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Juli 19, 2017 - 2 Kommentare
Identitätspolitik, die Zerstörung von Kunst und die Kontroverse um Dana Schutz’ Open Casket
1955 wurde im Bundestaat Mississippi ein 14-jähriger schwarzer Junge namens Emmett Till, aus Chicago stammend und gerade auf Verwandtenbesuch, von zwei weißen Männern verstümmelt und getötet. Roy Bryant und sein Halbbruder J. W. Milam glaubten, Till habe Bryants Frau Carolyn Avancen gemacht. In Wirklichkeit log Carolyn Bryant, als sie Till bezichtigte, sie belästigt und bedroht zu haben. Dass sie diese Unwahrheit erst 2008 zugab, in einem Interview das dieses Jahr veröffentlich wurde, mildert weder den Mord noch die Tatsache, dass Bryant und Milam freigesprochen wurden. (mehr …) -
Juli 14, 2017 - Keine Kommentare
Hier kommt die 4. Lieferung. Zurück nach Hildesheim, wo die Diskussion mit der Veröffentlichung eines anonymen Studierendentexts ihren Ausgang nahm. Aber auch Leipzig, Wien, Berlin. Wer sie noch nicht gelesen hat: Hier sind Teil 1 , Teil 2, Teil 3. Und falls jemand fragt, ob nicht langsam mal gut ist: Nein, ist es nicht. Es geht hier weiter, solange weitere Texte Gesprächsbedarf signalisieren. (mehr …) -
Juli 14, 2017 - 1 Kommentar
Ich bin Sexistin. Wenn ich mich umziehe, um schwimmen zu gehen, überlege ich, ob mein Körper so gut genug verdeckt ist, nicht zu viel und nicht zu wenig, nicht zu aufdringlich, aber auch nicht verklemmt. Wenn ich auf der Straße eine aufgedonnerte Frau sehe, mit blondgefärbtem Haar, viel Schminke auf dem Gesicht, hautengem, pinkem Kleid und großem Ausschnitt, ist mein erster Gedanke hohl. Ich will Produkte kaufen, weil die Werbung mir verspricht, dass ich davon einen porentiefreinen, frischen Teint bekomme. (mehr …) -
Juli 14, 2017 - 1 Kommentar
Du bist 14, 15, 16 und führst Tagebuch, stellst Filmkritiken ins Netz, gehst zur Schüler-, dann zur Lokalzeitung. Du gründest ein Fan-Magazin zu „Sailor Moon“.
Du liest Videospiel-Testberichte, Comics, Science Fiction, Stephen King; du liest jedes Wort der Fernsehzeitung und suchst Filme mit möglichst vielen Sternchen, Punkten in den Kategorien „Kultfaktor“ und „Anspruch“.
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Juli 14, 2017 - 1 Kommentar
Nehmen wir an, ich studiere seit geraumer Zeit in Hildesheim und trinke in meinen Pausen gerne Cola aus den neuen Automaten in der Steinscheune an der Domäne.
Nehmen wir an, in meinem Fachbereich gäbe es eine Schülerzeitung, die in unregelmäßigen Abständen analog und limitiert auf 300 Exemplare pro Ausgabe exklusiv auf der Domäne erscheint.
Nehmen wir an, ich hätte vor einigen Wochen Wind bekommen von einem Artikel mit dem Titel „Sexism is a dancer“, der dort erschienen ist. (mehr …) -
Juli 14, 2017 - Keine Kommentare
Nehmen wir an, Schreibinstitute sind auch bloß Orte in dieser Gesellschaft, Orte, an denen die gleichen Gesetzmäßigkeiten, die gleichen Regeln herrschen. Was bedeutet es dann für dich, über Sexismus und Schreibschulen zu schreiben? Glaubst du, es würde ein schreibschulinterner Sexismus (kurz: SSIS) existieren? Und wenn ja, wie ließe sich davon erzählen? (mehr …) -
Juli 11, 2017 - 1 Kommentar
Teil 3 unseres Dossiers zu "Sexismus an Schreibschulen". Donat Blum über Biel, Martina Hefter über Leipzig und Paula Fürstenberg über einerseits Biel, andererseits die Literaturwissenschaft der Humboldt-Universität in Berlin. (Zu Teil 1 und Teil 2.)
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Juli 11, 2017 - 2 Kommentare
Mein Studium am DLL begann ich wie Anke Stelling, die hier ebenfalls mit einem Beitrag vertreten ist, im Jahr 1997. Da war ich 32, also nicht mehr ganz jung. Es gab allerdings mehrere Studierende (mehr Männer als Frauen), die älter waren als ich, und einige im gleichen Alter. Nur zwei Studierende (w) kamen direkt von der Schule. Die meisten waren um die fünf Jahre jünger als ich. Fünf Jahre, das ist in diesem Zusammenhang viel. (mehr …) -
Juli 11, 2017 - 2 Kommentare
Ich hatte mir fest vorgenommen, bei diesem Versuch, etwas halbwegs Gültiges über mein Dasein als Frau und Autorin und Schreibschulabsolventin zu sagen, ohne die Erwähnung von Bettgeschichten und Bekleidung (schon gar nicht von Schuhen!) auszukommen. Ich sage es lieber gleich: Es ist mir nicht gelungen. Hier das Protokoll meines Scheiterns. (mehr …) -
Juli 11, 2017 - 1 Kommentar
Am letzten Weltfrauentag habe ich auf Facebook zwei Posts veröffentlicht. Ich konnte mich nicht entscheiden.
„Ich bin Feminist. Was soll ich tun, liebe Frauen?“
Oder:
„Die wichtigsten Menschen in meinem Leben waren bisher fast alle FRAUEN. Erfolgreiche und inspirierende Frauen – angefangen bei meiner Mutter, meinen Schwestern, und meinen beiden Großmüttern, über meine ältesten und über meine engsten Freunde, die quasi alle Freundinnen sind und waren, bis zu meinen Schriftsteller-Kolleginnen und zu meiner Mentorin: Alles Frauen, die mit mir ihr Schaffen und Leben teilten und mich zu dem gemacht haben, was ich derzeit bin: Merciiiiii euch Besten der Besten!!! # meineheutigeDemo“ (mehr …)