden. Zur Täterpalme hatte ich nach dem Vorfall ein gutes Verhältnis. Ihre Botschaft war: Ich hätte dich umbringen können, aber ich habe es nicht getan. Der Respekt war beiderseitig. In Indien gilt der Tod durch Kokosnuss außerdem als besonders ehrenvoll. Man überspringt zwei Reinkarnationsstufen. Ich hatte im Grunde also Pech.---
Das Netz der Goethe-Residenzen ist weit gespannt. Da kann man viel und sehr Verschiedenes erleben. Als wir in Bangalore waren, war Jakob Nolte gerade in Kyoto. Ein Facebookchat:Hallo Jakob, wie läufts bei Dir? Unser Goethechef sagt, unsere Residenz sei sowas wie der Gegenentwurf zu Deiner Residenz. Dann ist es bei Dir bestimmt ganz gepflegt und elegant und ihr sitzt immer mit einem Cognacschwenker am Kamin?
Ja. Es ist krass aufgeräumt. Fein und ruhig und die Milane fliegen so über den Kamo Fluss und die Sonne geht immer auf und unter und die Berge mit den Bäumen sind verschiedenartig grün. Ab und an gibt es wilde Bierräusche in Kellerklubs, dann aber sofort wieder Tempel und Fahrradfahren zum Besinnen. Ich finde es herrlich. Die Arbeit und das Grübeln gehen voran. Kyoto kommt einer Stadt, in der es sich zu leben lohnen könnte, erstaunlich nah. Auch die Snacks sind Bombe. Ende Mai werden wir nochmal für ein paar Wochen durchs Land fahren.
Und bei Dir? Wie ist es im Residenzlife?
Hier ist es auch super, aber eben wüst und wild und schmutzig und man muss schon ganz schön strampeln, um zu sehen, dass man klar kommt. Mehr so: einfach ins Wasser springen und nicht drüber nachdenken, was da alles drin schwimmt. Die residents sind über die ganze Stadt verteilt, wir haben großes Glück und sind in einer Galerie, in der wir auch arbeiten und dann etwas zeigen werden, und werden hier bekocht und unterstützt. Wir haben also einen Rückzugsraum, aber Rückzugsraum ist hier sehr relativ: Der Wahnsinn tobt, der Verkehr rast, um die Ecke eine Dorfstraße mit Kühen und Ziegen und Müllhaufen. Lebendig über die Straße kommen ist schon eine Herausforderung. Hier läuft man irgendwann einfach in den Verkehr und überlebt trotzdem, aus Gründen, die ich noch nicht ganz verstehe. Man kann aber auch auf dem Dach sitzen und auf die Riesenflughunde warten, die gegen 19 h angesegelt kommen.
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Kultur und Tod sind natürlich ein großes Thema. Kulturförderung und Todesnähe. Oder: Kulturförderung durch Todesnähe.
In Bangalore ist das nackteste Verkehrsmittel das ehrlichste: die Autorikscha, das auto, anderswo als Tuk Tuk bekannt, ein Dreirad mit Rasenmähermotor und Rückbank, überdacht. Keine Fensterscheiben, keine Airbags, kein Seitenaufprallschutz. Gar kein Schutz. Hinten haben drei dünne Menschen Platz, es quetschen sich aber auch ganze Großfamilien hinein, mit Gepäck. Beliebt sind auch mit Gasflaschen vollgepackte Rikschas, knatternde Bomben. Unter den Fahrern gibt es kleine Gauner, aggressive Betrüger, ganz liebe Menschen und große Künstler, die mit ihrer Eleganz den ganzen Verkehrsstrudel zu einer Art Tanzvergnügen machen. Wenn der Verkehr in Bangalore fließt, verflüssigt er sich, wie ein Fischschwarm. Mitschwimmen ist ein großes Glückserlebnis. Es gibt Verkehrsunfälle: Ein Bus walzt über eine Großfamilie in einer Rikscha. Alle in der Rikscha sind sofort sehr tot. – Andere Unfälle: Einem Rikschafahrer gefällt nicht, dass sein Fahrgast, eine moderne junge Inderin, ein kurzes Kleid trägt, und er beschimpft sie. Sie nimmt alles mit dem Handy auf und es gibt einen großen Skandal. Beide Seiten erhalten viel Unterstützung. – Ein Kleinwagen wagt es, einen blitzenden SUV zu überholen. Darauf überholt der SUV-Fahrer den Kleinwagen, drängt ihn ab und erschießt den Fahrer. Der SUV-Fahrer ist der Sohn eines wichtigen Politikers. So wird es berichtet. Einmal stehen wir in der Rikscha hinter einem Wassertankwagen im Stau. In der Rikscha neben uns sitzt ein junger Europäer oder Amerikaner mit langen blonden lockigen Haaren. Er ist für einen Abend zum Kiffen am Strand von Goa angezogen, locker-luftig (lesen ...) -
Obergrenzen der Akzeptanz?
Ein Ziel von Carolin Emckes Buch Gegen den Hass , dessen wesentliche Thesen auch in ihre Rede zur Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels am 23. Oktober eingingen, ist es, akademisch lang etabliertes Wissen – Seyla Benhabibs Sammelband Democracy and Difference [2. Seyla Benhabib, Democracy and Difference. Contesting the Boundaries of the Political. Princeton, NJ 1996.] ist zwanzig Jahre alt – in die öffentliche Debatte zu tragen, es im Alltag verankert zu sehen. Buch und Rede geben derzeit im Feuilleton nicht nur dazu Anlass, Emckes Denken zu reflektieren. Stattdessen tobt wieder einmal der Differenzkrieg. Emcke, die die Macht von Sprache und Präzision bei der eigenen Wortwahl zu einem Kern ihres Arbeitens gemacht hat, trifft nun jene Undifferenziertheit, gegen die sie anschreibt. (mehr …) -
#Siggenthesen
Siggener Thesen zum wissenschaftlichen Publizieren im digitalen Zeitalter
Das digitale Publizieren ermöglicht bessere Arbeits- und Erkenntnisprozesse in der Wissenschaft. Diese Potenziale werden aus strukturellen Gründen gegenwärtig noch viel zu sehr blockiert. Wir möchten, dass sich das ändert, und stellen deswegen die folgenden Thesen zur Diskussion (Hinweise zur Mitunterzeichnung am Ende): 1 Digitales Publizieren braucht verlässliche Strukturen statt befristeter Projekte. #Siggenthesen #1 Innovationen im Bereich digitaler Publikationsformate in der Wissenschaft, die in Pilot- und Inselprojekten entwickelt werden, bedürfen einer gesicherten Überführung in dauerhaft angelegte, institutionen- und disziplinenübergreifende Infrastrukturen, um im Sinne der Wissenschaftsgemeinschaft nachhaltige und wettbewerbsfähige Angebote liefern zu können. Wir rufen sowohl Fördereinrichtungen und politische Instanzen als auch Verlage und Bibliotheken auf, sich dieser Verantwortung zu stellen und entsprechende Förder- und Integrationskonzepte im bestehenden Wissenschaftsbetrieb konkret und umgehend umzusetzen. Eine systemische Veränderung hin zum digitalen Publizieren kann nur durch ein verlässliches Angebot exzellenter Dienstleistungen erreicht werden. (mehr …)
